Gegen zwei Teams von unter dem Strich spielen

Noch ein Wochenende mit Eishockey gibt es im laufenden Jahr. Für den ZSC warten die Gegner Langnau und Rapperswil. Zwei Teams also, welche sich aktuell unter dem Strich befinden und wohl auch Ende Saison unter diesem sein werden. Der ZSC muss dieses Wochenende also ordentlich Punkte sammeln. Nicht nur weil die Gegner überblickbar sind, viel mehr weil er den Anschluss an die Spitze halten möchte.

Extrafahrt nach Langnau am Samstag
Am Support dürfte es zumindest am Samstag, wenn der ZSC in Langnau spielt, nicht mangeln. Knapp 400 Fans reisen mit dem Extrazug ins Emmental. Dort wartet auf Spieler und Fans das zurzeit schlechteste Team der Liga: 29 absolvierte Partien, 6 Siege und 23 Niederlagen resultierten dabei. Mit 61 erzielten Toren ist es die schwächste Offensive der Liga. Defensiv – zumindest in der negativen Rangierung – nur von Rapperswil, dem Gegner vom Sonntag, geschlagen.

Der Sieg gegen Ambri-Piotta vom vergangenen Dienstag war der erste Erfolg nach acht Niederlagen in Serie! Trotz neuem Stadion und den damit verbundenen Hoffnungen kommt Langnau diese Saison so gar nicht in Fahrt. Dieser Zustand fängt beim Torhüter Thomas Bäumle an und endet bei den vermeintlichen Stürmern, welche für die Treffer besorgt sein sollten.

Und trotzdem wird dies für den ZSC nicht wirklich ein Spaziergang. Ein Sieg nach 60 Minuten ist Pflicht und alles andere würde wieder zu einer Kritikwelle führen, welche so vor Weihnachten nicht nötig ist.

Der defensive Trümmerhaufen zu Gast im Hallenstadion
Nachdem der ZSC dann hoffentlich die Partie in Langnau gewonnen hat, wartet keine 20 Stunden später mit Rapperswil der nächste Club, welcher in sportlichen Problemen steckt. Unfassbare 4.09 Tore pro Spiel kassieren die St. Galler in dieser Saison. Dies kommt der Saison 07/08 nahe, wo der ehemalige EHC Basel mit 4.25 Gegentoren pro Spiel deklassiert wurde. Es ist ein drastischer Vergleich, aber bei gerade einmal 5 von 24 möglichen gewonnen Punkte in den letzten acht Partien spricht die Statistik eine klare Sprache.

Trotz Vertragsverlängerung dürfte sich Harry Roggenmoser in seinem aktuellen Amt kaum allzu wohl fühlen. Mit Spezza, Earl, Aebischer, Sejna, Wichser und Burkhalter ist zumindest auf dem Papier genügend Potenzial für mehr vorhanden. Weitere Unruhe ensteht in Form des zweiten NHL Lockout Spielers – Michael del Zotto -, welcher angeblich aus Verletzungsgründen zurückgeflogen ist, dort aber anscheinend zu einem Freundschaftsspiel aufgelaufen ist.

Jedenfalls ist die Lage der beiden Teams alles andere als rosig und so sind diese zwei Siege eigentlich fest eingeplant. Aber Hockey lässt sich bekanntlich nicht berechnen! Hoffen wir auf das Beste!