Nach drei Niederlagen der erste Sieg gegen den HCD

ZSC – HC Davos 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

Es war wieder einmal angerichtet, der ZSC spielte zum vierten Mal in der laufenden Saison gegen den HC Davos. Bisher hatten die Bündner alle Partien für sich entscheiden können, jeweils aber nur mit einem Tor Vorsprung. Es waren also jeweils enge Partien, beziehungsweise war der ZSC teilweise sogar besser, verpasste es aber am Ende die Entscheidung zu erzielen. Besonders extrem war dies im ersten Spiel der Saison, wo der ZSC nicht weniger als 37 Torschüsse abgab, die Davoser dagegen nur deren 20.

Ganz egal aber was bisher war, die Zürcher wollten nun den ersten Saisonsieg gegen das Team von Arno del Curto. Selbstvertrauen und Mut sammelten die Zürcher im gestrigen Auswärtsspiel in Rapperswil, wo erneut Nilsson, Wick und Cunti aus dem Kollektiv stachen. Lukas Flüeler wäre wohl für die heutige Partie wieder einsatzbereit gewesen, doch Crawford vertraute noch einmal auf den jungen Nyffeler, der kurz vor Ende des Spiels gegen die Lakers über den Haufen gefahren wurde, aber heute keine Nachwehen mehr davon spürte.

Reibers Spengler Cup Bewerbung
Die Davoser hatten sich wohl das gestrige Spiel der Zürcher gut angesehen, denn Nilsson und Co. wurden von Beginn an gut gedeckt. Gefordert waren also, wie im Vorfeld vermutet, die übrigen Linien des Z. Mit dieser Aufgabe aber waren sie vorerst etwas überfordert und so gab es vorerst auf beiden Seiten wenig bis gar keine zwingenden Torchancen. Was danach folgte, war aber eher bedenklich, denn Reiber und Küng absolvierten das Bewerbungsdrittel für den Gurken-Cup über Weihnachten. Maurer wurde nach gut 10. Minute für einen wohl sauberen Check auf die Strafbank gesetzt. Davos nutzte diese Chance sogleich zum 0:1 in der 12.Minute. Nun hatten die Bündner den moralischen Vorteil auf ihrer Seite und das spürte man auch. Nyffeler und seine Verteidigung wehrten aber alle Versuche erfolgreich ab, selbst in den restlichen sechs Strafminuten, die dem HCD in diesem Startdrittel freundlicherweise, zugesprochen wurden. Es gipfelte wenige Sekunden vor Ende des ersten Drittels darin, dass Crawford eine Bankstrafe für Reklamieren erhielt.

Desorientierung und Ausgleich
Es ist den Zürcher daher hoch anzurechnen, dass sie all diese Strafen schadlos überstanden. Doch das Spiel der Zürcher war nun etwas orientierungslos und extrem war dies bei der eigentlichen Paradelinie um Wick. Sie kamen heute kaum auf Betriebstemperatur und die Leistung dieser Linie fehlte dem Z sichtlich. Trotzdem kam in der 27. Minute der Ausgleich und zwar in Person von Trachsler. Er verwertete einen haargenauen Pass von Shannen von hinter dem Tor zum Ausgleich. Danach spielte nicht der ZSC viel besser, sondern Davos baute ab. Es war nun ein offener Schlagabtausch, welcher zwar diverse Chancen hervorbrachte, aber keine Tore. Es war nun ein umkämpftes und offenes Spiel, auch heute zeigte Melvin Nyffeler seine Klasse und viele würden sich wünschen, dass der junge und symphatische Torhüter später einmal die Nummer werden würde beim Z. Doch vorerst wird Flüeler die Nummer eins bleiben und dass ist auch Nyffeler bewusst.

Trachsler zum zweiten
Zu Beginn des Schlussabschnittes startete dann der ZSC mit mehr Zug aufs Tor. Dennoch hätte das Spiel zu jederzeit auf beide Seiten kippen können. Normalerwise wäre in so einem Spiel, zwischen Zürich und Davos, das Spiel auf Seite der Davoser gekippt, aber heute war es für einmal nicht „normal“. Trachsler erzielte in der 52. Minute den zweiten persönliche Treffer. Im Powerplay wurde er mustergültig von Nilsson bedient. Es war der einzige Geniestreich von Nilsson an diesem Abend, aber der entscheidende an diesem Abend. Ansonsten hatte Daffos diese Linie gut im Griff. Das zweite Tor war eine Kopie des ersten, erneut ein Pass von hinter dem Tor.

Am Schluss brauchte es noch eine abgeklärte Leistung der Zürcher und so endete das Spiel mit einem 2:1 Sieg an diesem Abend. Das Stadion natürlich ausser sich vor Freude. Weiter geht es am Freitag in Lugano.