Abstimmungskampf: Nein zum Konkordat

Jetzt geht es los, in den nächsten Tagen werden in diversen Gemeinden die Stimmzettel für die am 9. Juni 2013 anstehenden kantonalen Abstimmungen verteilt. Damit geht auch der Kampf gegen das erwähnte Konkordat in die entscheidende Phase. Es wird wichtig sein, die Unbeteiligten, jene welche nur die oft überspitzte Wahrnehmung der Medien und vieler Politiker hört, zu informieren, ja gar aufzuklären.

922937_358266204274293_1161636075_nViele Matchbesucher, welche regelmässig Hockey-, oder auch Fussballspiele besuchen, wissen, dass das jetzt geschürte Bild in den Medien nicht der Realität entspricht und durch eine Annahme des Konkordats kein Fortschritt, sondern viel mehr eine Bevormundung und ein Einschnitt in die persönlichen Rechte erfolgt.

Dieser natürlich sehr schwierige Kampf ist bereits im vollen Gange. Flyer wurden verteilt, Informationen wurden gestreut und nun folgen auch noch eine Reihe von Podiumsdiskussionen – quasi „Konkordat on Tour“. Schön wäre es, wenn der eine oder andere von euch ebenfalls an diesen Abenden erscheinen würde. Die Daten dieser Diskussionen findest Du unten.

Denn am Schluss ist klar: Jede Stimme gegen das Konkordat zählt – besonders DEINE!

Weitere Infos zum Komitee gegen das Konkordat findest Du hier:

http://www.kollektivbestrafung-nein.ch/startseite

Natürlich darfst Du uns für Fragen auch ungeniert via Kontaktformular oder per info@zscblog.ch kontaktieren!

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8 Gedanken zu „Abstimmungskampf: Nein zum Konkordat

  1. ich glaube, nach em cup final vom Sunntig isch s’Resultat jetzt scho klar und es wird es ganz klars JA id Urne gleit werde – und es JA wirds au vo mir als Sportfan geh.

  2. Hallo Martin

    Ich kann deine Ansicht verstehen, nur bringen tut das Kondordat gegen diese Sache vom Montag (Cup-Final war Montag) nichts. Die Fangruppierungen werden weiterhin Fanmärsche organisieren und werden auch mit dem neuen Konkordat aufeinandertreffen. Da hilft kein Gesetz, sondern die Vernuft der Fans. Das Konkordat bestraft alle Matchbesucher. Beilspielsweise im Hallenstadion kriegt man immer Bier mit Alkohl, Probleme gibt es keine. Und nun soll gegen Kloten und evt. noch andere Spiele plötzlich kein Bier mit Alkohol angeboten werden? Naja, wer kein Bier im Stadion kriegt, trinkt es vor dem Spiel und vor dem Stadion, die Folgen sind die gleichen wie an einer Chilbi oder jede Woche im Ausgang, ein paar Besoffene gibt es immer.

    Weiter soll man nun mit Bussen/Zug nach Kloten reisen und das Ticket ist personalsiert? Ok ich kaufe die Tickets teilweise bereits jetzt mit Kreditkarte im Internet, trotzdem bin ich am Eingang noch anonym. Neu musst Du aber auch deine ID zeigen und dich am ganzen Körper (inklusive Weichteile) absuchen lassen. Eine ID-Kontrolle im Casino oder am Flughafen lasse ich zu, dort verstehe ich es. Aber an einer Sportveranstaltung müssen 10’000 Zuschauer die ID zeigen, wegen vielleicht 50 Chaoten die nicht ins Stadion dürfen??? Wie Du vielleicht auch schon realisiert hast, die ganzen Eingangskontrollen sind ziemlich zeitaufwändig. Heute kannst Du bequem 30 Minuten vor Spielbeginn ins Stadion (in der Regel) gehen. Hat ein Spiel oben genannte Auflagen muss Du mindestens 3-6 Stunden früher dort sein.

    Ein gutes Beispiel für letzte Saison das letzte Spiel in Fribourg, ca. 300 Zürcher sind angereist und waren mehr als eine Stunde vor Spielbeginn vor Ort, trotzdem haben ca. 50 Personen den Spielbeginn verpasst, wenn da noch ID-Kontrolle und längeres abtasten dazukommt lohnt sich eine Reise unter der Woche nicht mehr, oder man muss sich den ganzen Nachmittag freinehmen.

    Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen aufzeigen, dass das Konkordat eine Kollektiv-Bestrafung darstellt. Weitere Informatioen findest Du wie oben geschrieben auf http://www.kollektivbestrafung-nein.ch/startseite

    Ich bitte Dich, Dir ein Bild zu machen, wenn nicht kannst Du gerne deine Stimme enthalten. Mit der Menge mitzuschwimmen ist keine Demokratie…

  3. @Nino: Ok, mit vielem stimme ich dir zu. Das Bierverbot stört mich schon im Letzi, wenn es im Hallenstadion auch noch kommt….

    Dennoch, du sagst Fanmärsche wird es weiterhin geben. Ebenso finden Chaoten in den Fanmärschen Unterschlupf und sie werden geduldet. Distanziert „euch“ endlich davon!! Wahrscheinlich ist es zwar schon zu späht…

    • „Distanziert “euch” endlich davon!!“ Und wie soll das ihrer Meinung nach bitte gehen? Sollen wir sie „verhauen“? Zudem wie soll man unter 1000en (so wie am Cupfinal) ausfindig machen, wer dies Chaoten sind?
      Es ist heute an Auswaertspielen fast unmoeglich sich von den ihnen genannten Chaoten zu trennen. Die Polizei will, dass die Fans geschlossen zum Stadion marschieren und nicht in einzelnen Gruppen. Heute gibt es noch zwei Moeglichkeiten sich von diesen Leuten fern zu halten: Mit einem normalen Zug anreisen (was nicht gerade billig ist) oder Privat mit dem eigenen Auto. Mit dem neuen Konkordat waere beides nicht mehr moeglich, da es nur noch Kombitickets gibt (Extrazug+Ticket). Somit waere das von ihnen geforderte Distanzieren gar nicht mehr moeglich.

  4. Und von wem soll man sich distanzieren? Ob Schläger, Pyromane, Pyroschmeisser, Steineschmeisser, Sprayer, Tagger,… Alle werden in den gleichen Topf (mit der Aufschrift Hooligans) geworfen! Man will sie alle aus den Stadien verbannen, also wundert euch nicht, dass „alle Hooligans“ zusammenhalten… Damit man sich distanzieren kann, muss erst mal differenziert werden!

  5. Meiner Meinung nach ist das Resultat schon viel länger klar. Der Cupfinal ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Berichterstattung in den Medien ist so einseitig und teilweise einfach falsch, das viele Leute einen falschen Eindruck haben. Da alle abstimmen dürfen, auch solche die noch nie ein Stadion von innen gesehen haben, ist auch nicht hilfreich. Ich bin an jedem Heimspiel vom FCZ und ZSC habe noch nie Todesängste ausgestanden, oder mich nicht sicher gefühlt. Der Anteil an Spielen an denen es zu Auschreitungen kommt ist minim, im Hallenstadion und nach dem Spiel fast gleich null. Viel öfters als Gewalt zwischen den Fangruppen kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei/Security und Fans, wobei man oft respektloses und agressives Verhalten bei dem Sicherheitspersonal beobachten kann. Für mich ist dieses Konkordat eine Alibiübung in der Politik damit man sich nicht mit den wahren Problemen auseinandersetzen muss und dieses sind nicht Sportfans sondern unsere Gesellschaft. Wenn es ein ja gibt können die feinen Herrren und Damen der Politik weiter an Sportveranstaltungen im VIP Bereich ihre Cüpli schlürfen und sich zu ihrem Erfolg gratulieren während der normale Matchbesucher kein Alkohol mehr bekommt. Soll das die Lösung sein?

  6. @A.S. danke für deine Darlegung (ps: kannst mich schon dutzen – bin „erst“ 30ig). Distanzieren von Krawallmachern, welche in der Gruppe Anonymität finden. Besitze seit Jahren eine Saisonkarte vom Z und FCZ, du kannst mir sicher beipflichten, dass the usual suspects zumindest bei regelmässigen Matchbesucher bekannt sind. Wenn es in den eigenen Reihen nicht gelingt, solche Personen zu entmachten folgt leider die Politik, welche im Namen der Steuerzahler die exorbitanten Kosten Woche für Woche verantworten muss. Beim Z ist dies zumindest an den Heimspielen gelungen (Auswärts kann ich dies nicht beurteilen, da ich mittlerweilen andere Verpflichtungen habe). Beim Fussball erhalte ich oft das Bild, dass der normalo Zuschauer nur auf Action wartet (vielleicht auch, weil das auf dem Platz gebotene zumeist langweilig ist) und sie (die Chaoten) mit dieser Haltung dulden, um sich nacher über das Gebotene wieder zu echauffieren. Leider folgt die Politik oft dem Grundsatz Hauptsache etwas gemacht zu haben um das Volk zufrieden zu stellen (und die eigene Partei und Person zu Positionieren) – ob es in der Praxis umsetzbar ist und den gewollten Nutzen bringt ist meist zweitrangig.
    Der Verlierer ist am Ende in erster Linie der Sport. Die Klubs können aufgrund von erhöhten Beteiligungen an den Sicherheitskosten und geringeren Zuschauereinnahmen auch die Juniorenförderung wie bis anhin nicht mehr aufrecht erhalten. Dies leider wegen einer Handvoll Idioten, wie sie leider bei jedem Klub vorkommen. Am Ende hilft nur ein Entgegenkommen und das Verlassen vom eigenen Standpunkt von allen Beteiligten (Polizei, Politik und Fans), Private Sicherheitskräfte lasse ich hier mal aussen vor, dass ist wieder ein anderes Thema.
    Länge Rede kurzer Sinn, das Problem wird mit der Annahme des Konkordats sicherlich nicht gelöst, zumal es sich hierbei um ein viel grösseres Problem handelt welches sich nicht nur auf Sportveranstaltungen reduzieren lässt (Agressionen und Schlägereien im Nachtleben, 1. Mai, Hausbesetzer und ihre Saubannerzüge, etc.).

  7. naja, ich bin einfach der Meinung, dass es sich zwar um „wenige“ handelt (die meisten sind ja friedlich und interessieren sich für den Sport) aber die wenigen Chaoten sind bekannt. Damals in Zug (Rauchbombe) wusste man auch wer es war und so ist es auch bei anderen Sportanlässen. Es ist also weniger ein politisches Problem, sondern dass man diese Chaoten innerhalb der Fangroupierung schützen möchte – obwohl genau diese Chaoten den Fans und dem Club schaden.

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