Defensiv top – vor dem Tor noch zu zahm

Es war noch kein Feuerwerk, welches der ZSC in den ersten beiden Partien zündete. Besonders Offensiv ist bei den Zürchern noch ganz viel Steigerungspotenzial, insbesondere dann, wenn es um den direkten Zug aufs Tor geht. Man könnte darin, sofern man etwas kritisieren möchte, bereits die Schwäche der Saison erkannt haben. Wie bereits im Vorprogramm des Blogs angesprochen, ist noch unklar, wer die Tore von Monnet und Ambühl ersetzen kann. Technisch und läuferisch dagegen zeigte sich der Z seinem Gegner mehrheitlich überlegen. Es braucht also noch diesen Knipser, der die herausgespielten freien Räume nutzen kann.

ZSC – HC Fribourg-Gotteron:
Vor dem Spiel wurde mehr über die neue Lichtshow, als über den eigentlichen Saisonstart gesprochen. Das knapp sieben Minuten dauernde Intro vermochte dann mit seiner Grafik und Grösse zu überzeugen. Dagegen spricht die Länge – betrachtet man den Umstand, dass dies nun noch weitere 24 Mal in der Saison zu sehen ist – und die weitere Annäherung zur NHL. Am Ende gibt es noch Powerbreaks und ständige Werbeunterbrechungen. Der Kern – das Eishockey – geht mehr und mehr verloren.

Zurück aber zum Sport, zu dem was ja eigentlich für die meisten im Zentrum steht. Der ZSC wirkte schnell überlegen und kombinierte sich durch die gegnerischen Reihen. Trotz dieser optischen Überlegenheit hatte das Heimteam über die gesamte Partie nur fünf Chancen mehr. Es wurde eben gut kombiniert, aber zu wenig oft der Abschluss gesucht. Dennoch reichte es dank den beiden Toren von Bärtschi und Cunti zu einem am Ende verdienten 2:0 Sieg.

EHC Biel – ZSC:
Im ersten Auswärtsspiel agierte der Z dann etwas defensiver und hatten somit auch weniger Chancen. Es brauchte schon einen hervorragenden Lukas Flüeler, der wie sein Gegenüber Lukas Meili die Null bis nach der Verlängerung halten konnte, um das erste Gegengoal der Saison zu verhindern. Auch wenn es am Schluss eine Niederlage im Penaltyschiessen gab, bleibt der ZSC in den ersten 125 Minuten torlos und dies ist doch ein absolut positiver Fakt. Die Verteidigung scheint sattelfester und besser als in der vergangenen Spielzeit zu sein.

Ein lustiges Detail gab es dann noch am Rande zu erwähnen: Die Zürcher Fans hielten zu Beginn noch ein Spruchband mit der Aufschrift „Het nie dänkt, dass es so intensiv wird“ in die Höhe. Der Tagesanzeiger liess sich dann auf die Spekulation ein, dass dies mit der letztjährigen 7:0 Niederlage gegen Biel in Zusammenhang steht. Dies dürfen wir hier an dieser Stelle verneinen.

Zusammengefasst sind die vier Punkte aus den ersten beiden Spiele eine gute Ausbeute. Keine Tore erhalten, wenige geschossen – ein vielleicht nicht allzu spektakulärer Umstand, aber eine solide Basis für die nächsten 48 Qualifikationsspiele. Den nächsten Test gibt es gegen den SC Bern, welcher einen Fehlstart zu verkraften hat.