Ein Spiel zum Vergessen

EHC Biel 7:0 ZSC (1:0; 4:0; 2:0)

Nachdem Derbysieg am Dienstag wartete heute mit Biel erneut ein Gegner auf dem Programm, welcher noch um die Qualifikation für die Playoffs kämpft. Für die Zürcher stand heute die Vorbereitung auf die Playoffs im Zentrum. So verwundert es nicht, dass Trainer Crawford Torhüter Wolf eine Chance gab um Spielpraxis zu sammeln.

Viel Intensität und Körpereinsatz
Da Biel heute unbedingt gewinnen musste, erstaunte es wenig, dass das Heimteam mit viel Schwung und Intensität in die Partie startete und sofort Druck auf das Tor von Tim Wolf ausübten. Dieser wirkte jedoch zu Beginn sehr sicher und gab der Mannschaft die nötige Sicherheit. Die Zürcher versuchten mit viel Körpereinsatz dagegen zu halten. Dies gelang einigermassen, bis sich Steve McCarthy in der 8 Minute eine Dummheit leistete und für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. In der Folge war es nur Tim Wolf zu verdanken, dass es beim 0:0 blieb. Erst in der 12 Minute konnte sich der ZSC wieder aus der Umklammerung der Seeländer befreien und das Spiel wieder ausgeglichener gestalten.

Und genau in dieser Phase als der ZSC langsam den Tritt gefunden hatte, fiel der Bieler Führungstreffer – dank einem Ablenker. Die Führung war jedoch absolut verdient, denn der EHC Biel hatte deutlich mehr vom Spiel. Mit diesem Resultat ging es in die Pause.

Fehler von Wolf – Stromausfall im Zürcher Spiel
Das zweite Drittel begann wie das erste mit viel Intensität und Körpereinsatz. Die Zürcher wirkten zielstrebig den Rückstand so schnell als möglich wett zu machen. Doch nach 23 Minuten stand es nach einem groben Fehler von Tim Wolf 2:0. In der Folge war nichts mehr von der Zürcher Zielstrebigkeit zu sehen. Die Bieler schalteten und walteten fast nach Belieben. Einzig Mikko Lehtonen setzte auf Zürcher Seite ein Ausrufezeichen, als er nach 29 Minuten die ganze Defensive der Seeländer narrte und schliesslich an einem hervorragenden Reto Berra scheiterte. Doch auch in der Folge ging das Bieler Einbahneishockey weiter und es kam was kommen musste – das 3:0. Zürcher Puckverlust an der eigenen Blauen Linie und die Bieler nahmen dieses Geschenk dankend an. In der Zwischenzeit beschäftigte sich der Zürcher Anhang mehr mit dem Spiel von Kloten in Fribourg, als mit der Leistung der eigenen Mannschaft: „Playouts Chlote, Playouts Chlote „ halte es durch die Halle. Und wäre dies nicht genug fiel nachdem 3:0 gleich das 4:0.

Und auch dabei blieb es nicht. Kurz vor der zweiten Pause fiel auch noch das 5:0. Der bedauernswerte Tim Wolf, welcher bis auf das 2:0 eine gute Partie zeigte, machte nun Platz für Lukas Flüeler. Ein Drittel zum vergessen.

Zürcher Aufbäumen? Fehlanzeige!!!
Die Spieldauer von Flüeler blieb kurz, denn nach der Pause stand wieder Tim Wolf im Tor. Nun was konnte von diesem Drittel noch erwartet werden? Das Spiel war gelaufen, also eigentlich nicht wirklich viel. Vielleicht ein kleines Aufbäumen? Ein Anschlusstor? Nichts der Gleichen. Und das ist, dass was mich am meisten schockiert, die fehlende Reaktion auf das zweite Drittel. Man nahm es nicht nur hin, man liess sich regelrecht abschlachten, denn es folgte noch das 6:0 und das 7:0. Immerhin war den Spieler der Frust anzusehen. Morgen gegen den HCD ist Wiedergutmachung angesagt…

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Inexistent!
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