Zürcher retten den Sieg über die Zeit und sind Leader

ZSC 5:4 Genf (1:1, 4:1, 0:2)

Zürcher Kaltstart

Das Spiel der Zürcher begann alles andere als gut. Bereits nach 65 Sekunden musste der neue US-Amerikaner mit Schweizer Lizenz Dan Fritsche auf die Strafbank. Genf Servette liess sich nicht zwei Mal bitten und nützte das passive Verhalten der Zürcher Box riegellos aus. Mattew Lombardi schloss die schöne Kombination der Genfer eiskalt zum 0:1 ab. Die Zürcher liessen sich durch den frühen Rückstand nicht beirren und suchten den Weg nach vorne. Sie wurden dafür in der 4 Minute belohnt, Marc-Andre Bergeron erwischte Tobias Stephan mit einem seiner gefürchteten Slapshots aus halblinker Position. Im gleichen Stile ging es weiter, beide Teams drückten aufs Tempo, jedoch fehlte dabei die letzte Präzision und Kaltblütigkeit. Die Zürcher hatten nun eindeutig mehr vom Spiel, auch die Strafen auf Genfer Seite häuften sich. Der ZSC konnte daraus aber bis zur Pause kein Kapital schlagen und so blieb es bis zur ersten Pause beim 1:1.

Zürcher überfahren die Servettiens

Nach der Pause holten die Zürcher verpasstes nach – wieder einmal konnte der ZSC im Powerplay agieren. Der wieder genesene Ryan Keller mit dem Pass vor dem Slot auf Bärtschi und der tanzte Stephan aus und schob ein zur hoch verdienten 2:1 Führung. Die Genfer nun völlig von der Rolle und die Zürcher wollten sofort noch einen nachlegen. Zürcher Chancen waren nun fast im Sekunden Takt zu bestaunen. In der 23 Minute geschah was geschehen musste – Bastl mit dem 3:1. Doch war dies nicht ein Kicktor? Nach langem Videostudium entschieden die Schiedsrichter auf Tor, weil ein Genfer als letzter am Puck war. Auch nach dem 3:1 ging es im gleichen Stile weiter und man fragte sich, wieso McSorley kein Timeout nahm. Seine Mannen waren völlig von der Rolle und so kassierten die Genfer die nächste Strafe. Und als sich die Genfer auch den Lapsus leisteten in Unterzahl einen Wechselfehler zu produzieren, bedankte sich Luca Cunti artig und versenkte den Puck zum 4:1 im Angel. Tobias Stephan der arme Kerl konnte einem leid tun. Nun endlich nahm McSorley sein Timeout und dies wirkte, die Zürcher nun etwas zu passiv und die Genfer mit neuem Mut. Und diese wurden dafür belohnt, nur noch 4:2 nach 27 Minuten. Kevin Romy brachte die Genfer Hoffnungen zurück ins Spiel. Nach diesen hektischen Minuten kehrt allmählich wieder ein bisschen Ordnung ins Spiel zurück und der ZSC kontrollierte die Partie souverän. In der 35 Minute folgte wieder einmal ein Zürcher Powerplay und was für eins! Keller, Nilsson und Bärtschi spielten die Genfer schwindlig und erzielten das 5:2 – einfach Weltklasse dieses Tor! In der Folge überstand der ZSC eine Strafe von Bergeron unbeschadet und so  ging es mit einer komfortablen 5:2-Führung in die zweite Pause.

Wann fällt die Entscheidung?

Auch nach der Pause blieb der ZSC die bessere Mannschaft, jedoch ohne zu wirklich hochkarätigen Chancen zu kommen. Die Beste besass Morris Trachsler, er scheiterte jedoch an Tobias Stephan. In der 51 Minute bot sich dem HC Genf-Servette die letzte Chance auf Punkte heute Abend, zum dritten Mal am heutigen Abend musste Marc-Andre Bergeron auf die Strafbank. Und die Genfer packten diese Chance so gleich – Bezina versenkte den Puck von der Blauen Linie mit einem Slapshot zum 5:3 Anschlusstreffer. Und es folgte gleich eine weitere Zürcher Strafe, dieses Mal traf es Blindenbacher. Doch für einmal konnten die Genfer nicht von dieser Gelegenheit profitieren. In der 58 Minute erhielten die Genfer dann noch eine Chance im Powerplay und dieses Mal trafen sie – Jonathan Mercier mit dem 5:4. Nun wurde es nochmals spanend und die Genfer drückten auf den Ausgleich, doch die Zürcher konnten den minimal Abstand über die Zeit retten. Dies war nun der 5 Sieg in Folge. Jedoch waren die letzten 10 Minuten gelinde gesagt nicht gerade das gelbe vom Ei. Am Samstag steht bereits das nächste Spiel – Auswärts in Biel – an.

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