Finnland: Ein Rückblick auf die Reise in den Norden

Gut vier Tage Helsinki, zwei Spiele und jede Menge Erlebnisse im Norden. Was bleibt und was wird ziemlich schnell in Vergessenheit geraten? Hier ein kleiner Rückblick auf ereignisreiche Tage.

Mittwoch: Die Ankunft
Um knapp 23 Uhr finnischer Zeit landete die Maschine der Finnair an diesem Mittwochabend. Die Vorfreude auf dieses Wochenende war schon ins Unermessliche gestiegen. Bereits bei der Ankunft erwartete uns eine Überraschung. WLAN an jeder Ecke! Was zuerst noch toll und super war, stellte sich aber je länger je mehr als etwas bemühend heraus. Die Versuchung das Natel zu zücken und etwas zu schreiben war dann doch deutlich zu hoch.

Donnerstag: Entdeckungstour
Die ersten Eindrücke bei Tageslicht waren dann durchwegs positiv. Eine saubere Stadt, die vom Standard her keine grossen Unterschiede zu Zürich bot. Einzig Abfalleimer und Lebensmittelgeschäfte waren nicht gerade im Überfluss vorhanden, aber ansonsten ist es eine sauber hergerichtete Stadt im Norden. Der Donnerstag war auch der Anreisetag, an welchem fast alle übrigen Fans anreisten. Plötzlich traf man regelmässig auf bekannte Gesichter – zumindest ganz bestimmt als man das Casino in der Sports Academy betrat. Die Sports Academy Bar sollte sowieso etwas zum Zentrum des Lebens für die Zürcher Anhänger werden an diesem Wochenende. Dazu aber später noch mehr.

Freitag: Ein kleines Chaos und der Pepsi-Trick

Tikkurila Valti Areena Vantaa

Tikkurila Valti Areena Vantaa

Am Freitag gab es dann auch zum ersten Mal Eishockey zu begutachten. Durch die Zeitverschiebung in den Norden gab es bereits am Morgen einiges Chaos um die Anspielzeit. Beginnt die Partie jetzt um 18:30 Schweizer Zeit oder Finnischer Zeit? Nun, irgendwann wurde dann auch dieses Problem gelöst und man traf sich mit ausreichend Reserve am Bahnhof Helsinki für die gemeinsame Fahrt.

Dass aber Zug fahren nicht so einfach ist im Ausland, wurde einem hier wieder einmal bewusst. Schlussendlich ist Gleis 19 nicht Gleis 6, aber ein kleiner Zwischensprint schadet grundsätzlich auch nicht und zum Glück hatte es überall WLAN. Auch ein Billet zu lösen, trotz Nachfrage bei einer Angestellten der finnischen Bahn, ist nicht so einfach und so kann man froh sein, wenn man als Tourist erkannt wird und so einen gewissen Bonus erhält.

Als wir dann irgendwann in Vantaa ankamen und tatsächlich in der Eishalle waren, da wurden alle jene bestraft, die sich von den warmen äusseren Bedingungen trügen liessen. Alle ohne Pullover oder Jacke hatten hier absolut verloren. Und als diese sich ein wärmendes Bier antun wollten, mussten sie feststellen, dass der Konsum von Alkohol nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt ist. Okey, füllten wir halt alles in die Pepsi-Becher um und „Schwups“ war das Bier im Stadion.

Samstag: Das zu frühe Spiel und die lange Nacht
Nach dem Spiel vom Freitagabend gab es kaum eine Pause, denn bereits 18 Stunden später folgte der nächste Auftritt. Diesmal aber besser informiert über die Zugverbindungen und so definitiv auch entspannter am Ziel. Dagegen etwas überrascht war man ab der Regelung, dass das Trinken von Bier im Zug verboten sei. Der Kontrolleur nahm sich dann freundlicherweise auch die Zeit und überwachte diese Regelung während den nächsten 30 Minuten unserer Fahrt.

Knapp nach 12 Uhr kamen wir beim Stadion an und irgendwie war es schon noch gar etwas früh. Solche Anspielzeiten sind so gar nicht das Ding eines Hockeyfans, welcher sich eigentlich eher am Abend aktiv ist. Trotzdem wurde dann irgendwann Eishockey gespielt und nicht einmal so schlecht. Sowieso war das Niveau beider Partien erstaunlich hoch. Und im letzten Drittel des zweiten Spiels flog dann auch noch der Pepsi-Trick bei den Security auf, welche sich im Anschluss nur noch auf dies konzentrierten.

Nach dem Erklingen der letzten Sirene ging es dann wieder zurück nach Helsinki. Der Gang in die Sport Academy nach dem Nachtessen war dann der erste Zwischenhalt einer doch relativ langen Nacht und das Ende dieses Kurzurlaubes in Helsinki…

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