Ein Lukas Flüeler (alleine) reicht nicht…

EHC Biel 1:0 ZSC (0:0; 0:0; 0:0) n.P.

Für den ZSC stand heute bereits das zweite Spiel der Saison an, die Gastgeber hatten dagegen ihre Saisonpremiere. Das letzte Spiele gegen den EHC Biel weckte keine gute Erinnerungen, dieses ging Ende Februar kurz vor den Play-offs mit 0:7 verloren und sorgte insbesondere bei Kloten für grossen Ärger. Es galt also, wenn auch etwas spät, diese Schmach aus zu tilgen.

Zürcher Kaltstart – Lukas Flüeler hellwach
Jedoch starteten die Bieler auch heute besser in die Partie. Patrick Bärtschi kassierte bereits nach wenigen Sekunden eine Strafe, nur dank Lukas Flüeler und einem guten Boxplay blieb es beim 0:0. Nachdem Bärtschis Strafe abgelaufen war, kassierten die Zürcher die nächste Strafe. Doch erneut spielten die Zürcher ein hervorragendes Boxplay, liessen den Bielern wenig Freiraum und kamen durch Reto Schäppi zu einer Riesenchance. Er scheiterte jedoch an Lukas Meili, der wie sich später zeigen sollte, zum Matchwinner avancierte. Auf der anderen Seite hatte Lukas Flüeler einiges Glück, als die Bieler nur den Pfosten trafen. Die Seeländer blieben in der Folge die aktivere Mannschaft, ohne jedoch zu nennenswerten Chancen zu gelangen. Beim Team von Marc Crawford brauchte es etwas Zeit um auf Betriebstemperatur zu kommen. Erst nach nach rund 15 Minuten fanden sie besser ins Spiel und drücken bis Drittelsende auf den Führungstreffer. Jedoch scheiterten der Reihe nach Shannon, Cunti, nochmals Shannon und Bastl am neuen Biel Goali Lukas Meili. So ging es mit einem 0:0 in die Drittelspause.

Die Zürcher nun besser im Spiel
Kurz nach der Pause setzte Marc-André Bergeron das erste Ausrufezeichen – ein Kracher von der blauen Linie, welcher Lukas Meili jedoch sicher unter sich begrub, scheuchte die anwesenden Zuschauer in Biel auf. In der Folge blieben Chancen auf beiden Seiten Mangelware, bis Luca Cunti in der 30. Minute plötzlich alleine vor Lukas Meili aufkreuzte. Doch der geniale Techniker scheiterte , wie auch Sandro Zangger im Nachschuss. Auch in der Folge konzentrierten sich beide Teams auf die Defensive, was sich auch auf der Anzeigetafel niederschlug. So blieb es auch nach 40 Minuten beim 0:0. Die beiden Lukas waren die bisher besten Akteure auf dem Feld.

0:0 nach 60 Minuten und ein Comeback im Penaltyschiessen
Die Bieler wirkten nun spritziger und entschlossener als die Zürcher. Und so rückte Lukas Flüeler und die Zürcher Defensive mehr und mehr in den Mittelpunkt. Die Zürcher Verteidigung wirkte allerdings sehr sattelfest und gewährte Biel nur wenige gute Chancen zu. Und diese machte Lukas Flüeler alle zu Nichte, er war auch heute der beste Zürcher und für die Bieler vorderhand nicht zu überwinden. Sein Gegenüber Lukas Meili hatte nun merklich weniger zu tun, doch auch er löste seine Aufgabe mit grandios. Der 21-jährige zeigte ein starkes Debut bei Biel. So blieb es auch nach 60 Minuten beim 0:o – ein Spiel der Torhüter.

Wo das Spiel nach 60 Minuten aufgehört hatte, da ging es in der Verlängerung weiter – Biel bemüht aber harmlos, die Zürcher destruktiv. Und so verwunderte es nicht, dass das Penatlyschiessen über diese Partie entscheiden musste. In dieser Kurzentscheidung sahen die Zürcher – nach Toren von Bärtschi und Wick – wie der sichere Sieger aus, ehe Oliver Kamber und Stefan Ulmer für den EHC Biel ausglichen. Besonders der Penalty von Ulmer war derart cool bespielt, dass einem der Kiefer unten blieb. Als Oliver Kamber auch seinen zweiten Penalty versenkt hatte, musste Shannon unbedingt treffen. Der Puck flog, landete auf Meilis Schoner und niemand wusste, ob der Puck nun im Tor war oder nicht. Die Schiedsrichter konsultierten das Video mehrere Minuten und gaben den Treffer nicht, da nicht ersichtlich war ob die Scheibe mit vollem Umfang die Linie überquert hatte. So gewann der EHC Biel den zweiten Punkt. Morgen ist der ZSC spielfrei. Am nächsten Dienstag geht es in Bern gegen den Meister weiter.