Die Leidensgeschichte aus Spiel 2

Mit dem Heimsieg der Berner war die Finalserie so richtig lanciert. Der ZSC verschonte sich in der Folge nicht mit Selbstkritik und die Berner übten sich, wie könnte es nach einem Sieg auch anders sein, mit den Standardphrasen eines Gewinners ab. Dem SCB war aber sehr wohl bewusst, dass er die Zürcher mit dieser Niederlage auf die Generalprobe gestellt hatte, war der Z bisher doch mit acht Siegen in den Playoffs in einen richtigen Lauf gekommen.

Der schmale Grat zwischen Niederlage und Erfolg
Auch in der zweiten Partie, vor einem ausverkauften Hallenstadion, wurde kein übermässiges Spektakel geboten. Die Zürcher, zwar mit vielen Versuchen und Chancen, zeigten viele individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten. Vielleicht sind wir zu verwöhnt von den beiden Serien gegen Zug und Davos, aber jener ZSC aus den beiden erwähnten Serien, fehlte mir auch gestern – zumindest lange Zeit. Mit 1:0 schafften sich die Berner sogar jenen Vorsprung, welche der ZSC um jeden Preis zu verhindern versuchte.

Von 0 auf 100 innert einer Sekunde
Es war wohl vielen bewusst, dass falls der SCB diesen Vorsprung verwalten kann, oder diesen sogar noch ausbaut, es zu einer noch viel härteren Aufgabe werden sollte. Genau darum war nach den vielen vergebenen Chancen im Mitteldrittel die Halle auch nicht mehr derart euphorisch. Es war schon ein Anflug von Verzweiflung zu spüren, welcher wohl durchaus auch seine Berechtigung hatte. Bührer hielt alles und machte es so dem Publikum auch nicht leicht. Es brauchte schon das Tor in der 47. Spielminute, um sämtliche Emotionen wieder auf den absoluten Siedepunkt zu bringen und den ZSC und vor allem die Halle zurück im Geschäft. Nun war plötzlich wieder Leben in der Hütte, sowohl auf wie auch neben dem Eis und manch ein SCB-Fan ärgerte sich darüber, dass sein Team es verpasste, den zweiten Treffer nachzulegen.

Partie und auch die Nerven verloren
Auch in den darauffolgenden Minuten stand das Spiel auf der Kippe und der SCB hätte sich mit einem verwandelten Torschuss wieder in eine grossartige Ausgangslage spielen können. Doch die Berner schienen beinahe paralysiert von diesem Ausgleichstreffer und als Monnet Bührer noch Backhand abtrocknete, da war die ganze Arbeit – die während 47 Minuten von den Berner geleistet wurde – vergebens. Die Berner verspielten ihre letzte Chance mit einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Ritchie neun Sekunden vor Schluss. Das Foul des Topscorers an Seger und die anschliessende Reaktion darauf – Stockschlag in den Rücken von Ambühl – zeigten die Gemütslage der Berner deutlich auf: Ein Spiel, welches lange zu ihren Gunsten verlief, gaben die Berner Preis und dürften dieser Chance noch einige Stunden nachtrauern…

Ein Gedanke zu „Die Leidensgeschichte aus Spiel 2

  1. mal so nebetbi……..ihr (de zsc-blog) händ eu i letschter ziit mega entwicklet.wo ich frühener 1-2 mal am tag uf die site bin,gahni jetz öppe 4-5 mal 😉 wiiter so…..gefällt mir 😀 ZSC suscht gar nüt!!

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