Das fehlende Meister-Ambiente

Vorweg: Die nachfolgenden Zeilen widerspiegeln meine persönliche, subjektive Wahrnehmung, welche ich von der gestrigen Meisterparty erhalten habe.

Die Einwegparty
Als ich kurz vor 16 Uhr beim Platz vor dem Hallenstadion eintraf, waren dort schon einige Z-Fans mit den Feierlichkeiten beschäftigt. Es wurde getanzt, getrunken und gemeinsam noch einmal die letzte Playoffkampagne besprochen. Ich wollte später ebenfalls noch etwas auf dem Platz das Wetter geniessen. Zuerst hatte ich aber im Sinn einen kurzen Augenschein der Einrichtung zu nehmen. Bei den Eingangskontrollen, welche übrigens etwa so wie Startrampen bei Pferderennen aussahen, wurde mir dann aber klar gemacht: Einmal in die Halle und einmal wieder heraus.

Das Ambiente eines Aperos oder einer Ausstellung
Zwei Stunden später wollte ich es dann wissen, stand doch ab 18 Uhr die Präsentation der diversen Meistermannschaften auf dem Programm. Aber es war irgendwie kein Ambiente einer Meisterfeier. Viel mehr erinnerte mich die Kulisse an eine Ausstellung oder einen Apero vor einem Firmenessen. Das Eisfeld stand den Besuchern zur freien Bewegung zur Verfügung und auf der Strafbankseite wurde eine Bühne aufgestellt. Daneben war der Pokal aufgestellt und jeder konnte sich hinter diesem ablichten lassen. Nur, warum musste genau die Werbewand dahinter aufgestellt werden? Hätte eine weisse Wand nicht auch gereicht?

Teamvorstellung mit einem Fragekatalog
Die Präsentation sämtlicher Meistermannschaften der Organisation würde doch die Stimmung etwas anheben, dachte ich. Doch leider war auch da irgendwie der Wurm drin. Teleclub-Moderator Reto Müller, der gemeinsam mit Beni durch den Abend führte, fragte sämtliche Captain der Mannschaften warum sich ein Besuch bei ihren Spielen lohnen würde. Diese waren jeweils leicht verlegen und fanden nicht die passenden Worte. Eine weitere Standardphrase von Reto Müller war die Frage: „Erzähl uns, was lief in der Meisternacht und wie feiert eigentlich ihr?“ Nach einem erneut leicht verlegenen Lachen übernahm dann der Moderator gleich wieder selber: „Ok, belassen wir es dabei. Das sagt ja schon einiges“. Gar etwas mager für einen Teleclub-Moderator.

Übermotivierter Show-Act und die erste Mannschaft in Schale
Nach der Präsentation der ersten Mannschaft folgte der erste Einsatz einer Cover-Band. Mit der Einleitung, „Wo chunnt die bescht Musig her? Dete wo s’schlächtischte Hockey gspielt wird. Nämlich us Bern“, schaffte er es aber auch gleich sich selber zu disqualifizieren. Im Anschluss folgte noch der Rückblick auf die Playoffs und jedes Tor wurde noch einmal auf dem Screen gezeigt. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl an einer Meisterparty zu sein. Noch einmal hallte „Meischter, Schwizermeischter“ durch die Halle.

Kurz darauf folgte noch der Auftritt der ersten Mannschaft und dieser passte dann wieder etwas weniger in das Bild. Mit Hemd und Schale traten alle Spieler auf die Bühne und liessen sich namentlich feiern. Alle anderen Teams waren mit den Spielertrikots auf der Bühne erschienen, aber die erste Mannschaft nicht.

Eigentlich mag ich das Nörgeln und Klagen nicht, aber diese Meisterparty wurde seinem Namen nicht gerecht. Die Mannschaft und die Fans hätten mehr verdient gehabt.

Wie habt ihr das gesehen? Ging es euch anders? Eure Rückmeldungen interessieren uns.

 

14 Gedanken zu „Das fehlende Meister-Ambiente

  1. Langweilig wäre untertrieben ! Eine Meisterfeier die kein Rappen Wert ist !

  2. Das war irgendein event an den sich in 1-2 Wochen niemand mehr erinnern wird ausser vielleicht an das er richtig bescheiden war. Irgendein DJ der irgendwelche Hits abspielt sowas braucht man nicht an einer meisterfeier! naja nach 2008 wundert mich überhaupt nichts mehr…

  3. meiner meinung war es gut organisiert. versuch doch mal selber eine party für jung/alt/familie/sponsor/manschft zu erstellen… kein leichetes unterfangen!
    die manschaft hätte sicher etwas spontaner verhalten können und die stimmung noch ein wenig anheizen. aber es sind zwei wochen vergangen, da ist die meister-euphorie schon etwas abgeflacht… das ist doch nur menschlich.
    und es sind grundsätzlich wir die fans, die den unterschied machen zwieschen gutes/schlechtes ambiente…

    ich glaube aber viele fans haben es genossen… bin selber ohne grosse erwartungen in die halle gekommen und hatte mit meinen freunden einfach spass gehabt..!

  4. @henry: Die Organisation war sicher nicht schlecht. Hat ja wohl auch alles nach „Drehbuch“ geklappt, aber für mich war es irgendwie keine Meisterfeier. Irgendwie mehr so ein Treffen zum Saisonende. Hätte aber auch nach jeder normalen Saison stattfinden können.

  5. Bisschen eine Snoap Party war das. Überall reserviert für VIP, Spieler, Freunde von denen usw. Die Meisterparty hätte eine Woche ganz spontan statt finden sollen.

  6. ich bin lediglich kurz rein um mein geschäft zu erledigen. für mehr wollte ich nicht dort bleiben. draussen auf dem platz war es viel gemütlicher

  7. Bin eigentlich auch der Meinung das der Z eine solche Meisterparty nicht verdient hat. Es ist mir schon bei den Eingangskontrollen ausgefahren. Ich wurde durchsucht wie vorher noch nie in 26 Jahren ZSC Spielen. Hätten solche Kontrollen im Playoff stattgefunden hätten die Berner sicher keine Fackeln anzünden können. Meiner Tochter wurde die Fanta PET Flasche abgenommen. Naja, dachte ich wird wohl nicht erlaubt sein…. Was wurde in der Halle verkauft…? Psychos! Das einzig positive war ein Pokalfoto mit mir und meiner Tochter… der Rest definitiv ein Riesenkack!

  8. Naja, diese Meisterfeier in der Halle war irgendwie langweilig und nach einer Stunde herumstehen hatte ich es gsehen und fuhr zurück nach Hause. Die Emotionen hatten wir ja in Bern und danach an der Meisternacht in Züri, es isch hammer gsi Schwiizer Meischter ZSC 2012 🙂

  9. Mein Senf:

    Positiv:

    – wir wurden Meister und konnten eine Meisterparty ausrichten
    – Hallenstadion, Ort von 5 Titeln, Triumphen und Tragödien
    – viele Leute getroffen die ich kenne (darum bin ich eigentlich gegangen!)
    – Team war dort, Pot war dort, etc. pp.
    – alles in allem gelungen, war viel länger dort als geplant!

    Negativ:

    – man sollte so eine Feier früher machen, ein paar Tage nach dem Titel
    – Ort sollte öffentlich sein irgendwo in der Stadt (Marktplatz Oerlikon?), siehe FCZ, BVB, etc.
    – wurde am Eingang massivst gefilzt, mit Eiergriff und allem was dazu gehört! Paranoia?
    – Musik war viel zu laut, Gespräche mit den Leuten darum fast unmöglich – ich wollte aber nicht in die Disco!

    Siehe Schlusssatz bei positiv: Über alles gesehen hat es mir gefallen!

    PS: Gehe seit 41 Jahren an die Spiele, vielleicht hat es was mit dem Alter zu tun…. 😉

  10. Für mich hat sich der Abend gelohnt weil ich mit diversen ZSC-Spielern tolle Fotos, lustige und interessante Gespräche und jede Menge Fun hatte. Auch das Foto mit dem Pokal war genial. Der Rest (also die sogenannten „Showacts“) war schlichtweg eine Katastrophe. Hab mir davon viel mehr versprochen aber es war einfach nur langweilig. Wir verbrachten den Abend grösstenteils draussen wo definitiv mehr Stimmung herrschte. Schade schade…Zum Glück erlebten wir am 17.4 das Publicviewing und anschliessende hammergeile Meisternacht vor Ort. Diesen Abend wird uns niemand mehr nehmen!!

  11. also ein fest ist immer so gut wie die stimmung der leute, die daran teilnehmen. das sagt eigentlich schon alles oder 😉 ? ich bin ohne grosse erwartungen an die meisterfeier, da ich mir in etwa ausmalen konnte, wie es ablaufen wird. vip-tische für vips, sponsoren, ehemalige spieler etc., ein programm für jung und alt ( was nicht einfach zusammenzustellen ist ) und eine wiederum meisterhafte organisation des ablaufs. btw habe ich mich an der eingangskontrolle auch genervt, aber die leute machen ja nur ihren job… aber was danach in der halle abging war sache der fans. hühnerhaut war jedenfalls beim meistervideo mehr als vorhanden, und das nicht nur bei mir. ich bin jedenfalls um ca. halb 3 morgens mit einigen leuten aus der frontline-bar gewackelt… müde aber glücklich… danke an luca cunti für seine zeit… geiler typ… hoffe, der bleibt uns noch lange erhalten. fazit: eine meisternacht ist, was man / frau daraus macht!

  12. An Spannung und Unterhaltungswert lässt sich dieser Abend sicher überbieten. Aber was solls wir sind eine gute Truppe im Q2 die zusammenhält und auch Partimachen kann ohne fremde Hilfe. Wir hattens lustig und konnten uns nochmals sehen und auf den MEISTER anstossen. Für das war der Abend da und für nichts anderes.
    Danke nochmals ans Team das sie diesen Abend ermöglicht haben. Völlig unerwartet und durch das für mich ein grossartiges Erlebnis.

  13. Die Feier in der Halle 9 unmittelbar nach dem Meistertor und die Ankunft der Mannschaft war halt schon die einzig wahre Meisterparty. ^^

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