Zürcher Sieg gegen harmlose Zuger

ZSC – EV Zug 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)

Die letzten beiden Vorbereitungsspiele absolviert der ZSC im Rahmen des alljährlichen Team-Cups, der in der Kunsteisbahn Küsnacht stattfindet. Vier Teams spielen am Freitag den „Halbfinal“ aus und am Samstag treffen jeweils die beiden Sieger zum „Finale“ aufeinander. Der ZSC durfte zuerst gegen den EV Zug, gegen welchen er zu Beginn der Vorbereitung knapp mit 1:0 verloren hatte, ran.

Beim ZSC herrscht Optimismus für die neue Saison, so wie die Zürcher sich gestern an der Pressekonferenz vor der Saison zeigten. Marc Crawford schwärmte über die Skills und die Qualitäten der Neuzuzüge Nilsson, Bergeron und Künzle. Sportchef Edgar Salis zeigte sich über das Sommertraining, insbesondere das Cross-Fit, hocherfreut und Peter Zahner vermeldete einen erhöhten Verkauf von Saisonkarten für die neue Saison. Alles in allem scheint das Schiff „ZSC“ also auf Kurs zu sein, ob dies Tatsächlich so ist, wird man aber frühestens am nächsten Donnerstag beim Eröffnungsspiel gegen Fribourg.

Zürcher Traumstart
Heute ging es zuerst Mal darum, das letzte Spiel der European Trophy zu gewinnen. Und so gingen die Zürcher auch zu Werke. Keine zwei Minuten waren gespielt und da lag der Puck bereits im Zuger Tor – der Neuzugang von den GCK Lions, Mike Künzle verwertete gekonnt einen Abpraller. Auch nachdem Führungstreffer drückten die Zürcher aufs Tempo und kamen zu etlichen Chancen. Doch weder Wick noch Bastl konnten die Grosschancen in Tore ummünzen. In der sechsten Minute landete der Puck dann doch erneut im Zuger Tor. Blindenbacher mit einem herrlichen Slapshot von der blauen Linie war erfolgreich. Auch mit dem 2:0 im Rücken ging das Zürcher Einbahneishockey weiter, von den Zugern war weiterhin wenig bis gar nichts zu sehen. Dass man die Zuger jedoch nie aus den Augen lassen sollte, bewies Björn Christen in der 12. Minute. Als er vor dem Zürcher Tor vergessen wurde und mit einem herrlichen Schuss ins Kreuzeck auf 2:1 verkürzte. Dieses Tor gab den Zuger ein wenig Auftrieb, jedoch blieben die Zürcher am Drücker. So auch in der 18. Minute als Wick die ganze Zuger Abwehr mit einem Pass vernaschte, allerdings war auch Bastl von diesem Traumpass überrascht und konnte diese Riesenchance nicht nutzen. So gingen es mit einem 2:1 Vorsprung in die Pause, ein schmeichelndes Resultat für den EV Zug.

Wo bleiben die Chancen?
Auch nach der Pause hatte die Zürcher die Zuger fest im Griff. Teilweise spielten die Zürcher Powerplay bei nummerischer Gleichzahl. Gute Chancen konnte man dabei aber nicht herausspielen. Die Zuger blieben allerdings noch harmloser als im ersten Drittel und so verwunderte es nicht, dass in diesem Drittel keine Tore fielen. Alles in allem vermochte der Auftritt der Zürcher heute zu überzeugen, man merkt, dass sich der ZSC Spiel um Spiel steigert.

Trotzdem spannend bis zum Schluss
Im dritten Drittel nahmen die Zuger das Heft vermehrt in die Hand und kamen nun zu ein paar Chancen, welche aber allesamt von Lukas Flüeler abgewehrt wurden. Nach einer Zuger Strafe drückten die Zürcher wieder aufs Gaspedal und kam zu einer Reihe von Chance, eine davon verwertete Ronald Kenins zum 3:1. Die Sache schien gelaufen zu sein, bis der ZSC in der 53. Minute eine Strafe kassierte. Und die Zuger nützten diese Chance prompt – Björn Christen mit seinem zweiten Treffer am heutigen Abend. Nun wurde es nochmals spannend. Die Innerschweizer drückten auf den Ausgleich, kamen aber zu keinen weiteren nennenswerten Chancen. Auf Zürcher Seiten vergaben Bärtschi und Keller die Entscheidung. So blieb es bis zum Schluss beim 3:2 für den ZSC. Damit qualifizierten sich die Zürcher für den morgigen Final des Team-Cups, welcher um 20:15 gegen Kloten statt findet – Das erste Derby der Saison!