Denn dritten Derbysieg in dieser Saison realisiert

ZSC – EHC Kloten 3:2 (0:0, 1:1, 1:1) n.V.

Auch wenn es schon das vierte Derby der hiesigen Saison war, stand es unter speziellen Vorzeichen. Das Konkordat, welches den Alkoholausschank an Eishockeyspielen verbieten soll und den Zutritt zum Heim- und Gästesektor nur noch mit einem separaten Bus- oder Bahnbillet erlaubt, wurde heute Abend zum ersten Mal per Unterschriftensammlung bekämpft. Ebenfalls hielten beide Fanlager ein Spruchband in die Höhe.

Auch auf dem Eis gab es eine brisante Info. John Gobbi wechselt per sofort und auf Leihbasis zum HC Ambri-Piotta. Das Spiel startete, sagen wir es freundlich, auf bescheidenem Niveau. Weder Kloten noch Zürich konnten sich grosse Chancen erarbeiten, da erstaunte es wenig, dass die Partie torlos in die Pause ging. Der einzige Aufreger, dass Wick das Eisfeld vor der ersten Sirene verlassen musste und nicht mehr zurück kam. Er fällt voraussichtlich 3-4 Wochen aufgrund einer Rippenverletzung aus.

Passive Zürcher
Im Mittelabschnitt war dann die aktuelle Verfassung auch auf dem Eis zu sehen. Und nach gut zwei Minuten lag die Scheibe ein erstes Mal hinter Flüeler. Im Powerplay nutzten die Gäste ihre Möglichkeit aus. Und die Klotener waren weiterhin die bessere Mannschaft, aber kamen auch nur selten gefährlich vor Flüeler zum Abschluss. So hatten die Zürcher nach 35. Minuten die Chance im Powerplay den Ausgleich zu erzielen. Sie nutzten diese Möglichkeit. Monnet versenkte einen harten und präzisen Pass von Seger zum Ausgleich. Zum gleichzeitigen Endstand dieses Drittels.

Tambellini in der Verlängerung
Das dritte Drittel startete mit einem besseren ZSC und dies zahlte sich kurz danach aus. Erneut Monnet, diesmal aber war der Assist von Schnyder gekommen, brachte die Zürcher erstmals an diesem Abend in Front. Natürlich nun die Hoffnung wieder vorhanden im Hallenstadion. Allerdings übernahmen die Gäste in der Folge das Spieldiktat wieder. Etwas unterstütz wurden sie darin auch durch einen Strafe gegen Cunti, welche zumindest fragwürdig war. Die Nummer 12 lief vor Rüeger vorbei, dieser stellte sich in den Weg, fiel um und erhielt dafür eine Strafe zugesprochen. Doch in der erwähnten Überzahl konnten die Gäste den Ausgleich nicht erzielen.

Etwas anders sah dies zwei Minuten vor Ende des Spiels aus. Kloten hatte sein Time-Out bereits bezogen und Rüeger stand schon mehrere Meter weit vor seinem Kasten, da musste Flüeler ein zweites Mal hinter sich greifen. Beinahe wären die drei Punkte im Hallenstadion geblieben, doch die Zürcher waren heute nicht genügend überzeugend und so war die Verlängerung durchaus gerechtfertigt. Dort aber stellte Tambellini rassig den zweiten Punkt für den ZSC sicher. Er zog alleine auf Rüeger zu und erwischte diesen mit einem sehenswerten Handgelenkschuss. Es war eine Partie, welche der Z durchaus auch verlieren hätte können. Doch der dritte Derbysieg in dieser Saison tut der Moral der Zürcher sicher gut, wartet doch am Wochenende zwei Mal der HC Davos.

 

2 Gedanken zu „Denn dritten Derbysieg in dieser Saison realisiert

  1. Der Z „verschenkt“ leider einfach zu viele Punkte. Viele Spiele hätten nach 60min gewonnen werden können, wenn aus der Überlegenheit mehr gemacht worden wäre.
    Sicher, wir stehen auf Platz 2, aber die Tabelle ist so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr (zudem haben wir 1-2 Spiele mehr)…

    • Sehe ich auch so. Man müsste mindestens 9Punkte mehr auf dem Konto haben, vorallem was die Heimbilanz betrifft. Denn so Sattelfest tritt die Mannschaft Auswärts auch nicht an. Nur es ist ja erst die Hälte der Quali gespielt und es wird sich in der Tabelle noch einiges verschieben. Kann ja auch sein, dass die NHL im Dezember beginnt und dann wird sich zeigen, ob sich der Z da oben halten kann. Aus meiner Sicht müssten Sie das eigentlich drauf haben.

Kommentare sind geschlossen.