Der Ausschluss von unwirtschaftlichen Gäestefans

Es ist ein leides Thema. Die Thematik rund um die Gästefans in den Stadien. Je länger je mehr fühlt man sich in einigen Stadien als Auswärtsfans nicht mehr erwünscht. Kleinere Sektoren, radikale Kontrollen, Abbau des Caterings im Gästesektor und unnötige Sicherheitskontrollen. Dies alles sind Mittel, welche in den letzten Jahren häufiger und häufiger angewendet wurden, um die Gästefans aus den Stadien zu halten und wohl so mehr Tickets für das Heimpublikum bereit zu stellen. Ist aber nicht genau das verbale Duell zweier Fanlager ein Teil der Eishockeyszenerie?

Fall 1 – HC Fribourg-Gotteron:
Es ist das klassische Beispiel für den schrittweisen Ausschluss der Gästefans in den Stadien. In der Spielzeit 2008/09 traf der ZSC im Viertelfinal der Playoffs auf den HC Fribourg-Gotteron. Der Gästesektor damals noch ordentlich gross, doch durch die Zürcher unter der Woche nicht komplett ausverkauft. Gotteron ging in vier Partien durch und entschied im Anschluss, dass der Gästesektor etwa auf die Hälfte reduziert werden müsse. Damit werden mehr Tickets für das Heimpublikum frei, aber der Gästefan bleibt in einem wichtigen Playoffspiel auf der Strecke.

Fall 2 – HC Lugano:
Hier geht es weniger um die Kapazität des Stadions, denn die Luganesi bringen es wohl auch im Playofffinal nicht hin, das Stadion komplett zu füllen. Aber sie scheinen etwas gegen die Zürcher Fans zu haben. Anders sind die Aktionen, welche am Freitag und in der letzten Saison stattgefunden haben, kaum zu erklären. Bei der letzten Partie, noch in der vergangenen Spielzeit, wurden 52 Zürcher mit dezentralem Stadionverbot in Lugano bestraft.

Als Konsequenz darauf wurden am Freitag nun vorsorgliche Sicherheitsmassnahmen durchgeführt. Sämtliche Zürcher Fans, inklusive dem kompletten Car, wurden nach Strich und Faden kontrolliert. Es glich schon fast einer Schikane und die Polizisten hatten es denn auch überhaupt nicht eilig. Folge davon: Die Zürcher verpassten die ersten zehn Minuten des ersten Spielabschnittes.

Fall 3 – EV Zug:
Mit dem EV Zug ist der Vorreiter der gesamten „Gästefans“-Thematik gefunden. Kein Club ergreift härtere und schärfere Massnahmen. Zugegeben: Der EV Zug hat mit dem Vorfall am 9. Oktober 2009 und dem Spielabbruch bei den Zürchern einige Argumente auf dem Tisch, um die überharten Massnahmen zu rechtfertigen.

Dennoch gehen gewisse Aktionen einfach zu weit. Oder warum wurde den Gästefans das Essen und Trinken in ihrem Sektor verboten? Warum müssen grundsätzlich alle durch eine ID Kontrolle mit Foto, aber einige werden dann dennoch durch diese Kontrolle geschleust? Warum müssen die Heimfans im Gästesektor diese Kontrolle nicht auch durchlaufen?

Folge davon waren weniger Zuschauer in Zug und darauf haben die Innerschweizer reagiert und den Gästesektor verkleinert! Eigentlich ein logischer Ablauf der Aktionen und Reaktionen.

Die positiven Beispiele:
Daneben gibt es aber auch weiterhin positive Beispiele diesbezüglich.  Dazu zählen sicher Biel, Rapperswil oder Davos. Sie alle haben einen relativ grossen Gästesektor, kontrollieren im Normfall zweckgemäss und lassen das Eishockeyspiel ein Eishockeyspiel sein und machen daraus keine Suche nach Verbrechern.

Schlussendlich geht es immer noch um den Sport, und auch wenn dies nach Vorfällen wie vor der Bar in Zürich Oerlikon etwas in Frage gestellt wird, so bleibt es beim Sport und dort gehört eine gesunde Rivalität dazu!

 

4 Gedanken zu „Der Ausschluss von unwirtschaftlichen Gäestefans

  1. uf e Aktion gits halt meistens e Reaktion. Wänn sich d’Fans aständig benehmed, gits au kei Problem und s’Thema isch beändet. Dezue ghört aber au s’Ufträte VOR und BIS zum Stadion.

  2. bispiel für mieses uftrete? die vorfäll wo mir ifalled hättet au die hütige massnahme nöd verhindere chöne…

  3. @ Graf von Loewenbraeu: Ich wohne in argentinien. Aber ich habe viel gelesen von Fans in Schweiz in den Zeitungs. Ich denke du kannst so nicht reden mit diese Polizei und Verein weil du nicht ein Lösung finden willst und nicht möchtest.

  4. ich würde nicht alles glauben was in den medien steht… mit nur deren informationen bleibst du der ganzen diskussion besser fern. eine lösung in diesem sinne braucht es nicht, da die bisherigen massnahmen ausreichten.
    aber zum auf meine ursprüngliche frage zurückzukommen: nenn mir irgendwelche vorfälle im eishockey, die das ganze rechtfertigen?

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