Roman Wick auch im zweiten Derby der Matchwinner

ZSC – EHC Kloten 4:3 (1:1, 1:0, 1:2) n.P.

Beim heutigen 173. Derby ging es um die Vorherrschaft im Kanton und um den Derbysieg Nummer 2 für den ZSC in dieser Saison. Doch vorderhand starteten die Gäste stärker und wollten früh in Führung gehen. Zum ersten Mal ganz nahe am Führungstreffer waren sie nach 8 Minuten. Nur eine Glanztat von Flüeler verhinderte den sicheren geglaubten Treffer von Hollenstein. Es zeichnete sich ein Treffer ab und wenige Sekunden nach dieser grossen Chance lag die Scheibe auch tatsächlich hinter Flüeler. Bei diesem Treffer aber sah er wenig vorteilhaft aus. Doch die Zürcher vermochten zu reagieren und nur zwei Minuten später war auch Rüeger zum ersten Mal bezwungen. Ein Schuss von Geering lenkte dieser ab, zwar konnte der Klotener Schlussmann diesen noch parieren, doch den Nachschuss verwertete die Nummer 19 souverän. Der ZSC nun mit mehr Spielanteilen und kurz vor der Pause mit zwei riesen Chancen. Zuerst vergab Monnet und anschliessend Wick den Führungstreffer.

Führung kurz vor Ende verspielt
Im Mitteldrittel waren die Zürcher die deutlich bessere Mannschaft. Immer wieder zeigten die Zürcher starke Ansätze, doch nur einmal klingelte es auch in der Klotener Kiste. Ausgerechnet Roman Wick erzielte seinen dritten Treffer gegen seinen ehemaligen Club. In der 23. Minute – es lief gerad ein Powerplay für den ZSC – passte der Handgelenkschuss genau und Rüeger ohne Abwehrchance.

Auch im Schlussabschnitt änderte sich dieses Bild vorderhand nicht. Die Zürcher besser, doch auch heute nicht mit der nötigen Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor. So erstaunte es nicht, dass in der 45. Minute zum zweiten Mal der Ausgleich fiel. Eigentlich war der ZSC auch in dieser Phase besser, aber halt eben nicht mit mehr Toren. Diesen Treffer erweckte in den Gästen neue Energie. Sie drückten nun ihrerseits auf die Führung. Es liefen schon die letzten Spielminuten und aus Zürcher Sicht war gar noch eine Niederlage zu befürchten. Doch die Zürcher hatten noch eine Antwort auf Lager. Plötzlich drehten sie das Kräfteverhältnis wieder. Und Shannon war es vorbehalten, den Siegestreffer zu erzielen – fünf Minuten vor Schluss. Oder doch nicht?

Kloten eigentlich schon fast geschlagen und Rüeger bereits auf halbem Weg zur Bank. Da klingelte es zum dritten Mal bei Lukas Flüeler. Auch hier verfielen die Zürcher etwas in die Passivität. Wenige Sekunden zuvor rettete bereits die Torumrandung die Zürcher vor dem erneuten Ausgleich.

Ein verweigerter Penalty und die Wende mit Wick
In der Verlängerung mussten die Zürcher gleich zwei Strafen überstehen. Sie taten dies mit einer defensiv sehr soliden und gewillten Leistung. Doch sie hätten wenige Sekunden vor Ende der Spielzeit einen Penalty zu Gut gehabt. Geering lief alleine auf Rüeger zu und wurde per Notbremse gefoult. Eigentlich eine klare Sache: Penalty! Doch sämtliche vier Schiedsrichter sahen von einem Penalty ab. Ein klarer Fehlentscheid!

Also musste das Penaltyschiessen her und dort lagen die Zürcher nach je drei Schützen bereits mit 2:0 hinten. Die Partie beinahe durch, da lief Roman Wick an und verwertete den ersten Treffer. Weil Flüeler hielt und Tambellini auch den nächsten Penalty noch versenkte, konnte es weiter gehen. Eigentlich fehlte jetzt nur noch, dass Wick auch noch den entscheidenden Penalty verwerten würde. Und tatsächlich kam es auch so. Der ehemalige Klotener leitete nicht nur die Wende im Eins gegen Eins ein – nein er entschied die Partie auch gleich noch persönlich. Fast schon etwas unheimlich.

Damit sicherten sich die Zürcher den zweiten Derbysieg in dieser Saison. Es war ein ganz wichtiger Sieg, denn die Zürcher haben damit bewiesen, dass sie auch mit Rückschlägen und Rückständen umgehen können. Als nächstes geht es nun am Freitag weiter gegen den HC Lugano. Auch diesmal wieder im Hallenstadion.