Offener Schlagabtausch in Genf – mit dem besseren Ende für den ZSC

Genf 4:5 ZSC (0:1, 4:2, 0:2)

Das Spiel heute stand im Zeichen von Dan Fritsche. Für den 28-jährigen US-Amerikaner mit Schweizer Lizenz war es heute ein doppelt spezielles Spiel, einerseits war es der erste Auftritt im Dress des ZSC, zum anderen die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Wiederum stand der genesene Lukas Flüeler im Tor.

Zürcher Defensive einmal mehr als Trumpf

Der ZSC startete mit einigem Schwung in die Partie und dies zahlte sich aus. Luca Cunti wurde nach nicht einmal einer Minute gelegt – Powerplay ZSC. Doch für einmal konnten die Zürcher ihr so gefürchtetes Powerplay nicht wie gewünscht aufziehen und so blieb es vorderhand beim 0:0. Auch in der Folge wirkten die Zürcher ein bisschen wacher, insbesondere in der Defensive agierten die Zürcher sehr suverän. Auf der anderen Seite fehlt den Zürcher aber vorderhand die entscheidende Idee. Dies änderte sich in der 11 Minute als sich Sven Senteler ein Herz faste, Tobias Stephan konnte jedoch noch entscheiden eingreifen, so erbte Mike Künzle und dieser erzielte sein drittes Saisontor zum 0:1. Auch in der Folge wirken die Zürcher etwas wacher und präsenter, das 0:2 bleibt ihnen aber verwehrt und so geht es mit einem verdienten 0:1 in die Pause.

Was ist den hier Los?!?

Auch nach der Pause sind es wieder die Zürcher welche die Initiative suchen, doch sowohl Wick als auch Bastl können den Puck nicht im Genfer Tor unterbringen.  Und dann aus heiterem Himmel lag der Puck im Tor von Lukas Flüeler. Denis Hollenstein hatte Flüeler mit einem tückischen Schuss von der Seite erwischt, da sah der Zürcher Torhüter ziemlich alt aus. Doch die Zürcher liessen sich von diesem Gegentreffer nicht beirren, im Gegenteil. Ryan Shannon schloss den nächsten Gegenstoss mit einem Hammer in den Winkel  ab – 1:2 für den ZSC. Aus dem Spiel hatte sich nun ein offener Schlagabtausch entwickelt und von der Defensiven Abgeklärtheit der beiden Teams war nun nichts mehr zu sehen. Und so verwunderte es nicht, dass keine 3 Minuten nachdem 1:2 der Puck schon wieder den Weg in die Maschen gefunden hatte. Robert Nilsson liess die Genfer mit seinem sehr präzisen Handgelenkschuss alt aussehen. In der Folge konnten die Zürcher im Powerplay agieren, aber dieses wollte heute einfach nicht richtig klappen. Und nun drehte Genf mächtig auf und kamen zu etlichen Chancen. Bei den Zürcher ging einige Minuten gar nichts mehr. Die Genfer nützten dies eiskalt aus und drehten das Spiel innerhalb von 3 Minuten vom 1:3 zum 4:3. Marc Crawford zog nun die Notbremse und ersetzte den bedauernswerten Lukas Flüeler durch Tim Wolf. Anschliessend bekamen die Zürcher das Spiel langsam wieder in den Griff, jedoch blieb Genf weiterhin Torgefährlicher und Tim Wolf musste in Unterzahl sein ganzes Können unter Beweis stellen um einen weiteren Treffer der Genfer zu verhindern. Und weil Patrick Bärtschi einen Traumpass von Robert Nilsson kurz vor der Pause nicht verwerten konnte blieb es beim 4:3 für Genf.

Zürcher Antwort? Patrick Bärtschi!

Nach der Pause ging es in gleichem Style weiter, Chancen und Checks zu Hauf und das auf beiden Seiten. Die Zürcher wirkten nun wieder um einiges präsenter und aggressiver. Ein Tor wollte beiden Teams vorderhand nicht gelingen und so dauerte es bis zur 50 Minute als sich Patrick Bärtschi ein Herz faste und den Puck in die Maschen hämmerte. Und dieser Bärtschi dachte sich wohl was einmal klappt, geht nochmals und hämmerte den Puck in der 52 Minute wieder ins Genfer Tor. Was für ein Spiel, unglaublich. Nun war wieder Genf gefordert und sie versuchten in den verbleibenden Minuten alles, doch die Zürcher retteten den knappen Sieg mit Können und ein bisschen Glück über die Linie. Dies war nun der 4 Sieg in Serie für den ZSC. Am Donnerstag steht bereits die Revanche von heute auf dem Programm.