Zu Gast beim Leader nach Verlustpunkten

Es wartet das zweite Derby der diesjährigen Eishockeysaison und das erste in der laufenden Meisterschaftssasion. In der Vorbereitung, anlässlich des Team-Cups in Küsnacht, gab es die Affiche bereits einmal, dort verliessen die Klotener das Eisfeld als Sieger. Auch wenn die Zürcher dazumal mit dem halben GCK Kader aufliefen, so scheinen die Klotener eben doch konkurrenzfähig, wie ein Blick auf die Tabelle beweist. Fünf Spiele und zwölf Punkte bedeutet Platz 2, aber mit einem Spiel weniger als der Leader HC Davos.

Aber gleich das erste Derby findet an einem Sonntag statt. Sonntagsspiele sind allgemein wenig beliebt bei den Eishockeyfans. Um 15:45, wenn es draussen vor und nach dem Spiel noch hell ist, kommt irgendwie einfach keine Atmosphäre auf. Ein Umstand, welcher sich in dieser Saison, zumindest bei den Duellen gegen Kloten, wiederholen wird.

Santala, DuPont und Bodenmann in Topform
Bei Kloten spielen sich aktuell drei Akteure in den Vordergrund. Sowohl Santala, wie auch Bodenmann und DuPont haben bereits acht Punkte gesammelt. Sie sind, zusammen mit Martin Gerber, der Grundstein des bisherigen Erfolgs der Klotener in dieser Spielzeit. Es scheint fast so als hätte sich der Kantonsrivale, in der zweiten Spielzeit nach dem „fast“-Konkurs, gefangen und würde zumindest sportlich wieder nach Vorne blicken. Wie nachhaltig die ganze Geschichte ist, insbesondere für die Vereinskasse, muss sich aber noch weisen.

Viele Verletzungen und das Genfspiel
Beim ZSC gibt es zwei Fragen, die aktuell in Raum stehen. Wie verkraftet der ZSC die zusätzlichen Verletzungen und zu was für einer Reaktion ist er im Stande? Neben Nilsson und McCarthy sind seit Dienstag fallen nun auch Trachsler und Neuenschwander aus. Die Zürcher haben also, bereits nach sechs Spieltagen, bereits ein ordentliches Lazzaret vorzuweisen. Verstärkung von GCK wird da unumgänglich sein, sofern Crawford nicht nur mit drei Linien auflaufen möchte.

Zudem sind die Zürcher gefordert, auf die doch eher blamable Niederlage gegen Genf eine Reaktion zu zeigen. Der Trainer jedenfalls hatte sichtlich wenig Freude an der Art und Weise dieses Punktverlustes vor heimischen Publikum. Entsprechend hart war die letzte Trainingswoche, ob dies Wirkung zeigt, stellt sich morgen Sonntag heraus.