Lange vorne und dennoch verloren

HIFK – ZSC 6:4 (1:1, 1:2, 4:1)

Nach knapp zwei Tagen Aufenthalt in Helsinki gab es dann endlich auch noch Hockey zu sehen. Die finnische Hauptstadt ist absolut eine Reise wert. Dies dachten sich wohl auch einige Zürcher und so reisten heuer über 30 Personen mit in den Norden. Letztes Jahr waren es doch noch maximal 10-15. Für die Mannschaft, welche sich bereits seit Sonntag in Helsinki im Trainingslager befindet, war dies sicher eine zusätzliche Motivation. Auch wenn die European Trophy natürlich der Vorbereitung dient und eine Qualifikation für Berlin kaum mehr realistisch ist, ist natürlich der Wille, jedes Spiel zu gewinnen, immer vorhanden.

Der ZSC deutlich besser
In einer Trainingshalle in Vantaa, gut 15 Autominuten vom Helsinki Zentrum entfernt, wurde dann der Puck zum ersten Mal eingeworfen. Sie stellte sich als ausserordentlich moderne und schöne Halle heraus. Dem Z lag diese Halle offensichtlich, denn er startete stark in diese Partie. Und nach sechs Minuten, während einer Überzahl, fand Blindenbachers Schuss den Weg ins Tor. Drei Minuten später lief Wick alleine auf das Tor von HIFK zu und scheiterte. Dies nach einem Traumpass von Shannon aus dem eigenen Drittel. Allgemein war das Passspiel der Zürcher überdurchschnittlich gut und auch das Powerplay funktionierte sehr gut.

Trotzdem durfte auch HIFK in diesem Drittel jubeln. Nach 14 Minuten verwertete das Heimteam eine Chance im Powerplay. Doch der Z reagierte und erspielte sich schnell weitere Chancen – konnte aber keinen weiteren Treffer verbuchen.

Der ZSC vor dem Schlussabschnitt in Front
Es war ein ansprechendes Spiel, diese erste Partie in Finnland. Beide Teams zeigten sich gut in Form und so entstand eine gute Stimmung bei den Z Fans. Nach 27 Minuten legte dann der ZSC wieder vor. Erneut im Powerplay, und diesmal durch Wick, gelang die Führung. Doch auch diesmal lies die Antwort des Heimteams nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten später war auch Flüeler wieder geschlagen. Diesmal tauchte der finnische Spieler allein vor Flüeler auf. Dies nach einem haarsträubenden Fehlpass in der eigenen Zone. Der Ausgleich gelang kurz vor Hälfte der Partie. So blieb es bis elf Sekunden vor der Sirene. Wick lief einen Konter, bremste ab, passte zur Mitte und dort verwertete Bärtschi zum dritten Tor. Mit einer 3:2-Führung ging es in die zweite Pause.

Auch im letzten Drittel viel Spannung
Das 3. Drittel unterschied sich nur minim von den ersten beiden. Der Z führte und HIFK reagierte. Zum dritten Mal in der 45. Minute und dem 3:3-Ausgleich. Und was folgte danach? Klar, der erneute Führungstreffer. Diesmal traf Seger im Powerplay mit einem Strich von der blauen Linie. In der 55. Minute gab es dann der typische Ausgleich für diese Partie. Und nun folgte die Kehrtwende in diesem Spiel. Denn in der 58. Minute führte auf einmal das Heimteam. Von diesem Schock erholte sich das Team von Marc Crawford nicht mehr. Am Schluss fiel noch das 6:4 und damit stand auch das Endresultat fest.

Eine weitere Niederlage in dieser Vorbereitung, aber immer eine mit einer guten Stimmung. Morgen wartet dann Jokerit um 12 Uhr Schweizer Zeit.