Ein perfektes Wochenende und einige positive Erkenntnisse

Ja, Rapperswil war an diesem Wochenende nicht das Mass aller Dinge, was sich nicht nur in den beiden Resultaten (5:0 und 6:3 für den ZSC niederschlägt), sondern war auch sonst schlicht und ergreifend zu harmlos und chaotisch. Dagegen hat beim ZSC an diesem Wochenende auch vieles geklappt, was dem Team für die kommenden Aufgaben, welche definitiv schwerer werden dürften, zusätzliches Selbstvertrauen und Moral geben könnte.

Luca Cunti zurück im Team
Bereits am Freitag kehrte Luca Cunti ins Team zurück und somit war der Paradesturm um Wick, Keller und Cunti wieder formiert. Die Linie zeigte sich dann sogleich auch in Spiellaune und war für zwei der fünf Treffer am Freitagabend zuständig. Tags darauf waren es sogar deren drei, die Paradelinie hat also sofort wieder zueinander geführt.

Durch die Zusammenstellung dieser Paradelinie, vor einigen Wochen, stieg auch die Formkurve von Ryan Keller deutlich. Der aus Genf gekommene Kanadier lebt sich hier in Zürich mehr und mehr ein und hat mittlerweile doch schon fünf Tore und zwei Assists in seiner Statistik zu verzeichnen.

Ein „neuer“ Patrik Bärtschi auf dem Eis
Neben der ersten Linie hat der ZSC nun auch eine extrem starke zweite Sturmformation gefunden. Bärtschi, Shannon und Kenins sorgen für ordentlich Dampf im zweiten Einsatz. Besonders Bärtschi muss bereits jetzt gelobt werden, denn der Flügel zeigt sich so kaltschnäuzig und cool vor dem Tor wie seit langem nicht mehr. Nach nur 12 Spielen hat Bärtschi bereits acht Tore erzielt, während er im letzten Jahr über die gesamte Qualifikation nur gerade deren 12 zu Stande brachte.

Er hat aber mit Shannon nun auch einen äusserst guten Vorbereiter an seiner Seite und mit Kenins einer, der sich auch noch einmal gesteigert hat auf diese Saison hin. Der Lette lässt es noch etwas mehr krachen an der Bande und verschafft sich und seinen Mitspielern dadurch einiges an Freiräume.

Die Stärken der Zürcher werden bereits am Dienstag gegen den HC Davos wieder gefordert sein, dann steht nämlich wieder ein deutlich härterer Gegner auf dem Eisfeld, als es dieses Wochenende Rapperswil war.