Ein Erfolg gegen den HC Lugano wäre angebracht

Man kann den Saisonstart der Zürcher irgendwie nicht richtig fassen. Zuerst das 2:0 gegen Fribourg, dann die eigentlich unnötige Niederlage in Biel – nachdem man im Penaltyschiessen bereits mit 2:0 führte – und jetzt noch die Niederlage gegen Bern in der Verlängerung – hier vergab man ebenfalls einen Vorsprung von zwei Längen. Trotzdem sind die Niederlagen nicht so absolut zu werten, da der ZSC doch gute Ansätze auf das Eis legte und oftmals die Klasse zeigte, auch wenn es am Schluss dann nicht klappte.

Erschwerend kommt noch dazu, dass nun nach Nilsson auch noch McCarthy ausfällt. Die Verletzungshexe hat also wieder zugeschlagen und was nun tun? Nilsson dürfte in den nächsten ein bis zwei Wochen wieder zurückkehren, aber McCarthy wird bis zu den olympischen Spielen hin fehlen. Eine Option wäre, denn neuen Ausländer von GCK, Alex Nikiforuk, kurzfristig zu engagieren. Doch GCK, welche aus drei Spielen neun Punkte erreicht haben, möchte natürlich die Punkte für eine Playoffqualifikation auch einfahren, solange der Schwung vorhanden ist. Trotzdem steht natürlich die erste Mannschaft im Vordergrund und da wird, wohl oder übel, GCK geschwächt werden müssen um dem ZSC eine zusätzliche offensive Option bieten zu können.

Weiter wird sich Edgar Salis, gemäss Medienmitteilung des Clubs, ab sofort wieder auf dem Ausländermarkt umsehen und mögliche Optionen für eine fünfte Lizenz prüfen. Möglich, dass aus den anstehenden Camps der NHL-Team der eine oder andere aussortiert wird, welcher durchaus eine reelle Verstärkung für den ZSC ist. Wir werden sehen.

Im Gleichschritt mit dem HC Lugano
Der HC Lugano hat aus den ersten drei Partien ebenfalls fünf Punkte erspielt und ist damit punktgleich einen Platz vor den Zürchern. Beim Team von Patrick Fischer hat sich in der Sommerpause wenig getan, der nennenswerteste Zuzug war klar jener von Dan Fritsche und Julian Walker aus Genf. Daneben wurden noch Campoli (Biel, NHL), Walsky (ebenfalls Genf) und Kparghai (Biel) unter Vertrag genommen.

Die Verantwortung liegt also weiterhin auf den bewährten Kräften wie Domenichelli (37), Metropolit (39) oder Brett McLean (35). Ähnlich wie bei Bern muss auch hier in den nächsten Jahren eine Auffrischung erfolgen. Erschwert wird dieser Prozess in dieser Saison durch viele verletzte Spieler. Conne, Murray, Walsky und Kparghai werden aktuell als verletzte Akteure angegeben. Das vereinfacht die Sache für die Tessiner auch nicht.

Für beide Teams dürfte die morgige Partie einen wichtigen Stellenwert haben, da sie den aktuellen Trend – nach oben oder unten – definiert.