Zwei vermeintliche Pflichtsiege zum Start

Es ist endlich wieder Hockeyzeit, die Nationalmannschaftspause ist beendet und der Ligaalltag kehrt wieder zurück. Die letzten sechs Runden vor der heissesten Phase im ganzen Jahr stehen uns bevor und es geht darum, die Form von vor der Pause aufrecht zu erhalten und sich den letzten Feinschliff für die Playoffs zu holen. Ein hartes Training und eine zusätzliche Offensivkraft – Mikko Lehtonen, welcher morgen Freitag mit der Nummer 13 auflaufen wird – bilden die neue Basis für dieses Unterfangen. Mit Rapperswil (Freitag) und Langnau (Samstag) stehen zudem zwei vermeintlich leichte Gegner auf dem Programm. Die beiden Partien allerdings auf die leichte Schulter zu nehmen, ist kaum ratsam und förderlich.

Rapperswil-Jona: Kaum mehr Hoffnungen auf die Playoffs
Auch wenn Rapperswil mit 11 Punkten Rückstand auf Kloten die Playoffs theoretisch noch erreichen könnte, so rechnen doch alle mit der Teilnahme bei den Playouts. In den letzten fünf Partien vor der Nationalmannschaftspause erreichten die St. Galler nur noch gerade magere drei Punkte. Das Team von Harry Roggenmoser lebt zurzeit von der Achse Earl, Sejna und Kolnik. Bei acht der letzten neuen erzielten Tore hatte mindestens einer dieser drei den Stock im Spiel. Teilweise sogar alle drei gemeinsam. Die grösste Schwäche bei den Ostschweizern liegt vor allem in der Defensive. Dort happert es bereits auf der Torhüterposition. Weder David Aebischer noch Jonas Müller können eine Fangquote von über 90% aufweisen, daraus resultiert dann die schlechteste Defensive der Liga mit 180 kassierten Toren.

Langnau: Die rote Laterne der Liga
Das neue Stadion brachte dem Emmental bezüglich Hockey kein Glück.  Mit zehn Punkten Rückstand auf Ambri-Piotta liegt Langnau abgeschlagen am Tabellendende der obersten Spieklasse. Beim Team von Alex Reinhard happert es an allen Ecken und Enden: Angefangen mit der schlechtesten Offensive der Liga – knapp über zwei Tore pro Spiel – und der zweitschlechtesten Defensive (174 Gegentore). Das letzte Direktduell allerdings konnten die Langnauer für sich entscheiden. Bei der DRZ Extrafahrt verloren die Zürcher in Langnau gleich mit 0:3. Wenn es etwas Positives an der Situation von Langnau gibt, dann die Tatsache, dass sich der Verein schon seit einigen Spielen auf die Play-Outs einstellen kann.

 

Sowohl das Spiel gegen Rapperswil, wie auch jene Partie gegen Langnau sollten für den ZSC mit Punkten – im besten Fall deren drei – enden. Die Schwierigkeit liegt wohl hauptsächlich darin, die Aufgabe nicht zu unterschätzen.

Ein Gedanke zu „Zwei vermeintliche Pflichtsiege zum Start

  1. Zu Rapperswil: Aebischer ist nicht im Tor, Müller wird das Tor hüten.

    Rappi war in den letzten Heimspielen (Biel) blamabel, der Druck für eine gute Leistung ist enorm, wenn der ZSC clever agiert und in Führung geht gibts ein Kantersieg, bei einem frühen Rückstand gibts ein Zitterspiel…

    Zu Langnau: Die Spieler sind ja nicht dumm, die wissen sicher noch von der DRZ-Fahrt und ich denke auch in den Köpfen ist eine Revanchelust vorhanden, schliesslich lässt man sich vom Tabellenschlusslicht nicht zweimal mit 0:3 vom Eis putzen. Frühe Tore im ersten Drittel, die Entscheidung im Mitteldrittel und dann Kraft sparen für Kloten am nächsten Dienstag.

    Zwei Siege müssen her, so kurz vor den Playoffs müssen solche Gegner einfach vom Eis gefegt werden. In den Playoffs hat man dann keine Einarbeitsungszeit mehr, die letzten Spiele sind eigentlich schon Playoffs, die Intensität muss jetzt bereits hochgefahren werden!

Kommentare sind geschlossen.