Rappi unterirdisch – der Z mit drei Punkten

ZSC – Rapperswil Jona 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Heute gegen Rapperswil zu Hause und morgen am anderen Ende des Zürich Sees, so sieht das Programm der Zürcher für dieses Wochenende aus. Diese Doppelrunden gegen denselben Gegner sind in den letzten Jahren schon fast zur Normalität geworden. Beim Team von Anders Eldebrink ist zurzeit die Krise zu Besuch. Nur gerade sieben Punkte aus den ersten zehn Spielen bedeutet mit drei Punkten Rückstand der letzte Platz. Problematisch ist bei Rapperswil insbesondere die Defensive und die Torhüter. Aebischer mit einer Fangquote von unter 87% und Punnenovs, welcher aus Lettland stammt und in diesem Winter aus dem Nachwuchs zur ersten Mannschaft gekommen ist, mit einer Quote von knapp über 89% gehören auch in diesem Bereich nicht in die Spitze.

Beim Z kehrte heute Luca Cunti in die Aufstellung zurück. Damit hatte Zürich ein belebendes Element zurück in seinen Reihen.

Rapperswil spielt entsprechend der Tabellensituation
Schnell wurde den Matchbesuchern im Hallenstadion schnell klar, warum Rapperswil auf dem letzten Tabellenrang verweilt. Da war keine Organisation zu sehen, kein gepflegter Spielaufbau und noch viel weniger Selbstvertrauen. Zürich waltete und schaltete in diesem ersten Drittel doch mehr und minder ungestört. In der siebten Minute wurde dies dann auch belohnt, als Keller am Torecken stand und einen Pass von Blindenbacher verwertete. Sowieso wirbelte die Linie um den zurückgekehrten Cunti, Keller und Wick ordentlich in der Verteidigung von Rappi herum. Selbst in Überzahl war die Hintermannschaft von Eldebrink verwirrt und so kam Kenins in der 19. Minute zum 2:0. Der Lette profitierte von einem Abpraller, welcher Bergeron mit einem satten Slapshot provozierte.

Auch im zweiten Drittel Rappi ohne Chance
Es wurde wortwörtlich weiter auf dem Eis herumgekurvt an diesem Freitagabend. Der ZSC musste nicht mehr tun und Rappi war schlicht nicht fähig dazu. Es gab nur wenige Higlights in diesem eher lauen Hockeyspiel. Zum einen war dies eine Keilerei unterhalb der Logen, welche auch der NSW noch etwas Arbeit bescherte. Auf der anderen Seite waren es die beiden Tore für die Truppe von Crawford. In der 32. Minute wurde Latendresse gelegt, lief zum Penalty an und verwandelte diesen gleich selbst äusserst kaltblütig. Sekunden später gab es auch noch den vierten Treffer für den Z. Zum zweiten Mal an diesem Abend traf Kenins ins Tor.

Ein Drittel ausschliesslich für die Statistik
Im letzten Drittel ging es dann um gar nichts mehr, nicht einmal mehr um die goldige Ananas. Dafür waren die Gäste schlicht zu schlecht und der Z tat nicht viel mehr, als es eben brauchte. Eine solche Leistung reicht sonst wohl kaum gegen übethaupt ein Team, aber gegen die Seebuben war es fast zu viel. Roman Wick setzte im Powerplay noch den Schlussstrich unter diesen bescheidenen Eishockeyabend. Geht es morgen so weiter, dann erwartet die Zürcher ein lockeres Wochenende mit zwei Siegen. Aber natürlich, auch die morgige Partie muss erst gewonnen werden…