Und immer wieder im Penaltyschiessen

EHC Kloten – ZSC 4:3 (2:1, 0:1, 1:1)

Sonntag ist kein Tag für Eishockey und so quälten sich die Z Fans bereits um kurz vor zwei zum Bahnhof Oerlikon. Anstatt über Kloten führte der Weg der Zürcher aber über den Bahnhof Balsberg via Flughafen. Gut 100 Personen nahmen diesen doch deutlich längeren Weg in Kauf. Es war ein lautstarker, farbiger, aber auch friedlicher Marsch. Offensichtlich scheint der Ruf der aktiven Fans eben doch schlechter zu sein, als er in Realität ist. Auch wenn es wohl in den Medien nicht auf Interesse stösst, da solch eine Meldung nicht „medien“-sexy ist, war das heute gute Werbung für die aktive Fanszene.

Beim ZSC war heute Reto Raffainer mit an Bord, welcher die Lücke der Verletzten mit viel Erfahrung füllen sollte.

Zu viele Strafen gegen den ZSC
Zu Beginn merkte man wenig, von den Absenzen beim Z. Dieser gute Start wurde sogleich belohnt, als Keller in der vierten Minute per Backhamd die Scheibe unter Gerber hindurch wischte. Er beflügelte, dieser Führungstreffer und es gab gleich noch mehr Chancen für den ZSC. Sogar ein Powerplay gab es noch, aber nur kurz und da startete eine Strafenorgie gegen Zürich. Bei der ersten doppelten Überzahl, welche nur elf Sekunden dauerte, schepperte es bereits bei Flüeler. Acht Minuten waren da gespielt.
Es gab weiter Strafen gegen Zürich und Kloten erhielt dadurch die totale Kontrolle über das Spiel. Mit dem 1:1 konnte bis anhin der Z besser leben. Lange dauerte aber dieses Resultat nicht, denn in der 17. Minute lag Flüeler am Boden, die Schiedsrichter meinten keine Behinderung gesehen zu haben und so fiel das 2:1. Ein extrem bitterer Treffer.

Der Z spielerisch besser
Die Pause half dem Team von Marc Crawford und anschliessend drückte der Z wieder mehr auf das Tempo. Belohnt wurde der ZSC in der 28. Minute und einem traumhaften Treffer von Shannon. Wobei vor allem der Pass von Blindenbacher zu erwähnen war, er setzte die komplette Verteidigung ausser Gefecht und Shannon musste nur noch einschieben. Die Verteidigungsarbeit wurde nun beidseits auf Eis gelegt, viele Chancen vor beiden Torhütern war die Konsequenz daraus. Die Trainer mussten sich wohl ab diesem Umstand die Haare raufen. Drei Sekunden vor Ende hatte der Z noch ein Bully im Drittel der Klotener und Crawford nahm Torhüter Flüeler aus dem Spiel. Es war ein starkes Zeichen, aber keines welche den Erfolg brachte.

Schon wieder eine Verlängerung
Im letzten Drittel gab dann das Niveau merklich ab, sowohl auf, wie auch neben dem Eis. Es war halt Sonntag und dies machte sich bemerkbar – mehr und mehr. Selbst als der Z nach 47. Minute in Führung ging und man den Eindruck erhalten konnte, dass die Zürcher dies nun in den Griff bekamen, da kam der sofortige Ausgleich. Cuntis Tor zur Führung wurde wenige Sekunden danach wieder gekontert. Es war irgendwie typisch für das Spiel.

Und so musste es ja fast wieder zu einem Penaltyschiessen kommen. Dort unterlag der Z zum dritten Mal in dieser Saison in einer Kurzentscheidung. Auch wenn der Z, betrachtet über das gesamte Spiel, sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft. Am Schluss aber zählt nur das Resultat und dieses zeigt den EHC als Sieger. Bittere Erkenntnis!

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