Penaltyschiessen die Tausendste!

ZSC – HC Davos 2:3 (0:0, 1:2, 1:0)

Im Revanchespiel, sieben Tage nach der Niederlage im Bündnerland, musste der Z heute verletzungsbedingt auf Roman Wick verzichten, dagegen kehrte Morris Trachsler in die Mannschaft zurück. Positive Anzeichen gibt es auch von Robert Nilsson, welcher diese Woche zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainierte und dessen Rückkehr in den nächsten Tag erwartet wird. Anstelle von Wick rückte heute Latendresse in die Sturmformation mit Keller und Cunti vor.

Die neuen Linien brauchen Zeit
Beim ZSC brauchte es einen Moment, ehe sich die neuen Linien fanden und er zu ersten Angriffsversuchen kam. Es entwickelte sich in diesen ersten 20 Minuten zwar einiges an Spielfluss, aber die grossen Chancen blieben vorerst Mangelware. In der Folge hatten beide Teams die Chancen zu Toren, aber das erste Drittel blieb für beide Mannschaften ohne Torerfolg.

Führung und unglückliche Entscheide
Es entwickelte sich ein neutrales, aber durchaus spannendes Spiel. Sowohl Genoni, wie auch Flüeler zeigten einige spektakuläre Paraden. Zuerst geschlagen war dann der Davoser Schlussmann. Ein Puck spickte von Freund und Feind zu Bastl, welcher alleine vor dem Tor einschoss. Ein durchaus verdienter Treffer zu diesem Zeitpunkt und das Team von Marc Crawford nun im Aufwind. Es folgten einige gute Chancen, aber es fand kein weiterer Puck den Weg ins Tor.
Bisher hatten nur die beiden Mannschaften gespielt, doch nun wollte auch noch das Schiedsrichterquartett in diese Partie eingreifen. Reiber organisierten in der Folge eine gute Strafenorgie gegen den Z. Doch das Team von Crawford hielt selbst eine kurzfristige doppelte Unterzahl aus. Wenige Minuten danach aber war der schöne Vorsprung dahin. Zu diesem Zeitpunkt waren 33. Spielminuten absolviert. Aber es kam noch bitterer, die Zürcher erneut zurückgebunden durch eine fragwürdige Strafe gegen Shannon. Davos nutzte auch diese Möglichkeit und führte somit. Das Ende des Reiber+Co.-Schauspiel war dann wenige Sekunden vor der zweiten Drittelspause auszumachen. Bärtschi und Crawford machten ihrem Unmut Luft, was den Mannen in schwarz nicht zu gefallen schien. Bärtschi durfte sogleich in die Kühlbox.

Eine lähmende Führung für den HCD
Vorerst wirkte diese späte Führung für den HCD als Klotz für das Team der Zürcher. Kaum ein Angriff klappte nun mehr und auch die Stimmung in der Halle sank auf einen Tiefpunkt für dieses Spiel – trotz fast 10’000 Zuschauern. Aber bereits nach fünf Minuten in diesem letzten Drittel schoss Kenins den Ausgleich. Der zukünftige NHL-Akteur nutze den Verteidiger zwischen sich und Genoni als Sichtschutz und war so erfolgreich. Die Zürcher also nun wieder zurück in der Partie und es kehrte sich alles um 180 Grad innert wenigen Sekunden. Der ZSC nun mit deutlich mehr Spielanteilen, die Davoser teilweise im eigenen Drittel eingekesselt, aber die wichtigen und erfolgreichen Abschlüsse fehlten dem Z. Dies wiederum war ausschlaggebend dafür, dass auch diese Partie in die Verlängerung ging. In eine Nachspielzeit die kaum Torgefahr und noch viel weniger Tore zu Stande brachte. Je länger je mehr, scheinen diese fünf Minute dauernden Verlängerungen mehr zum Abwarten als wirklich zum Angreifen genutzt. Eine Modusänderung wäre hier sicher anzustreben.

Eine Modusänderung hätte aber dem ZSC im Penaltyschiessen kaum geholfen. Denn dort verloren die Zürcher bereits zum x-ten Mal in dieser Saison. Einzig Shannon war für den ZSC erfolgreich und ausgerechnet Ambühl versenkte den entscheidenden Penalty für die Bündner. Diese ergatterten sich damit die Punkte vier und fünf gegen den ZSC innert einer Woche.