Was erwartet uns vom HCD im Viertelfinal?

Die Qualifikation
Der HCD leistete sich in der Qualifikation einen regelrechten Fehlstart. Nur gerade zwei Siege aus den ersten acht Spielen bescherte dem Team von Arno del Curto vorderhand einen Platz unter dem Strich. Doch das Team aus Davos steigerte sich und dies reichte, um sich bis zum Ende kontinuierlich auf Rang 5 vorzuschieben. Drei Siege aus den letzten drei Spielen ergatterte der HCD zum Ende der diesjährigen Qualifikation und sicherte sich damit Platz 5 und damit das Viertelfinallos ZSC.

Es war eine der schlechteren Qualifikationen des HC Davos in den letzten Jahren. Aber am Schluss reichte es eben doch sicher für die Qualifikation und ab den Playoffs geht bekanntlich alles wieder von Neuem los. Was bisher geschah ist höchstens noch eine Randnotiz und verkommt nach ein bis zwei Spielen zur Statistik.

Andres Ambühl und andere bekannte Namen
Das Team des HCD steht im Umbruch. Die langjährige Generation um die beiden von Arx Brüdern, zu welcher auch Rizzi, Marha und Sykora gehören, sind langsam am Ende ihrer Karriere. Sie alle sind mittlerweile weit über 30 Jahre alt und ihnen gehört definitiv nicht mehr die Zukunft. Die neuen Namen sind aber bereits vorhanden mit Bürgler, Hofmann und Sciaroni, aber ob sie in den Playoffs in die entscheidenden Rollen schlüpfen können, muss sich zuerst noch zeigen. Auch bekannte Namen stehen im Kader der Davoser wie Ryser, Schommer und Genoni. Sie alle spielten einst beim ZSC und durchliefen dort zumeist auch die Juniorenabteilung.

Für einen Spieler wird diese Playoffbegegnung, auch wenn er dies selbstverständlich mit aller Deutlichkeit verneint, eine spezielle Angelegenheit. Andres Ambühl, der nach seiner Vertragsunterzeichnung beim HCD noch einen Gang zugelegt hatte, spielt gegen seine zukünftigen Kameraden. Durch seine vorbildliche Einstellung darf man aber von Ambühl auch in den nächsten maximal sieben Spielen vollen Einsatz erwarten.

Wie bezwingt man den HCD?
Bei der Begegnung zwischen Platz 5 und 4 gibt es kaum eine Favoritenrolle. So auch dieses Jahr zwischen dem HCD und dem ZSC nicht. Die Zürcher müssen versuchen dem HCD ihr physisches Spiel aufzuzwingen und mit einem möglichst hohen Rhythmus die Serie bereits früh in die richtigen Bahnen zu lenken. In der Breite des Kaders ist der ZSC wohl deutlich stärker und flexibler. Aber rollt der Zug des HCD einmal an, dann wird es ganz schwierig.

Auch Nebenschauplätze wird es in dieser Serie geben. So ist das „Gejammer“ von Arno del Curto bereits jetzt vorprogrammiert. Noch ist unklar an was er genau zu nörgeln hat, aber ob es jetzt die Verletzungshexe, der Spielplan oder der Umbruch im Team ist, del Curto wird seine Nebenbaustelle auch in dieser Playoffserie aufbauen. Wie letztes Jahr muss der ZSC sein eigenes Programm durchziehen und dem Team aus dem Landwassertal schnell die Moral entziehen. Denn die Bündner glauben ja noch immer daran, dass in den ungeraden Jahren der Titel immer nach Davos wandert…