Der Abend von Luca Cunti und Robert Nilsson

SC Rapperswil-Jona – ZSC 1:5 (0:0, 0:3, 1:2)

Da Lukas Flüeler immer noch an der Hirnerschütterung leidet, welche er sich vor der Nationalmannschaftspause zu zog, stand heute wieder der junge Melvin Nyffeler im Tor. Zudem mussten die Zürcher weiterhin auf die verletzten Bärtschi, Keller, McCarthy, Latendresse verzichten. Dafür konnte Robert Nilsson, welcher sich am Dienstag gegen Davos den Daumen gebrochen hatte, heute wieder mit tun. Gegen Rapperswil gab es nur eine Devise und die hiess 3 Punkte.

Wenig bis gar nichts

In Rapperswil ist zu Beginn des Spiels wenig los. Auf Zürcher Seite fehlt die letzte Entschlossenheit und bei Rapperswil fehlt die Qualität im Drittel des Gegners. So war es nicht verwunderlich, dass es fast 15 Minuten dauerte bis man die erste Grosschance des Spiels verzeichnen konnte – Cunti nach einem fürchterlichen Fehlpass der Rappi Verteidigung allein vor dem Rapperswiler Tor, er konnte diese Chance jedoch nicht nutzten. Nun kam auch Rapperswil zu einer hervorragenden Chance, Melvin Nyffeler zeigte jedoch wiedereinmal seine ganze Klasse und bewies dass er schon in jungen Jahren mit allen Wasser gewaschen ist. Der Rapperswiler Stürmer, welcher Nyffeler zu nahe gekommen war, bekam dies unsanft mit dem Stock zu spüren. Wenige Sekunden vor dem Ende hätte dann der ZSC in Führung gehen müssen – Bastl, Schäppi und Künzle spielten aber den berühmten Pass zu viel und so blieb es beim 0:0. Von den Zürchern musste im Mitteldrittel einfach mehr kommen.

Cunti, Nilsson & Wick – ein Traum!

Die Zürcher schienen dies verstanden zu haben, inbesondere die Linie um Topskorer Cunti, welche zu Beginn des zweiten Drittels mächtig aufs Gas drückte. Dieser Druck wurde in der 27 Minute mit dem 0:1 belohnt. Luca Cunti spielte ein Pässchen auf Wick und der tanzte sich von rechts vors Tor und drin das Ding. Und es kam noch besser – Straffe für Benjamin Neukom- Powerplay für den ZSC. Doch für einen Moment schien das Ganze in die Hosen zu gehen, Melvin Nyfeller mit dem Horror Fehlpass auf Camichel, dieser traf das Tor jedoch nicht. Im Gegenzug konnten die Zuschauer eine Zürcher Traumkombination über Seger, Nilsson und Cunti bestaunen – welche mit dem 0:2 gekrönt wurde. Die Lakers waren nun am Boden. Die Zürcher kannten keine Gnade, insbesondere Cunti und Nilsson. Luca Cunti spielte einen wunderschönen Doppelpass mit Robert Nilsson und dieser schloss kaltblütig ab zum 0:3. Auch das nun folgende Timeout von Anders Eldebrink bewirkte für die Lakers keine Besserung. Künzle hatte den nächsten Hochkaräter auf dem Stock – Ivars Punnenovs konnte jedoch für einmal schlimmeres verhindern. Und so blieb es bis zum Drittels-ende beim 0:3.

Die Cunti Spiele gehen weiter

Die Zürcher starteten mit einem Powerplay ins dritte Drittel und wieder schlug der Puck im Gehäuse der Heimmannschaft ein, Luca Cunti hatte den Schuss von Bastl ins Rapperswiler Tor abgelenkt. So mit war das Spiel gelaufen, aber war noch lange nicht zu Ende. In der 47 Minute gelang den ansonsten harmlos agierenden Lakers der Anschlusstreffer. Dies blieb jedoch das einzige Ausrufezeichen der Heimmannschaft am heutigen Abend, denn auch in der Folge dominierten die Zürcher das Geschehen. Und einer hatte noch nicht genug – Luca Cunti. Wieder agierte der ZSC im Powerplay, Roman Wick spielte den Puck zu Luca Cunti und dieser mit dem nächsten Traumpass auf Trachsler und schon hiess es 5:1. Dabei liessen es die Zürcher dann bewenden und spielten das Ganze cool nach Hause. In der letzten Minute gab es dann noch eine Schrecksekunde, als der heute wieder hervorragend agierende Melvin Nyffeler von einem Rapperswiler Stürmer über den Haufen gefahren wurde. Da man kein Risiko eingehen wollte, kam Daniel Guntern zu einem 12-sekündigen NLA Debut. Morgen steht schon das nächste Spiel auf dem Programm – gegen den HC Davos. Die Chance zur Revanche für die unglückliche Niederlage vom Dienstag.

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