Eine zu hohe Niederlage

HC Davos – ZSC 5:1 (1:0, 4:0, 0:1)

Mit der Reise nach Davos setzten die Zürcher ihren vier Spiele dauernden Roadtrip fort: Ambri, Davos, Langnau und Kloten, so heissen die Stationen, welche die Zürcher vor dem Unterbruch für die Spiele der Nationalmannschaft noch besuchen. Und beim HC Davos ging es heute um nicht weniger als einen Platz unter den Playoffplätzen. Denn die Bündner dümpeln weiterhin „unter dem Strich“ herum und arbeiten sich nur langsam nach oben.

Dominater ZSC – Führung für den HCD
Beim ZSC fehlte heute zusätzlich Roman Wick, der mit Schmerzen im Rücken ausfiel. Dafür war Matt Lashoff wieder zurück im Team. Trotz den vielen Ausfällen im Team war der Z die absolut spielbestimmende Mannschaft auf dem Eis. Davos besass bis zur 19. Spielminute quasi keine einzige Chance vor Flüeler. Dagegen scheiterten die Zürcher im Minutentakt an Genoni. Ob Tambellini, Baltisberger oder Shannon, alle fanden ihren Meister im Davoser Tor. Völlig aus dem Nichts dann die Führung der Bündner. Schäppi wurde im Drittel von Davos niedergecheckt und fuhr etwas durcheinander auf die Bank. In diesem Moment passte die Zuteilung in der Zürcher Defensive nicht mehr und Dino Wieser traf zur Führung. Dieser doch eher unverdiente Treffer dämpfte die Euphorie bei den etwa 50 mitgereisten Fans aus Zürich.

Abartiges Mitteldrittel
Das Mitteldrittel war erst 25 Sekunden alt, da lag die Scheibe zum zweiten Mal hinter Flüeler. Dem Treffer war vermeintlich ein Torraumoffside vorausgegangen. Doch dieses dürfen die Unparteiischen auf dem Video nicht mehr beurteilen und so zählte das Tor. Noch einmal bäumte sich der ZSC auf und erspielte sich Chancen. Aber als in der 30. Minute – es war notabene die erste Chance seit dem letzten Treffer für Davos – Rizzi zum 3:0 traf, da war auch beim Z der letzte Wille gebrochen. Was im Anschluss folgte war typisch für dieses Spiel. Zwei Treffer innert Sekundenfrist brachten den Davosern die drei Punkte quasi auf sicher. Insbesondere das 5:0 charakterisierte die heutige Partie deutlich. Ein Davoser Schuss prallte vom Pfosten ab und landete genau auf der Schaufel von Hoffmann. Wenige Sekunden später verfehlte dagegen der Z Spieler alleine vor Genoni das Tor nur um Zentimeter. Es passte zu diesem Abend.

Die Fans im Zentrum
Somit hatte das letzte Drittel nur noch statistischen Wert und für Wolf bedeutete es noch etwas an Matchroutine, denn Flüeler verabschiedete sich frühzeitig auf die Bank. In den letzten Minuten feierten sich nun nur noch die Z Fans selber. Immer wieder zählten die Zürcher von Zehn auf Null und wechselten anschliessend die Seite des Fansektors. Ein kleines Higlight gab es noch, als Bastl Genoni noch einen Treffer in die Maschen haute. Zu spielen waren keine drei Sekunden mehr. Danach stand der 5:1 Sieg für das Heimteam fest.

Damit haben die Davoser es verpasst, den Z heute höher zu schlagen, als wir sie insgesamt in der letzten Playoffserie. Und mit diesem Wissen lässt es sich auch heute Nacht, als amtierender Schweizermeister, gut schlafen..

Ein Gedanke zu „Eine zu hohe Niederlage

  1. Sehe ich einbisschen anders. Die Defensive war z.T. nett ausgedrückt ein Hühnerhaufen (im Vergleichen mit den bisherigen Spielen. Der Z hatte zwar auch seine Chancen doch Davos hätte gut und gerne noch das ein oder andere Tor mehr machen können. Solche Spiele gibt es, jetzt muss einfach eine Reaktion kommen, sonst ist es die 3. Niederlage in Serie und der Anfang einer Negativspirale welche schnell verherend werden kann.

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