50 Spiele sind 6 zu viel!

50 Spiel sind 6 z'vill

50 Spiel sind 6 z’vill

Seit der Saison 2007/2008 wird die NLA-Qualifikation mit 50 Spielen ausgetragen. Die NLA wird dabei in drei Vierergruppen aufgeteilt, zusätzlich zu den 44 ( 4 x 11) normalen Spielen gibt es eine Zusatzrunde in den jeweiligen „regionalen“ Gruppen.

Die Gruppenaufteilung:
Gruppe 1: Genf, Fribourg, Biel und Bern
Gruppe 2: Langnau, Zug, Ambri und Lugano
Gruppe 3: Kloten, ZSC, Rappi und Davos

Nachteile der zusätzlichen Spiele
Ein erstes Argument gegen diese 6 zusätzlichen Spiele ist der sportliche Faktor. Jede Mannschaft spielt nicht gleich oft gegen jeden Gegner. Vorallem für die schwächeren Teams in den jeweiligen Gruppen ist dies ein Nachteil. Aus hockeyromantischer Hinsicht ist die Übersättigung an Derbys der grösste Dorn in unseren Augen. Was ist ein sensationeller Derbysieg gegen Kloten im Penaltyschiessen wert, wenn nicht einmal zwei Wochen später das nächste Derby ansteht?

Das dritte Gegenargument sind die Dienstagsspiele. Die Verantwortlichen der NLA und den Clubs möchten mit den Zusatzrunden mehr Geld einnehmen. Mehr Spiele gleich mehr Einnahmen stimmt sicher, doch bringt ein Spiel Davos – ZSC am Dienstagabend dem HCD wirklich entscheidene Mehreinahmen? Ausserdem bedeuten diese zusätzlichen Spiele, unter anderem auch am Dienstag, für die Fans eine zusätzliche Erschwernis den eigenen Club zu verfolgen.

Verbesserungsvorschlag schwierig
Es ist schwierig ein Gegenvorschlag zu bieten, da gewisse Punkte von oben wieder tangiert werden. Eine Lösung wäre beispielsweise die Erweiterung der obersten Spieklasse auf 14 Teams. Dies ergäbe bei 4 Begnungen gegen jedes Team 52 Spiele, doch dann wäre der Spielplan noch gedrängter. Dagegen spricht aber auch das Niveau der NLB Teams, denn seit mehreren Jahren hat kein Team mehr den Klassenwechsel geschafft.

Eine zusätzlich Idee ist die Durchführung eines Schweizer Cups – mit Beteiligungen von Teams bis in die unteren Ligen. Dies gäbe die Möglichkeit für mehr Sponsoren und eventuell höhere Einnahmen, sofern die Spiele nicht in den Saisonkarten enthalten wären. Doch auch da müsste die Meisterschaft natürlich pausieren und für erfolgreiche Clubs könnten anstrengende Wochen mit mehreren Spielen hintereinander entstehen.

Eine dritte Möglichkeit wäre die Saison wieder auf 44 Spiele zu verkürzen und die Preise zu erhöhen. Doch das wäre wieder für uns Fans eine Belastung, welche kaum auf positive Ressonanz stossen würde.

Fazit
Die Clubs sind auf Einnahmen angwiesen, über zusätzliche Spiele soll dies erreicht werden. Doch dies erfolgt aktuell nicht ohne Nachteile, wie zu viele Derbys, viele Dienstagsspiele und sportliche Unausgeglichenheit.Patentölsungen sind keine vorhanden und jede Lösung hat wiederum seine Nachteile. Die Verantwortlichen der NLA und der Clubs sind gefordert. Klar ist aber auch; die steigenden Zuschauerzahlen spielen den Verantwortlichen in die Hand. Es bleibt uns also nur Eines übrig: gegen diese zusätzlichen Spiele mit Fahnen, Plakate oder Sprechgesänge anzugehen.

Was meint Ihr dazu?

2 Gedanken zu „50 Spiele sind 6 zu viel!

  1. Das einzige was man ändern müsste ist folgendes aus meiner Sicht: Nach der Quali sollte man für die folgende Saison die gruppen anders zusammen stellen für die Sechs Spiele. Und zwar 1,4,7,10 der Tabelle Gr.1.
    2,5,8,11,Gr.2./3,6,9,12,Gr.3.
    Wäre auch Sportlich Fair. Es braucht einfach mehr Qualispiele, damit die Klubs genügend Einnahmen generieren können. Oder man stockt auf 14 Klubs auf. Geht in Deutschland auch und die sind wahrlich keine Eishockeynation.(Oesterreich lässt grüssen)

  2. gab es schon, hat nicht funktioniert! (siehe wiki, saison 07/08 als die zusatzrunden eingeführt wurden). die gruppen aufgrund der vorjahrestabelle bilden klappt nicht. fair wäre es ja nur, wenn die tabelle im folgejahr wieder in etwa gleich ist (was völlig absurd ist). ausserdem was wäre wenn die zusatzrunden für zürich gegen genf, ambri und fribourg wären? sehr spannend, dass es bei mir schon beim gedanken daran hörbar schnarcht!
    und nein, die zusatzrunden braucht es auch nicht! schlussendlich hat jeder die gleichen voraussetzungen, und diese 3 spiele mehr könnte man wohl problemlos bei überbezahlten spielern einsparen! einen qualitätsverlust hätte das kaum zur folge!

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