Glaubed ned ah Statistike, glaubed ah Eus!

JubelAch, wie viel wurde vor diesem siebten Spiel geschrieben, gesprochen und vor allem spekuliert. Der HCD, welcher noch nie eine „Belle“ verloren hatte und in den letzten vier ungeraden Jahren immer Meister wurde, musste doch gewinnen an diesem Samstagabend. Aber irgendwann brechen halt eben alle Serien und gestern war so ein Abend, wo alles etwas anders war. Wo aus einer Playoffserie eine eigene Geschichte wurde, wo aus einem 1:3 eine 4:3 in der Serie wurde und wo aus Herausforderungen ein Moment geschaffen wurde, welcher zumindest noch einige Tage in positiver Erinnerung bleibt.

Die Entscheidung im zweiten Drittel
Der ZSC war in den vergangenen zwei Spielen jeweils die bessere Mannschaft. Dies sah gestern doch etwas anders aus. Reto von Arx, welcher vom Staff der Davoser bereits vorzeitig für diese Serie abgeschrieben wurde, kehrte auf das Spiel 7 hin zurück. Anscheinend hatten die Bündner doch nicht den Mut, den Poker um von Arx durchzuziehen, nachdem sie zwei Mal in Serie verloren hatten. Aber auch Reto von Arx konnte an den zwei Toren im Mitteldrittel nichts ändern. Es waren jene Treffer, welche diese Serie endgültig in die richtigen Bahnen lenkten. Stellvertretend war das 2:0 für diesen Viertelfinal. Der ZSC kämpfte, Wick eroberte sich in der Ecke der Davoserzone die Scheibe und war seinem Bündner Gegenspieler überlegen. Ein Schuss vor das Tor zu Ambühl und dieser lenkte den Hartgummi in die Maschen.

Es war das nötige Glück, welches sich der ZSC über die gesamte Serie betrachtet verdient hatte. Spiel 3 und 4 gewannen die Davoser, auch wenn sie in diesen Spielen die weniger gute Mannschaft waren. Sie machten in diesen beiden Spielen jeweils zum entscheidenden Moment die wichtigen Tore und brachten den ZSC damit in eine ungemütliche Lage.

Nur noch ein Funke Hoffnung am letzten Dienstag
Es ist gerade einmal sieben Tage her, da war der ZSC eigentlich ausgeschieden. Alle hatten die Zürcher fast auf sicher abgeschrieben und es war nur noch eine Frage zu klären: Wer würde der Halbfinalgegner des HC Davos werden und könnten die Bündner erneut im ungeraden Jahr die Meisterschaft einfahren? Es kam aber alles anders und eine Woche später ist der ZSC im Halbfinal und dort wartet der HC Fribourg-Gotteron.

Aber was hatte diese Wende eigentlich eingeläutet? War es Blindenbachers Check gegen von Arx? War es das Mitteldrittel am vergangenen Dienstag im Zürcher Hallenstadion, wo die Zürcher gleich drei Tore erzielen konnten und damit den Bann des HCD etwas brach? War es die Formsteigerung der kritisierten Lehtonen, Lashoff, Blindenbacher und Co.? Es war wohl eine Mischung aus all diesen Punkten und der Tatsache, dass die Mannschaft zu einer Einheit wuchs, aber nicht nur die Mannschaft, auch die zahlreich mitgereisten Fans hatten ihren Anteil an dieser Wende. Am vergangenen Dienstag forderten sie mit einem Spruchband: „Chered die Serie“ und gemeinsam haben wir es gepackt!

Fribourg wir sehen uns im Halbfinal!