Ein Mitteldrittel für den Sieg

ZSC – HC Genf-Servette 6:3 (2:1, 4:0, 0:2)

Genf startete aggressiv in diese Partie und wollten zwingend gegen den Direktkonkurrenten punkten. Dies war früh, insbesondere an den Emotionen beim Team von McSorley, zu sehen. Und tatsächlich wurden sie für diesen Effort belohnt. Nach 10 Minuten musste Lukas Flüeler zum ersten Mal hinter sich greifen. Viele Chancen gab es zuvor auf beiden Seiten nicht. Doch dies änderte sich nun, insbesondere ab der 18. Minute, als der ZSC in doppelter Überzahl aufspielen konnte. Aber es dauerte bis 4 Sekunden vor Ende der ersten Strafe, da versenkte Shannon seinen Schuss in den Maschen von Stephan. Noch 40 Sekunden einfache Überzahl waren zur Verfügung und dies reichte dem Z für die erstmalige Führung. Maurer traf Sekunden vor Ende dieser Strafe zum 2:1. Die Halle kochte in diesem Moment geradezu und der Z kehrte ein erstes Drittel, welches er nicht zwingend dominierte.

Jeder Schuss ein Treffer
Für ein spektakuläres Mitteldrittel waren dann die Zürcher besorgt. Es begann alles in der 25. Minute als Bärtschi einen schönen Querpass von Wick nur noch einschieben musste. Es war das 3:1 und der Beginn einer torreichen Phase, aber nur aus Sicht der Zürcher. Denn gut zwei Minuten später legte Geering mit dem vierten Treffer für den ZSC an diesem Abend nach. Blindenbacher behauptete die Scheibe an der blauen Linie gut und brachte den Querpass an, welcher dann zum erneuten Treffer führte.  Nun war der Z sichtlich aufgeputscht. In der gleichen Minute gab es noch eine kleine Keilerei vor dem Tor von Lukas Flüeler und selbst der Torhüter packte ordentlich zu. Für Genf war damit die Sachlage klar: dieser Sieg war für sie kaum mehr zu erreichen.

Schon gar nicht mehr nachdem die Zürcher in der 34. Minute schon wieder jubeln durften. Cunti diesmal der Torschütze – es lief ein Powerplay, wenn auch erst seit gerade einmal neun Sekunden. Die Halle tobte nun und mit dem 6:1 beendete Ambühl sämtliche Hoffnungen, welche McSorley und sein Team noch aufrecht erhalten konnten.

Etwas Resultatkosmetik und ein Fight von Kenins
Damit verkam das letzte Drittel etwas zur Pflicht für die Genfer. Trotz zwei frühen Toren, welche in der 42. und 48. Minute fielen für die Genfer, schaukelte der ZSC diesen Sieg ungefährdet über die Ziellinie. Es war einer jener Abende, die aus Zürcher Sicht vollumfänglich zu Gefallen vermochte. Erst recht, weil Kenins in der 43. Minute einen Infight gegen zwei Genfer aufnahm und dafür zwar auf die Strafbank gestellt wurde, aber auf der gegnerischen Seite gleich zwei Spieler für zwei Minuten aus dem Spiel nahm. Auch wenn dieses Powerplay eher schwach war, so wiederspiegelte der Kampfgeist von Kenins die Leistung des Teams am heutigen Abend.

Mit einem extrem effizienten Mitteldrittel erspielte sich der ZSC diese drei verdienten Punkte und den dritten Rang, welchen sie am Samstag, im Spiel gegen Zug, gleich selber verteidigen können.

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