Den Leader gefordert, aber nicht bezwungen

Genf-Servette – ZSC 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)

Im Spiel gegen den Leader wollte der ZSC die unglückliche Niederlage vom vergangenen Dienstag, gegen den HC Fribourg-Gotteron, vergessen machen. Gegen die Genfer in Topform würde heute keine durchschnittliche Leistung reichen, denn das Team von Chris McSorley befindet sich in beneidenswerter Frühform.

Sehr früh wurde dies auch auf dem Feld ersichtlich. Nach nur 11 Sekunden zog Keller alleine auf Flüeler zu und konnte nur noch regelwidrig vom Torschuss abgehalten werden. Keller selber führte den Penalty aus und brachte den Leader zum ersten Mal in Führung. Das Stadion im Freudentaumel. Nach gut sieben Minuten hatten die Zürcher die erste Gelegenheit ein Powerplay aufzuziehen. Dieses dauerte nur wenige Minuten und schon bejubelte Gobbi den Ausgleichstreffer. Nach einem Bully erhielt er die Scheibe und zögerte nicht.

Zürich im Mitteldrittel besser
Der Z zeigte sich im Mittelabschnitt mit viel Schwung und den grösseren Spielanteilen. Bei Spielmitte hatten die Zürcher, erneut im Powerplay, die grosse Chance zur Führung. Geering erhielt die Scheibe am Bullypunkt, hatte viel Zeit und verwertete zum Führungstreffer. Nun hatte der Z die Partie vollumfänglich im Griff. Genf hatte kaum mehr Chancen. Aber die Zürcher verpassten es, dem Führungstreffer ein weiteres Tor nachzulegen. Und gegen Ende des Mitteldrittel glichen sich die Kräfteverhältnisse wieder aus, mehr sogar, Genf glich die Partie noch aus.

Genf mit dem Siegestreffer
Die Zürcher starteten in Unterzahl in diesen Schlussabschnitt. Zwar überstanden sie diese Situation, doch eine weitere Strafe, Sekunden danach, war dann zu viel. Lukas Flüeler war zum dritten Mal bezwungen. Ein sehr bitteres Gegentor zu diesem Zeitpunkt. Und gut drei Minuten später war es zum vierten Mal passiert. 4:2 und nun war zu sehen, dass die Genfer Leader sind und mit einem riesigen Selbstvertrauen ausgestattet sind.

Der Z zwar noch mit guten Aktionen, doch die Genfer brachten die Führung mehr oder weniger souverän über die Spielzeit. Am Schluss kostete, je ein Tor vor und eines nach der zweiten Pause, den Zürchern den Sieg. Mit der zweiten Niederlage in Serie, startet der ZSC nicht wunschgemäss in den intensiven Oktober.