Lausanne und Ambri warten am Wochenende

149 Minuten und 22 Sekunden dauerte die torlose Zeit von Melvin Nyffeler, ehe sie am vergangenen Dienstag durch Martin Ness, ausgerechnet einen ehemaligen Mitspieler von Nyffeler, beendet wurde. Es war schon fast zum Mythos verkommen, diese Zeit, die der junge Torhüter bei seinen ersten Einsätzen in der NLA ohne Gegentor erlebte. Alle, insbesondere im Umfeld des Vereins, sprachen nur noch von dieser phantastischen Phase, aber irgendwann müssen auch diese zu Ende sein und wahrscheinlich war dies nicht einmal schlecht. 31 von 34 Schüssen zu halten ist übrigens, betrachtet man die Leistung von Nyffeler, eine ausgezeichnete Leistung.

Die Niederlage gegen Fribourg war unnötig und vor allem bitter, da nach dem Auftaktssieg gegen Fribourg nun wieder zwei Niederlagen gegen das Team von Hans Kossmann folgten und so der „Angstgegner“ wieder näher rückt.

Auswärts in Lausanne unbedingt Punkten
Der HC Lausanne sammelte in den letzten vier Spielen ordentlich Punkte, er nutzte die aktuelle Formschwäche von Rapperswil, Biel und Zug, welche aktuell die Ränge 10-12 belegen. Zuletzt setzte es aber eine Niederlage gegen den HC Lugano ab und somit endete die Siegesserie des Aufsteigers. Einen Bärenanteil am aktuell siebten Tabellenrang hat Christobal Huet, welcher in dieser Saison noch einmal seine ganze Klasse beweist, durch seine Leistungen hat Lausanne die zweitbeste Defensive der Liga mit nur 47 Gegentoren.

Es wird das erste Spiel in Lausanne für den ZSC seit Anfangs 2005 sein, damals stiegen die Lausanner ab und erst auf diese Saison wieder auf. Speziell beim Club aus dem Welschland ist, dass diese fast ohne Trikotwerbung auskommen, was eine Ausnahme im Schweizer Eishockey ist.

Der überraschende Co-Leader
Das der HC Ambri-Piotta an der Tabellenspitze liegt, hat es schon das eine oder andere Mal gegeben, allerdings immer zu Beginn der Saison, also in den ersten zwei, drei Spielen, doch das er dies nach 21 Spielen tut, mag zu erstaunen. Auch wenn es gegen Genf und Kloten in den letzten beiden Spielen jeweils eine Niederlage absetzte.

Was macht den HC Ambri-Piotta aber so stark? Diese Frage scheint auf den ersten Blick einfach zu sein, denn die Leventiner mussten bisher am wenigsten Tore (46) zulassen. Die Rochade um Nolan Schaefer und Sandro Zurkirchen funktioniert in dieser Saison ausgezeichnet, beide Torhüter gehören statistisch zu den besten ihrer Zunft.  Trotzdem spielt das Team von Serge Pelletier wohl doch über ihrem eigentlichen Leistungsniveau und dies wird sich, mit Fortdauer der Saison, wohl schon noch bemerkbar machen. Die Leventiner haben sich wahrlich in einen Rausch gespielt und profitieren nun davon, aber nur schon das Erreichen der Playoffs wäre für Ambri ein grosser Erfolg und da ist natürlich jeder Punkt nützlich. Bereits 41 haben sie davon gesammelt, mit 65 Punkten dürfte die Playoffqualifikation fix sein. Der HC Ambri-Piotta hat sich also eine gute Basis geschaffen um die ersten Playoffs seit der Spielzeit 2005/06 zu absolvieren…