Eine erste Zwischenbilanz

Mit dem 4. Sieg in Serie und dem 5. gegen Davos ist eine erste kleine Phase abgeschlossen. Die Bilanz kann man durchaus als positiv bewerten. Auch wenn es da und dort noch Probleme gibt. Im folgenden Text eine kleine Analyse über die ersten neun Spiele.

Überraschungen

Die Überraschung in dieser Saison ist Patrick Geering. Laut zsclions.ch hat er die beste +/- Bilanz aller ZSC Spieler (+ 10). Mit fünf Scorerpunkten und zwei geschossenen Toren ist er der 2. beste Offensivverteidiger. Nur Mathias Seger ist mit sieben Punkten (ebenfalls zwei Tore, + 8) noch produktiver. Jedoch war Seger bereits fünfmal auf der Strafbank, Patrick Geering verbüsste erst eine kleine Strafe.

Auf der Stürmerseite sind Mark Bastl und Thibaut Monnet gegenüber der Meistersaison nicht wiederzuerkennen. Mark Bastl kommt auf sechs Scorerpunkte, Thibaut Monnet sogar auf sieben! Bester Torschütze des ZSC ist aber Andres Ambühl mit 4 Toren.

Keine grosse Überraschung ist dagegen die Leistung von Lukas Flüeler, mit Aussnahme des Auswärtsspiels in Lugano konnte er bisher überzeugen.

Kleine „Enttäuschungen“

Die Neu-Ausländer Ryan Shannon (bereits 18 Strafminuten, 3 Tore) und Gilbert Brulé (4 Assists) sind nur mässig in die Saison gestartet. Doch auch Jeff Tambellini tut sich noch schwer (6 Scorerpunkte). Von den Ausländern könnte man eigentlich mehr erwarten. Shannon und Brulé brauchen sicher noch ein paar Spiele um ihr ganzes Können zu zeigen. Schliesslich muss man sich zuerst an ein neues Team gewöhnen. Das Tambellini noch nicht bei 100% seiner Leistung angelangt ist, ist ebenfalls nicht so schlimm. Das Team braucht in nicht mehr so oft wie letzte Saison. Die Verantwortung ist deutlich breiter abgestützt.

Boxplay und Powerplay

Das Boxplay ist noch schwächer als in der letzten Saison. Letze Spielzeit gab es in der Qualifikation alle 8 Minuten und 31 Sekunden ein Gegentor in Unterzahl, in den ersten neun Qualifikationsspielen kassiert der ZSC fast alle sechs Boxplayminuten ein Gegentor. Gegen Bern gab es drei Gegentore in Unterzahl. Insgesamt waren es neun kleine Strafen (18 Minuten).

Das Überzahlspiel hat sich dafür verbessert. Brauchte man in der letzten Qualifikation noch 17 Min und 32 Sek, geht es diese Spielzeit mit 8 Min und 53 Sek nur noch halb so lange. In den letztjährigen Playoffs kam man „nur“ auf 11 Min und 34 Sek.

Tabellenplatz und Punkte

Mit Platz 2 kann man sicher zufrieden sein. Mit 18 Punkten ist man so gut gestartet wie seit der Saison 2009/2010 nicht mehr (21 Punkte nach neun Spielen). Mit dem Spiel gegen Fribourg nächsten Dienstag endet das erste Fünftel der Qualifikation und man könnte den Start von 2009/2010 Punktemässig egalisieren.

Jedoch ist die Qualifikation noch lange und wie wir bestens wissen am Schluss einer Saison nur eine Randnotiz, denn erst in den Playoffs wird der Meister erkoren. Jedoch gibt es dem ZSC seit Jahren wieder einmal die Möglichkeit ohne grosse Misstöne, Trainerentlassungen oder Pfiffen auf den Rängen die Playoffs souverän in den Top 4 zu beenden.

Statistiken aus:
hockeyfans.ch und zsclions.ch