Eine seltsame Niederlage zum Jahresauftakt

ZSC – SC Bern 2:3 (0:2, 0:0, 2:0) n.P.

Das erste Spiel 2013 sollte den langsamen Formaufbau in Richtung Playoff starten. Crawford änderte die Aufstellungen und zog Baltisberger und Kenins in die vorderen Reihen. Und prompt starteten die Zürcher gut in diese Partie. Zwar konnten sie sich keine grossen Torchancen erarbeiten, aber der Z wirkte frischer. Leider aber nur bis zum ersten Gegentreffer in der achten Minute. Von da an waren die Berner in ihrem Spiel. Tavares und Co. zeigten keine überragende Leistung, aber es reichte in der 14. Minute fùr den zweiten Treffer. Auch wenn hier noch einige fragwürdigen Entscheidungen mitspielten, so wirkte der Z im Endeffekt einfach zu harmlos.

Keine Tore im zweiten Drittel
Dieses Spielbild setzte sich auch im zweiten Drittel fort. Der Wille der Zürcher war da, aber sowohl in der Angriffsauslösung, wie auch beim Passspiel im gegnerischen Drittel, wirkte die Mannschaft unbeholfen und brachte wenig bis gar nichts zu Stande. Bern zeigte bis dahin keine meisterliche Leistung, aber es war zu solide. Erst gegen Ende dieses Mitteldrittels wurde der ZSC besser, doch in diesen Momenten war Bührer zur Stelle, welche die wenigen Chancen der Zürcher vernichtete.

Unerwartete Rückkehr im letzten Drittel
Auch im dritten Spielabschnitt sah es zuerst nicht nach einer Wende in dieser Partie aus. Bern kontrollierte diese Partie mehr oder weniger und man konnte annehmen, dass sie diese Führung über die Zeit retten. Doch in der 52. Minute hauchte Kenins dem Z neues Leben ein. Er verwertete den Abpraller bei Bührer, welchen Maurer mit seinem Schuss provozierte. Und nun drehte das Heimteam erst richtig auf. Plötzlich erhielt der ZSC die Chancen, welche ihm vorher 52 Minuten gefehlt hatten und so erstaunte es nicht, dass die Zürcher in der 56. Minute – durch einen schön vorgetragenen Konter von Wick – den Ausgleichstreffer erzielten. Anschliessend genoss der Z noch ein Powerplay, welches sich bis in die Verlängerung durchzog.

In der Verlängerung besser, aber im Powerplay unterlegen
Aber es gab keine Tore mehr bis zum Penaltyschiessen. Dort trafen Gardner und Ritchie für Bern, doch leider kein Zürcher Akteur. Und so endete eine Partie, welche der ZSC nach 52 Minuten eigentlich schon verloren hatte, zumindest noch mit einem Punktgewinn. Im Nachgang – besonders unter der Betrachtung, dass die Zürcher in der Verlängerung noch einige Möglichkeiten zum Sieg vergaben – war aber auch noch ein Punkt oder sogar zwei Punkte mehr möglich.

Alles in allem vermochte der ZSC heute lange nicht zu überzeugen und gewann dennoch einen Punkt. In den nächsten Partien gegen Biel und Davos müssen jetzt aber wieder einmal Erfolgserlebnisse her, damit die Zürcher nicht noch in eine Mini-Krise schlittern.

Interview mit Luca Cunti
02.01.2013, ZSC – SC Bern, Interview Luca Cunti at Zürich, Hallenstadion by zscblog

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