Spielbericht ZSC – EHC Kloten

ZSC – EHC Kloten 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

Nach der Hiobsbotschaft um die Verletzung von Ryan Keller kehrten heute mit Wick und Nilsson zumindest zwei Stammkräfte zurück. Für Nilsson war es der erste Ernstkampf im Dress der Zürcher, zuvor hatte der Schwede erst in der Vorbereitung für den ZSC gespielt. Dort zeichnete er sich insbesondere durch sein feines Händchen und seine punktgenauen Pässe aus. Tim Wolf, der am Samstag noch im Tor stand, wurde heute als verletzt gemeldet. Ersatztorhüter war heute Daniel Guntern, ein junger Torhüter der Elite A.

Die Jungen mit Schwung voraus
Nilssons erster Einsatz wäre beinahe schon mit dem ersten Treffer belohnt worden. Aber im Allgemeinen machte Kloten in den ersten zehn Minuten den besseren, ja frischeren Eindruck. Bis zur Hälfte des ersten Drittels als Kloten mit einer Strafe belegt wurde. Doch das Powerplay funktionierte, wie noch zu oft in dieser Saison, nicht. Soeben war der Klotener zurück, Zürich vertändelte die Scheibe, ein Klotener zog alleine auf Flüeler zu und verbuchte den Treffer. Aber der Z reagierte und zwar in Form der jungen Linie um Senteler. Künzle schoss auf Gerber, der konnte die Scheibe nicht blockieren und Senteler stand dort, wo er es zu tun hat. Alleine vor dem Tor und damit mit ausreichend Freiheiten den Hartgummi in die Maschen zu befördern.

Nilsson weg – Powerplay da
Robert Nilsson war bereits zu Beginn des zweiten Drittels bereits wieder nicht mehr aufzufinden. Daraus machte sich das Heimteam aber nichts und als in der 26. Minute ein Powerplay für den Z lief, da versenkte Seger die Scheibe. Cunti verdeckte Gerber die Sicht und dieser musste zum zweiten Mal an diesem Abend hinter sich greifen. Es waren die Minuten der Zürcher, die Halle war auf einmal da und das schlug sich auf den Z nieder. Nur zwei Minuten nach der erstmaligen Führung gab es bereits den nächsten Treffer. Diesmal traf Luca Cunti gleich selber und zwar ähnlich wie Senteler zum Ausgleich. Quasi vor dem Torwartraum stand er und wartete auf den Abpraller, der dann auch kam und welchen er nur noch einzuschieben hatte.

Es war fast zu perfekt dieses Mitteldrittel, denn der ZSC hatte doch fast alles im Griff und mittlerweile wirkte Kloten auch nicht mehr derart von sich selber überzogen und davon, dass sie dieses Spiel noch gewinnen könnten. Aber der ZSC, insbesondere zwei Fehlverhalten, gaben dem Kantonsrivalen wieder Hoffnung. Konnte der Z die erste Strafe noch problemlos überstehen, so zappelte der Puck beim zweiten Powerplay hinter Flüeler im Tor. Es war jene Phase, in welcher der ZSC am meisten Fehler beging, analysierte am Ende auch Lukas Flüeler.

Der ZSC das glücklichere Team und ein provokanter Gerber
Lange konnte der ZSC diese Führung noch im dritten Drittel halten, aber Kloten drehte mehr und mehr auf. Ein Tor bedeutet im Eishockey wenig bis gar nichts und dass wurde Gerber & Co. immer bewusster. Belohnt wurden die Gäste durch einen Powerplaytreffer in der 48. Minute. Roman Wick sass gerade eine Strafe ab und Kloten nutzte diese Chance. Es war wieder ausgeglichen und dies ist, zumindest wenn es in eine Verlängerung gegangen wäre, kein gutes Omen. Aber der ehemalige Klotener, welcher kurz zuvor noch auf der Strafbank sass, erlöste das Zürcher Publikum in der 50. Minute und einem glücklichen Treffer. Irgendwie prallte die Scheibe via Wicks Stock und über Gerber in die Maschen. Dieser Treffer erhitzte das Gemüt von Gerber nun aber gewaltig. Zuerst warf er einen Puck unfreundlich einem Zürcher nach und danach stöckelte er noch das eine oder andere Mal als ein Zürcher vor ihm standen. Bestraft wurden diese Aktionen zwar nicht, belohnt aber auch nicht und so ging der ZSC als Sieger vom Eis.

Ein schöner Derbysieg, der die Heimwoche der Zürcher eröffnete. Es folgt am Donnerstag Lugano zuhause und am Sonntag noch der SC Bern…