Ein Sieg gegen Brunner und den verpatzten Saisonstart

EV Zug – ZSC 1:4 (0:0, 1:2, 0:2)
Die Zürcher traten heute zur nächsten Partie vor einem fast leeren Gästesektor an. Etwa 70 Z-Fans säumten den Gästesektor, welcher auf dieses Jahr halbiert wurde. Die übrigen Zürcher Anhänger blieben dem Spiel fern, da sie mit den Sicherheitsmassnahmen der Zuger nicht einverstanden sind. Insgesamt besuchten knapp über 5000 Zuschauer die heutige Partie. Die Hoffnungen der Zuger lagen heute hauptsächlich in den Nummern 95 und 96 – Linus Omark und Damien Brunner. Gemeinsam sollten sie den EV Zug zum zweiten Saisonsieg bringen.

Torloses Remis im Startdrittel trotz vielen Chancen
Und Brunner hatte auch die erste Chancen in dieser Partie. In der dritten Minute vertändelte er die Scheibe alleine vor Lukas Flüeler. In der Folge vergaben die beiden Teams je eine Powerplaymöglichkeit, dabei erspielten sie sich aber gute Chancen. Zug in dieser Startphase etwas konsequenter und besser unterwegs. Lukas Flüeler musste einige Big Saves zeigen um den torlosen Spielstand halten zu können. Zum ersten grossen Raunen bei den Zugern kam es in der 14. Spielminute. Als Trachsler und Bastl alleine vor Markkanen auftauchten, aber am Zuger Schlussmann und der eigenen Unfähigkeit scheiterten. Danach hatten die Zürcher etwas die Oberhand und kamen zu gefährlichen Torchancen. Aber sie blieben, wie auch die Zuger, in diesem ersten Spielabschnitt ohne Tor.

Zuger Führung und Zürcher Wende
Auch im zweiten Drittel ging es vorerst torlos weiter, bis ein Zürcher auf der Strafbank sass und die Zuger zum nächsten Powerplay kamen. Dabei ging Reto Suri im Slot vergessen und wurde von Linus Omark herrlich freigespielt. Suri hatte die Kaltblütigkeit und verwertete zum ersten Treffer an diesem Abend. Der ZSC nun etwas überfordert vom Spiel der Innerschweizer und so hatten diese weitere Chancen, aber sie scheiterten immer wieder an Lukas Flüeler. Der heute definitiv einen sehr guten Abend einzog. Zürich beinahe nie mehr gefährlich und in der Angriffsauslösung mehr als unterdurchschnittlich. Aber auf einmal zog Roman Wick davon und bediente den in der Mitte mitgelaufenen Geering, welcher Markkanen zum Ausgleich bezwang. Es war der klassische Kontertreffer, wie er im Lehrbuch zu finden ist. Der Treffer zu diesem Zeitpunkt eigentlich unverdient, aber halt eben trotzdem auf der Anzeigetafel. Gespielt zu diesem Zeitpunkt 38 Minuten. Und die Zürcher erhielten noch mehr Grund zur Freude. Denn wenige Sekunden nach dem Ausgleichstreffer musste mit Blaser ein Zuger auf die Strafbank. Die Strafe erst vier Sekunden alt, da erwischte Shannon den Zuger Torhüter bereits wieder. Mit dieser knappen Führung ging es auch in die zweite Pause.

Die Entscheidung dank Geering und Monnet
Nun die Zuger natürlich unter Zugzwang und mit dem Versuch sofort wieder den Ausgleich zu erzielen, aber viel zu hektisch in der Startphase. Davon profitierte in der 45. Spielminute Patrick Geering, der wieder bei einem Konter frei war und von Luca Cunti mustergültig in Szene gesetzt wurde. Der ZSC nun plötzlich spielbestimmend und teilweise sogar dominant. In der Hertihalle herrschte nun Ernüchterung und Enttäuschung zugleich. Diese Situation nutzten die Zürcher eiskalt aus. Monnet, welcher grossartig von Bastl bedient wurde, lies Markkanen aus und versenkte ohne Mühe zum vierten Zürcher Treffer.

Damit war die Partie eigentlich durch und die letzten Zuger Bemühungen versandeten in der Zürcher Abwehr, welche heute zuerst eher unsicher wirkte, doch nach dem Ausgleich gewaltig zulegte. Der restliche Teil der Geschichte ist kurz erzählt, das 4:1 hatte bis zum Schluss bestand und die Zürcher wendeten den Fehlstart in die Saison ab. Besiegelten damit aber den ungenügenden Start der Innerschweizer…

Weiter geht es bereits am Freitag, dann in Rapperswil und diesmal hoffentlich mit dem richtigen Sieger…