Der NHL-Hype ist auch in Zürich angekommen

Eine halbe Stunde vor dem ersten Puckeinwurf steht jeweils die obligatorische Medienkonferenz auf dem Programm. An ihr informieren Exponenten der beiden Clubs über die Aufstellung der beiden Teams. Bei normalen Qualifikationen hören sich diese Worte nur wenige Journalisten an, anders gestern. Der Hype um Dustin Brown hatte schon eine Woche zuvor, mit seiner Ankunft in Zürich, begonnen. Und er setzte sich soweit fort, dass der Captain der LA Kings, ein grosses Interview nach Spielende gab, da er beim Nachkommen aller Wünsche nicht zum Schlaf gekommen wäre.

Zuerst auffällig, dann unscheinbar
Der Start war vielversprechend und gut möglich, dass der frische Wind von Brown die Mannschaft in den ersten Minuten pushte. Allerdings geht im Zuge um den Brown-Hype vergessen, dass der Z in den ersten vier Minuten mit allen Linien, bei fünf gegen fünf, quasi Powerplay spielte.

Auch, dass die Linie um Trachsler, Monnet und Bastl stark aufspielte und für zwei der drei Zürcher Tore verantwortlich war, geht in der allgemeinen Berichtersattung um die neue Nummer 32 unter. Genau gleich wie die Tatsache, dass Cunti bei seinem Comeback bereits wieder grossartige Angriffe lancierte und ihm die Scheibe beinahe am Stock klebte.

Als sich die ganze Mannschaft von Zug den Schneid abkaufen lies, da schraubte auch Brown einen Gang zurück. Auch wenn er ab und zu, selbstverständlich zur Freude der Zuschauer im Hallenstadion, noch einen kernigen Check platzierte, so konnte auch er an der Niederlage nichts mehr ändern.

Ein Vorteil hatte dann das grosse Medieninteresse an Brown noch, mindestens für die restlichen Spieler, sie konnten sich den Medienmarathon ersparen, denn für sie interessierte sich heute kaum jemand.

Fazit: Dustin Brown ist eine Verstärkung und sobald der Alltag einkehrt, der erste grosse Hype durch ist, dann dürften wir noch viel Freude an ihm haben. Ein Übermensch und Sieggarant ist aber auch er nicht, falls dies je jemand glaubte…

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