Die Spiele drei und vier im Rückblick

Bully mit Sandro Rizzi und Zürcher Morris Trachsler

Bully mit Sandro Rizzi und Zürcher Morris Trachsler

Auf den ersten Blick spricht der Zwischenstand in der Serie zwischen dem HCD und dem ZSC eine klare Sprache. Die Bündner führen bereits mit 3 zu 1 Siegen und stehen damit „unmittelbar“ vor dem Einzug in die Halbfinals. Für den ZSC dagegen mag es in den nächsten drei Spiele keine einzige Niederlage mehr leiden, sonst kann man sich bereits den Ferien widmen. Aber was genau hat in den letzten beiden Partien, welche jeweils zu Gunsten des HCD ausgingen, den Unterschied ausgemacht?

Spiel 3, Hallenstadion – ZSC – HCD 0:3:
Spiel drei dieser Serie dürfte wohl in die Geschichte eingehen, selten zuvor war wohl ein Team so dominant und verlor dennoch – sogar zu Null. Im ersten Drittel fehlte dem Zürcher schlichtweg das Glück und auch etwas die Kaltblütigkeit vor dem Tor. Das Mitteldrittel wurde dann durch zwei Fehlentscheide geprägt, die diese Partie vorzeitig entschieden. Allgemein machte das Duo Stricker/Eichmann nicht gerade eine sehr vorteilhafte Partie. In Drittel Nummer drei fehlte es dem ZSC dann schlichtweg an Energie für eine Wende in diesem Spiel. Aber er verpasste es dort auch das physische Element in die Partie zu bringen. Spätestens nach dem 0:3 wäre die Möglichkeit bestanden, dem HCD mit hartem Körpereinsatz etwas zuzusetzen. Es ist das einzige was dem Zürcher Spiel an diesem Abend, zumindest im Nachgang betrachtet, anzulasten war. Das Chancenverhältnis von 37:17 spricht wohl eigentlich eine genügend deutliche Sprache.

Spiel 4, Davos – HCD – ZSC 3:2:
Auch im vierten Spiel in dieser Serie startete der ZSC besser. Bereits nach zwei Minuten durfte der Zürcher Anhang jubeln und die Weichen waren auf Ausgleich in der Serie gestanden. Bis zur 18. Minute hielt der ZSC dieses Resultat und ein zweites Tor nicht unmöglich gewesen. Es folgte die Aktion Blindenbacher gegen Reto von Arx, welcher anschliessend liegen blieb und nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehrte. Nach ordentlich Protest der Davoser hoben die Schiedsrichter das Strafmass von 2 Minuten auf 5 Minuten an – es war nicht zum ersten Mal in dieser Serie, dass die Schiedsrichter auf das Wunschkonzert der Davoser einging. Trotzdem war es wohl jene Strafe – zum falschen Zeitpunkt -, die den Ausschlag am gestrigen Abend gab. Drei Tore in den folgenden fünf Minuten waren die Quittung dafür! Der ZSC hatte im falschen Moment mit den Zähnen gefletscht. Er verpasste es im letzten Heimspiel nach dem aussichtlosen 0:3 Rückstand und tat es nun, zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt.

Trotzdem kämpfte sich der ZSC noch einmal zurück, doch der Treffer von Kenins entstand eher aus einer Einzelaktion, denn aus einer Druckphase der Zürcher. Im letzten Drittel fasste der ZSC noch einmal Mut und spielte Davos teilweise an die Wand, dies zeigte auch das Torschussverhältnis von 11:2 auf. Aber auch hier musste das Schiedsrichtergespann noch etwas eingreifen, denn wer 21.1 Sekunden vor Ende der Partie eine Strafe ausspricht für zu viele Spieler auf dem Feld, während einem Spielunterbruch!, dem fehlt definitiv das Feingefühl.

Es ist wie es ist und nach einem letzten Rückblick auf die Vergangenheit zählt ab morgen nur noch die Zukunft. Und nach dem Sieg am Dienstag sieht die Welt doch schon wieder ganz anders aus…

Mir sind parat und ihr?

Ein Gedanke zu „Die Spiele drei und vier im Rückblick

  1. Hab nun endgültig genug von Arno’s Grinsen – nun muss endlich die Z’sche Zeit in den Playoffs anbrechen!!

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