Zu viele Fehler verhindern den Sieg!

SC Bern – ZSC 4:3 (0:1, 1:2, 2:0)

Seit dieser Saison ist auch der SC Bern auf den Trend aufgesprungen, die Gästesektoren zu verkleinern. Von gut 1200 auf 900 sollen die Mutzen, gemäss eigenen Angaben, den Sektor verkleinert haben. Nach eigenen Schätzungen ist dieser aber um mehr als die Hälfte verkleinert worden…

Ein defensiv unglaublich starker ZSC
Es ging aber natürlich primär um den Sieg und weniger um den Gästesektor. Dies hatte auch das Team verstanden und nach keiner Minute war Bührer bereits geschlagen. Ein abgelenkter Pass von Cunti landete bei Schäppi und der jubelte bereits. Nun verteidigte der ZSC mehr und mehr nur noch sein Tor. Fast musste man befürchten, der Z wolle nur zu Null spielen. Lukas Flüeler konnte ja heute, also nach 25 Minuten in diesem Spiel, den Startrekord überflügeln. Gegen Ende des ersten Drittels kassierten die Gäste noch zwei Strafen und dort wurde es enger und enger. Doch Glück und viel Können brachte der Z torlos durch dieses Drittel.

Ein Gegentor, aber eine doppelte Reaktion
Im zweiten Drittel spielte dann zu Beginn nur noch der SCB. „Alles für den Rekord“, schien beinahe das Motto der Zürcher zu sein. Nach 159 Minuten war es dann passiert, der Z zu passiv und Bern mit dem Ausgleich. Nun konnte also das Hockeyspiel beginnen. Die Zürcher Mannschaft begriff dies und reagierte zwei Minuten später. Im Powerplay zog Shannon ab und den Abpraller wischte Bastl ins Tor. Nun drehten die Spielanteile und Lukas Flüeler war weniger unter Beschuss. Wenige Sekunden vor der zweiten Sirene wurde dann dieser Effort auch noch belohnt. Bergeron erhielt einen Pass an die blaue Linie, täuschte den Schuss an, zog weiter und schlenzte diesen Puck in die Maschen.

Die Wende der Berner und das enttäuschende Ende
Mit diesem mentalen Vorteil startete das dritte, aber nicht das letzte Drittel in diesem ersten Duell der Saison. Doch er hielt nicht lange, Kenins vertändelte die Scheibe – während einem Wechsel der eigenen Mannschaft – und Bern nutzte dies eiskalt aus. Solche Fehler sollte man sich in Nordamerika besser nicht erlauben, wenn man spielen möchte. Der Z hatte auch gleich noch eine Überzahlchance. Doch statt einen Topf zu schiessen und Gegensteuer zu geben, erhielt das Team von Marc Crawford einen. Plüss versuchte Zeit zu schinden, !!!fünf!!! Zürcher agierten halbherzig und liessen den Captain der Berner gewähren. Anschlusstreffer für Bern und eine erneute Wende der Spielanteile in dieser Partie.

Es waren wieder die Berner, die anschliessend wieder den Takt angaben. Die beste und beinahe auch einzige Chance in diesem Drittel hatte Cunti in der 49. Minute. Doch der Pfosten ersetzte den geschlagenen Bührer. Es musste also eine Verlängerung her und in dieser war schon der nächste individuelle Fehler auszumachen. Auch Shannon liess sich die Scheibe in der offensiven Zone – während einem Wechsel der eigenen Mannschaft – abluchsen. Lehtonen nahm diese Einladung dankend an und schoss sein Ex-Team ab.

Drei individuelle Fehler verhinderten heute den Sieg. So viele mag es einfach nicht leiden, auch wenn man drei Tore schiesst…