Zweimal gegen den HC Davos

Trotz drei Siegen in den letzten vier Begegnungen liegt der HC Davos zurzeit auf einem Playoutplatz. Zwar mit einem Spiel weniger als die Klotener, dafür auch mit drei Punkten Rückstand. Für den HC Davos geht es also aktuell um mehr als nur eine durchschnittliche Qualifikation zu spielen. Es geht für sie darum, möglichst schnell wieder aus den hohen einstelligen Platzierungen heraus zu kommen.

Offensive mit dabei, aber in der Defensive anfällig
Das Kernproblem bei den Davosern liegt vor allem vor dem eigenen Tor. In 22 Partien haben sie 66 Tore erhalten, was einem Schnitt von 3 Toren pro Spiel entspricht. Pro Spiel lassen die Bündner 36 (zum Vergleich bei Zürich sind es 30 pro Partie) Torschüsse auf Genoni zu, und obwohl dieser eine gute Saison absolviert, entsteht in der Defensive eine verwundbare Stelle beim HCD.

In der Offensive sind es überraschenderweise nicht nur Nash und Thornton, die für die Unterhaltung sorgen, sondern es sind auch Schweizer Spieler wie Hoffmann und Bürgler darunter. Bereits 13 Spieler von Davos haben zwei oder mehr Treffer in der laufenden Saison erzielt.

Auf einmal wieder effizient
Das Derby vom vergangenen Dienstag entwickelte sich aus Zürcher sicht etwas merkwürdig. Obwohl der ZSC für einmal nicht die spielbestimmende Mannschaft war und zu weniger Chancen kam, konnte er am Schluss das Eis als Sieger verlassen. In den vorangegangenen Spiele fiel der ZSC jeweils durch zahlreiche vergebene Chancen auf. Diesmal hatte er vor dem Tor die nötige Kaltblütigkeit oder eben auch das Abschlussglück.

Gegen Davos wird es wichtig sein, wieder auf diese Stärke vertrauen zu können. Wie man ein Spiel phasenweise dominiert und am Schluss dennoch mit 5:1 unter die Räder kommt, hat das Team von Crawford an derselben Stelle vor gut drei Wochen erfahren müssen. Ein dominanter Auftakt, ohne die nötigen Tore, muss also nicht zwingend förderlich sein.