Das 7. Spiel erzwungen!

„Eusi Farbe beweged di ganz Stadt“. Mit diesem grossen Spruchband wurden die Zürcher Spieler gestern im Hallenstadion begrüsst. Und es war nicht einfach eine plumpe Aussage, sondern es passte haargenau zum darauffolgenden Abend. Ein Wellenbad der Gefühle, kein Zuschauer hielt es auf den Sitzen aus und mit dem Abschied von Ari Sulander folgten dann auch noch traurige Gefühle zum Schluss. Dieser ZSC bewegt definitiv die ganze Stadt.

Monnet mit der Eröffnung
Tore gab es zwar erst im Mitteldrittel, danach aber nicht gerade wenige. Zuerst war Monnet mit einem satten Schuss – von der Distanz ähnlich wie beim Overtime-Goal von Seger – an der Reihe. Er löste so etwas wie die Handbremse, welche beim ZSC bis zu Spiel 5 etwas angezogen war. Auf einmal war es wieder diese Mannschaft, welche zuerst Davos mit 4:0 und anschliessend auch noch den EV Zug – mit demselben Resultat – aus den Playoffs beförderte.

Die Reaktion auf die Reaktion
Nach dem 3:0 durch Mathias Seger, welcher in der 27. Minute per Slapshot im Powerplay traf, schien die Partie so etwas wie vorentschieden zu sein. Doch Bern hatte noch einmal die Kraft um zu einer Wende anzusetzen. Mit dem 3:2 (36′) war das Zittern im Zürcher Hallenstadion wieder zurück. Doch es war typisch, dass der ZSC noch vor der Pause reagieren konnte. Diesmal war es Pittis, der auch im Powerplay die Scheibe hinter Marco Bührer versenkte. Manch einer wunderte sich ordentlich ab der Effizienz im Überzahlspiel bei den Zürchern. Zwei Tore aus drei Möglichkeiten, so etwas gab es zumindest diese Saison noch nicht.

Bärtschi sichert Spiel 7
Aber Bern fand erneut den Weg zum Anschlusstreffer kurz nach Anpfiff zum dritten Drittel und die Hoffnung auf den Meistertitel lebte noch immer. Aber diese Hoffnung zerstörte Bärtschi in der 46. Minute und damit war auch klar: Der ZSC hat den Ausgleich in dieser Serie bewerkstelligt und kann nun am Dienstag zum siebten und entscheidenden Spiel in Bern auflaufen. Ein Spiel, auf welches am Ostermontag, nach der dritten Niederlage in dieser Serie, kaum jemand viel Geld gesetzt hätte.

Steigerung in allen Bereichen
Es war richtiges Playoff-Ambiente im Hallenstadion und die Spieler dankten es mit einer gewaltigen Leistungssteigerung. Die Mannschaftsleistung, dies zeigt auch die sechs verschiedenen Torschützen am gestrigen Abend, machte den Unterschied aus. Und dies war wiederum zurückzuführen auf die Steigerung jedes Einzelnen: Weniger Fehler, genauere Pässe, konsequenterer Körpereinsatz und mehr Spielwitz.

Und eigentlich war es sowieso einfach nur GEIL gestern! Züri mir sind immer no debi i dem Final und händs letschte mögliche Spiel i dere Saison erzwunge!
Chehred die Serie!!!

Reto Schäppi vor dem Berner Tor Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Reto Schäppi vor dem Berner Tor Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Bilder in der Gallery: http://www.zscblog.ch/gallery/fotos-saison-1112/playoff-1112-sc-bern-zsc/

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