Die Hälfte der Qualifikation im Rückblick

Nach dem kommenden Heimspiel am Dienstag (gegen den EHC Kloten) wird der ZSC die Hälfte der diesjährigen Qualifikation bereits absolviert haben. Er liegt aktuell auf Platz 2 und darf sich dennoch nicht sicher sein, weil das Mittelfeld näher beisammen liegt als je zuvor. Zwischen dem dritten Platz (SC Bern) und Rapperswil Jona, welches aktuell auf Rang 10 ist, liegen nur gerade 7 Punkte Differenz. Hier nun ein erster Rückblick auf die erste Saisonhälfte aus Sicht der Zürcher:

Durchzogene Startphase und gute Fortsetzung
Wie immer waren die Erwartungen beim Saisonauftakt in Zürich gross. Mit einem Pflichtsieg gegen Langnau, in welchem Reto Schäppi das erste Tor der gesamten Saison erzielte, legten die Zürcher einen guten Grundstein. Doch es folgten auch Niederlagen, so zum Beispiel jene am zweiten Spieltag gegen Rapperswil, bei dem die Zürcher bis zur 50. Minute mit 2:0 führten und innert 10 Minuten alle Punkte vor heimischem Publikum verspielten. Die schlechteste Partie der bisherigen zeigte der Z wohl am 5. Spieltag in der Resega. Der ZSC ging dazumal mit 5:2 unter und hatte nicht einmal in dieser Partie wirklich eine Chance auf den Sieg. Aber gegen Ende dieser Startphase legten die Zürcher einen Gang zu und reihten einige wichtige Siege aneinander.

In den folgenden 12 Spielen, nach der Niederlage gegen Lugano, musste der ZSC nur gerade zwei Mal als Verlierer vom Eis. Einmal davon gegen den unangefochtenen Leader aus Genf. Die Highlights waren die Siege gegen Zug, Davos, Kloten und auch Bern. Besonders der Sieg an Spieltag Nummer 6 gegen den EV Zug, der mit 4:1 in der Hertihalle deutlich ausfiel, war schön anzusehen. Das Selbstvertrauen war vorhanden und die Zürcher sammelten viele Punkte, um so Platz 2 langfristig zu sichern. Aber kurz vor der Pause für die Nationalmannschaft kam langsam eine kleine Baise in Zürich an.

Fehler in der Defensive und fehlende Chancenauswertung
Die Ursache für diese Phase, in welcher die Zürcher Niederlagen gegen Ambri, Davos und Kloten einstecken mussten, sind schnell gefunden. Vor dem gegnerischen Tor brauchten die Zürcher viel zu viele Chancen für einen Treffer und hinten gewährten die Verteidiger den Gegnern einfach zu viele Möglichkeiten. Zudem zeigte auch Lukas Flüelers Leistungskurve etwas nach unten und so summierten sich alle Faktoren. Stellvertretend für diese Entwicklung war das Spiel gegen den HC Davos am 30. Oktober, wo die Zürcher trotz einem Chancenverhältnis von 32 zu 24 am Schluss mit 5:1 untergingen.

Es ging mit der gleichen Marschroute weiter, zwar konnten die Zürcher Rang 2 dank dem Spiel am Freitag halten, und dennoch wird am Dienstag ein anderer ZSC ans Werk gehen müssen. Ansonsten findet er sich ganz schnell wieder im Kampf um die Playoffplätze und dies ist mit diesem Kader nicht nötig.