Steve McCarthy – der unermüdliche Arbeiter

Als Steve McCarthy, am 13. Oktober des letzten Jahres, beim ZSC ins Probetraining einstieg, rieben sich viele komisch die Augen… Edgar Salis und der ZSC wurden von den Medien fast schon mit Hohn und Spott eingedeckt. Als langsamster Verteidiger wurde er betitelt, als einer der auf europäischem Eis noch nie ein Tor erzielt hatte und einer der mehr Zeit auf der Strafbank verbringt, als anders wo (81 Straffminuten in 32 Spielen in Finnland). Die Skepsis der Zürcher Fans war ebenso gross, doch wie die folgenden 6 Monate zeigen sollten völlig unbegründet!

Vielseitig und verlässlich
Denn keines der 3 Anti-McCarthy Argumente bewahrheitete sich. Man muss zwar zugeben, dass Steve nicht gerade der Schnellste ist, aber durch sein hervorragendes Positionsspiel und sein Spielverständnis kommt dies (fast) nicht zur Geltung. Im Kontersystem von Bob Hartley nimmt McCarthy eine zentrale Rolle ein, als Mann der die Pucks in der eigenen Zone zurück gewinnt (seine Zweikampfstärke ist fast schon unheimlich) und mit einem starken ersten Pass, den Weg zum Gegnerischen Tor öffnet. Den Meisten wird das Tor von Ambühl, in der Verlängerung von Spiel 3 gegen Zug, noch bestens in Erinnerung sein, welches Steve mit seinem öffnenden Pass auf Jeff Tembellini einleitete. Zudem zeigte sich McCarthy in Zürich sehr diszipliniert und kassiert nur wenige Strafen (12 Minuten in der Qualifikation). Dass er jedoch auch anders kann, bekam im Halbfinale der Zuger Provokateur Rüfenacht zu spüren…

Wenn es an McCarthy was auszusetzen gibt, dann das er teilweise ein bisschen übermütig wird und Dinge versuchte, die er eigentlich nicht kann – Dribblings und Sturmläufe ins gegnerische Drittel.

„Marathon-Mann“ der Zürcher Abwehr
Dass der Zürcher SC eine sehr ausgeglichene Mannschaft hat, sollte nach dem Viertel- und Halbfinal allen klar sein, doch gibt es auch beim ZSC Spieler, welche mehr forciert werden als andere. Einer dieser Spieler ist Steve McCarthy – er steht bei praktisch allen wichtigen Moment auf dem Eis – 25 Minuten Eiszeit und mehr sind keine Seltenheit. Steve, dies kann man bereits heute sagen, war genau der Mann, welcher der Zürcher Verteidigung noch gefehlt hat. Eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages, würde darum auch nicht überraschen und wäre, gemessen an seinen Leistungen, auch verdient.

Einen Steve McCarthy in dieser Form, wird auch im Final von Nöten sein, wenn man den Titel nach Zürich holen will…

4 Gedanken zu „Steve McCarthy – der unermüdliche Arbeiter

  1. Chapeau, guter Bericht. Er ist ein „Chrampfer“ den man leider immer wieder öfters vergessen mag. Ebenso wie Stoffel & Geering, die Ihre Arbeit toll meistern, jedoch nie wirklich im Rampenlicht stehen.

  2. Hey alsoo Alää ich muess sege guete Bricht! Chammer nix uszetze ;).

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