Mit Aberglaube zum Sieg

Es war der Dienstag, 10. April 2012, der Feierabend war bereits erreicht und die Niederlage, welche der SCB dem ZSC Tags zuvor am Ostermontag zugeführt hatte, sass noch immer in den Knochen. Mit dem 1:3 in der Serie entschwanden die Hoffnungen auf den Meistertitel fast endgültig. Ich sass also im Bus am Bahnhof, die Sonne schien mir mitten in das Gesicht, und neben mir nahm ein Kollege Platz. Aber ich mochte irgendwie keine Kommunikation in diesem Moment. Wie aus dem Nichts trällerte aus den Kopfhörer plötzlich ein Lied, welches mich innert Sekundenbruchteilen von ganz Tief nach ganz Hoch beförderte – zumindest Mental und auf einmal – ich hatte nicht mehr als ein Lied gehört – glaubte ich wieder an die Wende in der Serie. Nicht an den Titel, aber an die Wende in dieser Serie.

Avici – Levels als erster Glücksbringer
Es war die Melodie von Avici – Levels, welche mich auf einmal wieder mit Hoffnung bestückte. Warum genau, kann ich mir bis heute nicht erklären. Aber dadurch schöpfte ich wieder Hoffnung und dieses Lied begleitete mich bis hin zum Titel. Vor jedem Spiel hörte ich mir die Melodie zwei- bis dreimal an und hatte immer ein gutes Gefühl dabei. Seit dem Titel ist das Spezielle an diesem Track für mich total verloren gegangen.

Ab Spiel fünf immer das gleiche Outfit
Ebenfalls aus schleierhaften Gründen wählte ich ab Spiel fünf immer dasselbe Outfit für den Spielbesuch. Mein T-Shirt mit der Aufschrift „Zürcher SC“ und darüber ein schwarzer, neutraler Pullover. Jeweils zu Beginn des letzten Spielabschnittes oder in einer heiklen Phase zog ich den Pullover ab. Es war ein Ritual, welches sich nach Spiel 4 eingeschlichen hatte und welches ich ab Spiel 6 bewusst einsetzte. Ich zweifle daran, dass dies der ausschlaggebende Punkt war, aber offensichtlich hat es zumindest bei mir persönlich ein Umdenken vollzogen.

Die Mannschaft mit dem „Glücksräppler“
Auch die Geschichte um den Kaminfeger passt in dieses Bild. Als ich dies zum ersten Mal hörte, musste ich kurz lachen und nahm dies eher als letzter Strohhalm war, welcher der ZSC in den Händen hielt. Im Nachgang betrachtet, passt diese Aktion genau in den Ablauf, welchen ich selber durchlebt hatte. Ob es bei den ZSC Spielern und der Übergabe des „Räpplers“ auch ein derartiges Umdenken gab, wie bei mir, als ich zum ersten Mal den Song Levels hörte? Wir werden es wohl nie erfahren, aber es ist eine spannende Anekdote in dieser Meistersaison.

Habt Ihr auch solche Rituale gehabt? Oder spezielle Dinge getan? Dann schreibt Sie uns doch.

11 Gedanken zu „Mit Aberglaube zum Sieg

  1. ….also ich han die erschte 8spiel immer sgliche agha….bis mer in bern im spiel 9 verlore händ,da hani dänkt,so jetz wechslisch mal dis züg.und die drüü letschte spiel hani au immer sgliche azoge 😀 hehe

  2. Radio Energy het mit em Olly Murs en Song für de Zett gmacht. De hani s erschte mal vorem Spiil 2 ghört und nachher hani no siis Video zu „Heat skips a beat“ glueget. Und am Abig het de Zett gwunne. Nachem Oschtermäntig bin so down gsi und han am Donnschtig de Zett Song nomal gloset und nachher s Video zu „Heart skips a beat“ glueget. Wieder het de Zett gwunne. Das hani nachher jedes mal am Speiltag gmacht und de Zett het jedes mal gwunne xD.

  3. Han sits z’Bern gunnä hend die gliche Unterhose a gleit und es hät gnützt.

  4. Und mich interessiert eure Unterhosen TShirt kacke nicht. Sorry Blog aber stellt das Team und nicht euch in den Vordergrund! Gilt hauptsächlich für Sven (oder eigendlich nur…)
    Danke!

  5. @Michelle:
    Diskutiert ja gar niemand darüber, wer die Leistung auf dem Eis gebracht hat und wer im Fokus steht. Aber wenn jetzt einmal ein Artikel aus einer anderen Warte geschrieben ist, dann heisst dies doch nicht gleich, dass wir (bzw. ich) uns in den Vordergrund stellen. Wir haben nicht eine Minute Hockey gespielt.

    Finde den Input gut, aber offensichtlich gibt es auch andere die solche „Rituale“ gehabt haben und das ist ja doch noch spannend. Auch wenn Dich das vielleicht weniger interessiert.

  6. Ich habe schon während der Qualifikation und auch in den Playoffs immer dasselbe Ritual verfolg. Ich habe gesoffen. Hat offenbar gewirkt.

  7. So witzig, ich bin froh dass ich nicht die einzige bin mit solchen Ritualen. Im normalen leben bin ich nicht abergläubisch aber wens umd den Zett geht schon. Ich hatte zum Beispiel das Ticket vom ersten Match in Davos immer im Hosensack die ganzen Viertelsfinal, dann im Halbfinal dasselbe und im Final auch, bis ich gemerkt habe dass wir das erste Spiel in Bern verloren hatten und habe das Ticket weggeworfen. Seit diesem Zeitpunkt hat der Zett wieder gewonnen. 🙂 Ich weiss es ist lächerlich aber es hilft wenigstens uns Fans irgendwie.
    Ah ja und was witzig war, bei jeder Fahrt nach Bern (und es waren 4) hörte ich ebenfalls das lied von Olly Murs. 🙂

  8. das ist jetzt wirklich lustig… ich hatte beim ersten playoff-match in davos meinen guten alten „usewüsche-tour-pulli“ an. nachdem wir in davos deswegen, umgeben von 100 davos-fans in einem fondue-beizli, komisch angemacht worden sind, war mir klar… der pulli bleibt… jetzt erst recht!!!…und das UNGEWASCHEN. somit war das olle kleidungsstück an absolut jedem playoffmatch, sei es in zürich oder auswärts… nach unzähligen bierduschen, zigarrenrauch und diversen anderen gerüchen habe ich ihn gestern auf die linke seite gekehrt und in der waschmaschine versenkt… nicht ohne demut und wehmut… herr, lass die zeit schnell vergehen bis zum saisonstart 2012/13 😉

  9. ich und mini kollege händ bi jedem spiel (ussert dene zwei in zug) zimli luut gsunge. es het ghulfe. recht guet. MEISCHTER!

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