Wichtiger Sieg in der Verlängerung

ZSC 4:3 HC Genf-Servette (0:1, 1:0, 2:2) n.V.

Genf mit dem perfekten Start
Heute stand der Spitzenkampf gegen die Überflieger aus Genf auf dem Programm. Die Zürcher starteten mit Dustin Brown schwungvoll. Dieser scheiterte jedoch an Tobias Stephan. In der 5. Minute machten es die Genfer besser. Mit der ersten richtigen Chance bezwang Savary Lukas Flüeler zum 0:1. Für Paul Savary war es das erste Spiel der Saison. Eer war bisher verletzt. Die Zürcher Antwort lies danach auf sich warten. Weder im Powerplay, noch bei 5 gegen 5 kamen die Zürcher zu grossen Chancen – mit einer Ausnahme von Jeff Tambellini, welcher in der 14. Minute den Pfosten traf. Kurz vor der ersten Sirene waren auch noch Emotionen vorhanden. Vukovic verlor gegen Dustin Brown die Nerven und versuchte ihn mit einem Faustschlag niederzustrecken. Dieser hatte jedoch nur ein müdes Lächeln dafür übrig. Vukovic musste 4 Minuten auf die Strafbank. Somit startete der ZSC zu Beginn des zweiten Drittels in Überzahl.

Der Puck will und will nicht rein…
Der ZSC kam mit viel Schwung aus der Pause. Doch die Zürcher scheiterten im Powerplay reihenweise am überragenden Tobias Stephan. Und falls dieser mal geschlagen war, scheiterten die Zürcher am Pfosten. Kaum war die Strafe gegen die Genfer abgelaufen, musste ein Zürcher in die Kühlbox. Für was, das wird wahrscheinlich Schiedsrichter Eichmann’s Geheimnis bleiben. Seis drum! Auch in Unterzahl drückten die Zürcher auf den Ausgleich, doch Roman Wick und Ryan Shannon scheiterten im Zusammenspiel an Stephan. Zwei Minuten später war auch Patrick Bärtschi, alleine vor Stephan, nur zweiter Sieger. Nur dem Genfer Torhüter war es zu verdanken, dass der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt nicht Tatsache war. Danach flaute das Spiel ab, bis die Zürcher kurz vor Drittelsende zu einem weiteren Powerplay kamen. Und wieder schien es, als würden die Zürcher an Stephan scheitern – bis Mathias Seger den Zürcher Anhang, mit einem Schuss aus kurzer Distanz ins Lattenkreuz, erlöste – 1:1! Die Zürcher drückten weiter. Doch Wick scheiterte zwei Mal an einem unglaublichen Tobias Stephan. Beim zweiten Versuch von Wick hatte dieser jedoch grosses Glück, dass der Schiedsrichter die Aktion von Stephan nicht als penaltywürdig einstufte. So ging es mit einem für die Genfer schmeichelndes 1:1 in die zweite Drittelspause.

Lange Nichts, dann pure Hektik
Vom Druck des ZSC aus Drittelnummer 2 war nun nichts mehr zu sehen. Niemand wollte etwas riskieren, zu eng war diese Partie. Chancen waren nun auf beiden Seiten Mangelware. Einzig der heute katastrophale Schiedsrichter brachte mit seinen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen Hektik ins Spiel. Nach 54 Minuten schien Lukas Flüeler der entscheidende Fehler der Partie unterlaufen zu sein, als er einen eher harmlosen Schuss von Mercier auf der Stockhandseite passieren lies. Doch in der 57. Minute brachte Morris Trachsler die Hoffnungen auf 3 Punkte, aus Zürcher Sicht, zurück und schoss zum Ausgleich ein – 2:2. Die Zürcher nun quasi im Rausch – Seger mit dem vermeintlichen Siegstreffer in der 59 Minute zum 3:2. Doch die Zürcher waren danach zu siegessicher und kassierten in der gleichen Minute den Ausgleich. So ging es in die Verlängerung. In dieser konnten die Zürcher in Überzahl beginnen. Wick und Brown kombinierten sich herrlich durchs Genfer Drittel. Dabei vergassen sie jedoch den Torabschluss. Eine Minute später machte es Brown dann mit einem perfekten Querpass auf Maurer besser – und dieser versenkte den Puck in die Maschen: 4:3 Sieg für den ZSC!