Die geforderte Reaktion gezeigt: 5:1-Sieg gegen Lugano

HC Lugano – ZSC 1:5 (1:2, 0:2, 0:1)

Aufgrund der Razzia anlässlich des letzten Spiels zwischen dem HC Lugano und dem ZSC fuhren die Zürcher Fans mit den jeweiligen Personenwagen ins Tessin. Damals wurde der Car und ein Mini-Bus solange aufgehalten, dass die den Start des Spiels verpassten. Trotz dem entsprechend umständlicheren Reiseaufwand kamen am Schluss gegen 30 Personen im Gästesektor an. Auch diesmal wurden alle kontrolliert und einer ID-Kontrolle unterzogen. Zusätzlich wurde ein Fragebogen ausgeteilt, mit Fragen, welche zum Teil in die Privatsphäre eingriffen. Oder ist Name und Vorname der Eltern tatsächlich relevant für die Sicherheit im Stadion!? Wohl kaum!

Beim ZSC gab es viele Rotationen innerhalb der Linien. Dies aufgrund der letzten Leistungen, der Rückkehr von Blindenbacher und dem Ausfall von Tambellini. Nach gut fünf Minuten fanden die Zürcher langsam den Rhythmus in die Partie. Erste Chancen waren die Folge davon, aber auch Lugano war vor Flüelers Tor präsent. Als Schnyder in der siebten Minute auf die Strafbank wanderte, hofften alle darauf, dass diese Strafe torlos vorbei geht. Aber sie tat es nicht, denn Moris Trachsler konnte einen Konter fahren und versenkte die Scheibe. Das Aufatmen auf der Zürcher Bank war zu hören. Doch mit diesem Treffer steigerten die Luganesi das Tempo und hatten einige gefährliche Aktionen vor Flüeler. Die Tore aber fielen auf der anderen Seite. In der 18. Minute lancierte Brown Shannon und dieser tanzte den letzten Verteidiger aus, um anschliessend oberhalb der Schulter einzuschiessen. „Reaktion jetzt! Kämpfed für Züri“, forderten die mitgereisten Fans den Z auf. Dieser tat dies mit einer eindrücklichen Effizienz vor dem Tor. Daran änderte auch das 2:1 vier Sekunden vor Ende des ersten Drittels nicht. Ärgerlich war es dennoch.

Eine Brown-Show im Mitteldrittel
Auch im Mitteldrittel war ein neuer ZSC zu sehen. Besonders Dustin Brown zeigte eine massive Leistungssteigerung. Nachdem er bereits zwei Assists im ersten Drittel verbuchte, war er in der 25. Minute dann auch noch der Torschütze. Die Verteidigung von Lugano gewährte Cunti viel Platz und dieser legte auf Brown zurück, welcher zum 3:1 einschoss. Nun war natürlich wieder viel Optimismus auf den Rängen und bei den Spielern. Wenige Sekunden später hatte Brown schon wieder eine Möglichkeit, scheiterte aber diesmal am Torhüter von Lugano. Sein Gegenüber – Lukas Flüeler – machte in der gleichen Zeit einige wichtige Paraden und war jener Rückhalt, welchen die Zürcher benötigen. Trotz einigen Strafen gegen Zürich ging es weiter mit der Brown Show! Nach 35 Minuten kurvte der Amerikaner um das Tor herum und erwischte Flückiger schon wieder. Zwei Tore und zwei Assists – der NHL Lockout Spieler war heute in Spiellaune. Bis zur Pause lies er es dann aber wieder etwas ruhiger angehen.

Die Pflicht zum Schluss
Da Lugano auch im letzten Drittel nicht fähig war zu einer grossen Reaktion, konnten die Zürcher dieses Spiel in Ruhe zu Ende spielen. Zangger, Cunti, Kenins, Baltisberger und Brown hatten je noch eine gute Chance, verpassten aber den fünften Treffer vorderhand. Erst Sekunden vor dem Ende – Dustin Brown war auf der Strafbank und der Torhüter von Lugano auf der Spielerbank – konnte Trachsler den fünften Treffer noch erzielen. Es war sein zweites Tor an diesem Abend und es war auch der zweite Shorthander.

Bei Zürich überzeugte heute vor allem die Paradelinie um Cunti, Brown und Shannon. Einen weiteren grossen Anteil am Sieg hatte Lukas Flüeler, der eine ganz souveräne und starke Partie einzog. Damit haben die Zürcher die geforderte Reaktion erbracht und können nun verdient ihr langes Wochenende geniessen. Weiter geht es am Dienstag gegen den HC Ambri-Piotta.

2 Gedanken zu „Die geforderte Reaktion gezeigt: 5:1-Sieg gegen Lugano

  1. Hey zämä, super blog aber welä trotel häts resultat verkehrt gschriebä? Isch jo nöd HCL-ZSC 5:1!!!

Kommentare sind geschlossen.