Wieder einmal ein Spiel unnötig aus der Hand gegeben

HC Davos – ZSC 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Der ZSC musste heute wieder ohne die verletzten Lukas Flüeler, Patrick Bärtschi, Ryan Keller, Guillaume Latendresse und Steve McCarthy auskommen. Dafür stand wiederum der 18 jährige Shootingstar Melvin Nyffeler im Tor. Für den ZSC galt es gegen einen direkten Konkurrent um die spitzen Positionen zu punkten.

Viel Tempo – keine Tore

Beide Teams drückten zu Beginn dieses Spiels aufs Tempo. Chancen blieben vorderhand aber aus, bis Cunti in der 7 Minute die halbe Abwehr des HCD austanzte und einen Traumpass auf Robert Nilsson spielte. Noronen, der finnische Ersatz für den verletzten Genoni, reagierte jedoch hervorragend und verhinderte den Zürcher Führungstreffer. Auch in der Folge stand Noronen vermehrt im Mittelpunkt – wieder war es Cunti, welcher seinen Mitspieler – dieses mal Ronald Kenins – mustergültig ins Szene setzte. Doch auch er scheiterte an Noronen. Die Defensiven der beide Mannschaften macht aber ansonsten einen sack starken Eindruck – einzig wenn die beiden Zürcher Tanzmäuse Cunti und Nilsson auf dem Eis standen, wirkte der HCD nicht immer sattelfest. So auch in der 13 Minute als Robert Nilsson die ganze Davoser Hintermannschaft stehen liess und im letzten Moment an Noronen und sich selber scheiterte. Nun kam auch der HCD zu 2, 3 aussichtsreichen Chancen. Sie scheiterten jedoch alle an Melvin Nyffeler, welcher wieder extrem sicher wirkte, oder wurden wie Enzo Corvi von Mathias Seger umgemäht. Das folgende Powerplay des HCD war jedoch sehr schwach und so ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Künzle trifft schon wieder

Der ZSC kam mit viel Druck und Hartnäckigkeit aus der Kabine und wurde prompt belohnt. Mike Künzle erzielte nach schöner Vorarbeit von Roman Wick das 1:0 – es war der 3 Abschluss von Künzle innerhalb von wenigen Sekunden. Der ZSC nun nicht nur Resultat mässig im Vorteil. Man hatte das Spiel nun in der Hand, konnte die eigene Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzten. So auch in der 32 Minute nicht, als Bastl, Cunti und Wick scheiterten. Insbesondere Wick hätte das 2:0 erzielen müssen, traf aber den Schlittschuh von Sven Ryser statt das fast leere Tor. Und wer seinen Chancen nicht nützt, wird irgendwann bestraft. Mathias Seger mit einem kapitalen Fehlpass – Dino Wieser bedankte sich und glich die Partie entgegen dem Spielverlauf aus. Die Zürcher waren nun von der Rolle. Patrick Geering bewahrte seine Mannschaft jedoch mit einer Fussabwehr auf der Linie vor dem Rückstand. Im Gegenzug scheiterte Künzle nach schönem Zusammenspiel mit Roman Wick am Lattenkreuz. In der Folge fing sich der ZSC wieder und war nun wieder das bessere Team, doch wieder konnten die Zürcher daraus keinen Profit schlagen. Und da auch die Davoser mit ihren nun immer gefährlichen Kontern an Melvin Nyffeler scheiterten, blieb es bis zur Pause beim 1:1.

Wer schiesst das entscheidende Tor?

Nach der Pause konnte der HCD das Spiel vermehrt ausglichen gestalten. Die Zürcher Verteidigung wirkte nun nicht mehr ganz so sicher wie zu vor. Chancen waren nun auf beiden Seiten im Minuten tackt zu bestaunen. So auch in der 45 Minute als Dino Wieser seinen Mitspieler Dario Bürgler herrlich freispielte, dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und versenkte den Puck zum 2:1 Führungstreffer für den HCD. Nun war der ZSC gefordert. Doch der HCD verteidigte nun herausragend und auf Zürcher Seite fehlte die nötige Durchschlagskraft. Zudem fehlte seit der zweiten Pause mit Robert Nilsson ein weiterer Stürmer. Die Zürcher rannten weiter an, doch wirkte das Ganze mehr und mehr verzweifelt. Und so kam der HCD nicht mehr gross in Gefahr und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Wieder einmal hat der ZSC ein Spiel, welches er Mehrheitlich im Griff hatte, unnötig und fahrlässig aus der Hand geben. Es war dies die 9. Niederlage mit nur einem Tor Differenz. Am Freitag wartet der Tabellenletzte Rapperswil- Jona und bereits am Samstag hat man die Chance zur Revanche von heute.