Eine klare Sache für den Z

ZSC – EHC Biel 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)

Die Rückkehr von Robert Nilsson verzögerte sich heute erneut und so wurde die Verletztenliste des Z heute noch nicht kürzer. Es galt heute das Grundmotto: Ja kein Penaltyschiessen heute, denn dort hätten die Bieler wohl den psychologischen Vorteil klar auf ihrer Seite.

Besser als der Gegner, aber noch nicht viel erfolgreicher
In den ersten Sekunden legten die Zürcher einen Blitzstart auf die Eisfläche. Schon nach vier Minuten hatten die Zürcher zwei hochkarätige Chancen vergeben. Sowohl Keller wie auch Zangger scheiterten aber am halb-, beziehungsweise komplett leeren Tor. Es hätte schon 2:0 stehen können, ja vielleicht sogar müssen. Danach glich sich das Spielgeschehen etwas aus, die Bieler hatten nun ihrerseits Chancen, blieben aber zu harmlos. In der 19. Minute hatten die Zürcher dann eine Chance im Powerplay. Das Überzahlspiel lief, Shannon hatte die Übersicht, passte zu Keller, der stand im Slot frei und versenkte die Scheibe in den Maschen. So ging es mit diesem Vorsprung in die Pause.

Biel fast wie Rappi – schlecht
Biel gab in den ersten Minuten des letzten Drittels deutlich ab. Der Z konnte teilweise ungestört kombinieren und lies so den Seeländern nur wenig Raum. Nach 24. Minuten wurde dieser Effort belohnt und Bastl jubelte über das doch eher kuriose 2:0. Von hinter der Torlinie gab Bastl den Schuss ab und dieser prallte via gegnerischem Verteitidiger ins Tor. Es war im Nachgang betrachtet, der Genickbruch für die Bieler. Dies wurde in der 32. Minute und dem Abstaubertor von Latendresse noch deutlicher. Meili konnte Segers Schuss im Powerplay nicht festhalten und der Kanadier stand dort, wo er eben hingehört. Mit dem dritten Zürcher Treffer sank das Niveau der Partie klar. Nicht, dass es vorher ein Topspiel war, aber immerhin bot es noch etwas Unterhaltung. Sinnbildlich der 3:1 Anschlussteffer, der zwar sehnswert war, aber selbst die Bieler mochten sich kaum darüber freuen.

Sentelers Torpremiere
Es besserte nach der zweiten Pause zum Glück noch einmal, denn weitere solche Minuten wären nicht erträglich gewesen. Einer der Gründe für die Steigerung war Sven Senteler, der in der 44. Minute zu seiner Torpremiere in der NLA kam. Alleine vor Meili erhielt er die Scheibe und beförderte diese unter dessen Schoner hindurch ins Netz. Die Vorlage stammte von Baltisberger und dieser nahm die Scheibe gleich eigenhändig aus dem Tor um sie für Senteler aufbewahren. Den Schlusspunkte under diese Partie setzte Schäppi, welcher via „Lupfer“ aus dem Slot ins Tor traf. Die letzten Minuten trugen das Motto: Leben und Leben lassen.

Damit endete ein doch eher einseitiger Hockeyabend im Hallenstadion. Biel war heute nur selten ebenbürtig und der Z machte das Richtige, er unterband das gegnerische Spiel und machte selber die Treffer. Weiter geht es für die Jungs von Crawford bereits morgen in Fribourg.

zscblog.ch „Best Player“
Sven Senteler, der mit seiner Torpremiere in der NLA und erfrischenden spielerischen Art aufzufallen vermochte.