Nur ein Sieg, aber das Ende der Ära „Statistik“

ZSC – HC Fribourg-Gotteron 5:2 (1:0, 2:0, 2:2)

Reto Schäppi

Reto Schäppi

Schon wieder dieselbe Situation: Jedes Spiel könnte das letzte sein. Als ob dreimal in der Viertelfinalserie nicht genug waren, mussten wir uns dies in Spiel 4 der Halbfinalserie bereits wieder antun. Wieder einmal ein Spiel zwischen Sommer und Winter, ein Spiel zwischen Sieg und Verderben. Der Z musste heute auf Chris Baltisberger, der krankheitshalber fehlte, verzichten. McCarthy reiste heute Morgen in die USA zurück und wird dem Team diese Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Trotzdem war ich optimistisch, dass wir zumindest noch ein Spiel in Fribourg erleben dürfen. Der ZSC war zu Beginn deutlich zurückhaltender unterwegs, mit der Hoffnung auf Fehler der Gäste. Es wirkte alles etwas gehemmt, auch die Atmosphäre im Hallenstadion, es stand einfach zu viel auf dem Spiel. Doch die Zurückhaltung allerseits wich in der 6. Minute und daraus wurde ein erster Freudenschrei. Geerings Schuss nahm Schäppi in der Luft ab und lenkte die Scheibe hinter Conz über die Linie. Es war ein kleiner Hoffnungsschimmer am Ende eines dunklen Tunnels. Fribourg drehte zwar je länger das erste Drittel etwas auf, aber wurde dafür nicht belohnt.

Ausbau der Führung im Mitteldrittel
Das zweite Drittel begann wieder etwas verhalten, denn so richtig mochte man dem Spielstand nicht trauen. Würde bald der Ausgleich folgen und alles seinen Lauf nehmen? NEIN, denn in der 22. Minute jubelte Bärtschi und rund 11’000 Fans im Halle. Segers Pass vor das Tor wurde so abgelenkt, dass Bärtschi das leere Tor vorfand und nur noch den Stock hinhalten musste. Ja, es war ein gutes Drittel, dass zweite und es wurde noch etwas besser. Ein Wechselfehler in der 37. Minute von Gotteron, ermöglichte Ambühl eine Kontersituation, dort wurde der Bündner zwar gestört, versenkte die Scheibe dennoch zwischen den Beinen von Conz und damit zum dritten Mal in diesem Spiel im Tor. Es kehrte der Glaube und Hoffnung zurück in die Halle, zumindest gegen die Statistik zu siegen und ein fünftes Spiel zu erzwingen.

Das Ende vieler Serien und das Erreichen des fünften Spieles
Noch ein Drittel musste der ZSC durchbringen und er hatte dafür drei Tore Reserven. Dies schien dem ZSC, insbesondere Tremblay und Lehtonen, aber noch nicht zu genügen. Der Finne traf in der 44. Minute, nach einem herrlichen Pass von Tremblay von hinter dem Tor, zum 4:0. Nun war der Donnerstag doch eigentlich fix! Eine Schrecksekunde für das gesamte Stadion gab es nur wenige Sekunden danach. Marc Abplanalp wurde von Ambühl hart, aber fair gegen die Bande gecheckt, der Fribourger musste mit der Sanität vom Eis geführt werden. Fairer Applaus hallte durch das ausverkaufte Hallenstadion; es sind die unschönen Momente im Hockey. Nach dem Spiel gab es etwas Entwarnung, Abplanalp war zumindest wieder bei Bewusstsein und ihm geht es den umständen entsprechend gut. Auch an dieser Stelle gute Besserung nach Fribourg.

Zurück zum Spiel, welches nun eine Art Neustart erhielt nach dieser langen Pause. Dies tat den Gästen besser als dem ZSC und sie durften noch einmal hoffen. Zwei Tore (52′ und 57′) brachte das Team von Hans Kossmann noch einmal in die Partie zurück. Mit sechs Feldspielern versuchte es dann Fribourg auch noch und kam dem dritten Treffer gefährlich nahe – es sollte aber diesmal nicht noch zu einer Wende reichen. Wick verwertete die Scheibe kurz vor Ende in das verlassene Tor und das Zürcher Hallenstadion bebte wieder einmal. Auch das vierte alles oder nichts Spiel gewann der ZSC in diesem Jahr.

Damit endeten gleich mehrere Serien zwischen Fribourg und dem ZSC. Zum einen jene, welche die Zürcher in den letzten unzähligen Spielen als Verlierer vom Eis gehen lies und zum anderen, jene Serie, dass der ZSC in den Playoffs noch nie gegen Fribourg jubeln durfte. Es war also geschafft und mein erwünschtes Teilziel, dass wir zumindest noch eine Partie in Fribourg erleben dürften, hatte sich erfüllt! Alles andere ist sowieso heute noch nicht viel Wert!

ZSC – mir läbed! Danke!

 

3 Gedanken zu „Nur ein Sieg, aber das Ende der Ära „Statistik“

  1. Nach dem 4:0 war einfach keine Stimmung mehr… Schwach und schade! Dies hat die Mannschaft definitiv nicht verdient. Starke Leistung der Jungs…
    Und wieso werden die Freiburger Fans ausgepfiffen wenn Gotteron ein Tor schiesst?? Lieber mal den ZSC unterstützen, statt den Gegner auszupfeiffen…

    Chered die Serie!!

  2. so en bullshit, als ob jemols 11000 fans glichzitig ihre fetti arsch hätted chöne us ihrem sitz bewege zum was für de support tue! 4:0 im halbfinal und de kacksupport! kai ahnig was sich verändert hät, 2008 häts jo au klappt! i chönt eifach nur no kotze ab dem pack i de halle! i han scho holz gseh wo meh emotione zeigt!

Kommentare sind geschlossen.