Mathias Seger – ein Routinier in Topform

Er ist 34 Jahre jung, Captain der Zürcher und ist aktuell der Topscorer der Zürcher Mannschaft. Die Rede ist von Mathias Seger, dem Ostschweizer, welcher mittlerweile seine 14 NLA Saison bei den Zürchern absolviert und so stark aufspielt wie selten zuvor. Erst letztes Jahr wurde der Vertrag von Seger um drei Jahre verlängert und damit erhielt der Verteidiger noch einmal eine „Amtszeit“ als Captain der Zürcher zugesprochen. Die Entscheidung wurde vielerorts positiv gewertet, aber es waren auch einige kritische Stimmen über die Verlängerung zu hören. War der Routinier doch schon deutlich über 30 Jahre und hatte in den letzten zwei Jahren auch seine schwächeren Spiele eingezogen. Doch der Captain stand immer vor seiner Mannschaft und lebte mit den Ergebnissen mit. Nach einer Niederlage ist es oftmals kein Spass mit Segi ein Interview zu führen, beschäftigt ihn doch die erst eben beendete Partie noch zu sehr.

Aus Uzwil über Rapperswil nach Zürich
Seine Wurzeln hat Mathias Seger in der Ostschweiz. Die ersten Eishockeyerfahrungen sammelte er beim EHC Uzwil.  Uzwil ist eine Gemeinde mit sieben Dörfern, welche zusammen knapp über 12’000 Einwohner beherbergen. Darunter früher auch Mathias Seger, welcher aber mit 20 Jahren sein NLA Debüt feierte. Damals noch bei Rapperswil-Jona, wo er es in 45 Spielen auf einen Assistpunkt brachte. Auf die Saison 1999/00 hin wechselte er dann auf die andere Seite des Zürichsee und erlebte in der ersten Saison im neuen Verein auch sogleich den ersten Meistertitel. Damals war der 23-jährige Verteidiger noch einer der jüngeren im Zürcher Team und niemand ahnte, dass der ZSC und Seger zu einer fast unzertrennbaren Geschichte werden würde.

Aber Seger erlebte im Laufe seiner Karriere bei Zürich auf die negativen Seiten von Oerlikon. In der Spielzeit 2005/06 musste er mit seinem Team bis in den Playout-Final um den Ligaerhalt kämpfen. Aber nur ein Jahr später sah alles wieder rosiger aus. Zuerst wurde der Verteidiger zum neuen Captain der Zürcher befördert und im gleichen Jahr feierte er auch noch seinen Titel Nummer drei mit dem ZSC. Zwei Jahre später – obwohl der ZSC  im Viertelfinal ausscheidete – erreichte Seger seine offensiv beste Saison. In 54 Partien brachte es die Nummer 15 auf 10 Tore und 48 Vorlagen. Was in insgesamt auf den achten Platz in der Topscorerliste brachte.

Mathias Seger Ausgabe 2012/13 was kommt noch?
Der Beginn der neuen Saison war für Mathias Seger – und diesmal auch für den ZSC – durchwegs erfreulich. Platz zwei in der Tabelle und Seger seit einigen Spielen mit dem gelben Helm auf dem Eis dürfen durchaus als positive Zeichen gewertet werden. Auch wenn Seger selber sagt, dass er den gelben Helm lieber einem Stürmer abtreten würde, so wird er dies in der aktuellen Form kaum schaffen. Alleine dieses Wochenende brachte er es wieder auf zwei Assists und ein Tor.

Mathias Seger ist sowohl auf, wie auch neben dem Eis, die nötige Leaderfigur und er nimmt auch gerne selber das Wort in die Hand in der Kabine. Spätestens seit dem hiesigen Saisonstart und seinen gezeigten Leistungen dürfte dem Entscheid von Edgar Salis, den Captain weitere Jahre zu verpflichten, kaum mehr jemand negativ entgegen stehen. Nach Abschluss seiner Karriere wird Seger mindestens 16 Saisons bei den Zürchern absolviert haben und verdient damit definitiv einen fetten Eintrag im Geschichtsbuch des Zürcher Schlittschuh Clubs.

 

2 Gedanken zu „Mathias Seger – ein Routinier in Topform

  1. Vor allem WIE Segi im Moment spielt ist eine spezielle Erwähnung wert. Ich denke, er spielt momentan wahrscheinlich sein bestes Hockey ever. Eigentlich unglaublich!

  2. Bei allem Respekt an die Leistung von M. Seger welche z.Z. wirklich seines gleichen sucht. Dies zeigt leider aber auch die Kehrseite – unsere Stürmer (mit Ausnahmen) und vorallem die Ausländer haben noch enormes Steigerungspotenzial. Hoffen wir, dass sie spätestens zu den PO ihre Topform gefunden haben. Ansonsten pro Lockout-Crack – Konkurenz belebt das Geschäft.

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