Die letzten drei Jahre im Rückblick

ZSC gewinnt den Victorias Cup

ZSC gewinnt den Victorias Cup

Irgendwie hat es der ZSC geschafft, er ist aus dem negativen Strudel, welcher er sich vor
drei Jahren mit dem CHL-Titel und dem Victorias-Cup selbst erspielt hat, entkommen. Die aktuelle Finalqualifikation könnte mehr als nur eine starke Phase sein, sondern vielmehr eine Trendwende. Trotzdem sollten auch im Erfolg und in der Euphorie, die Vergangenheit und die negativen Erlebnisse nicht ganz ausgeblendet bleiben. Wir drehen das Rad der Zeit deshalb noch einmal zurück und betrachten die letzten drei Saions etwas genauer.

Saison 2008/09 – Qualifkation: 2. Platz / Playoff: Viertelfinal-Out gegen Fribourg-Gotteron
Vor der Saison:
Die Erwartungen zum Auftakt der Spielzeit 2008/09 waren gross. Als amtierender Meister durfte der Titelanspruch durchaus öffentlich ausgesprochen werden. Nebenbei durfte auch noch die neu gegründete Champions Hockey League absolviert werden.
Der Saisonverlauf:
Platz 2 war gut, aber nicht überragend. Vielmehr machten die Zürcher auf internationaler Ebene Schlagzeilen. Der Titel in der Champions-Hockey League bescherte den Zürchern einen Eintrag im Geschichtsbuch. Mit Ryan Gardner war ein erfolgreicher Scorer im Zürcher Team, der insgesamt 25 Tore erzielte. Für die Viertelfinals wartete mit Fribourg-Gotteron ein doch eher leichter Gegner – zumindest auf dem Papier. Wohl mit einer gehörigen Portion übertriebenem Selbstvertrauen erhielten die Zürcher bereits im ersten Spiel die Quittung dafür – 3:1 wurden sie vor heimischem Publikum besiegt. So ein kleiner Ausrutscher zu Beginn konnte doch die Zürcher nicht aus dem Konzept bringen, oder doch? Nun, am Schluss stand es 4:0 und die Fribourger feierten überschwänglich den Halbfinaleinzug.

Saison 2009/10 – Qualifkation: 6. Platz / Playoff: Viertelfinal-Out gegen den EV Zug
Vor der Saison:
Natürlich war das Scheitern im Viertelfinal gegen Fribourg nur ein Ausrutscher und entsprechend hoch waren auch im folgenden Jahr die Ziele. Mindestens der Halbfinal war die Formulierung vor Saisonbeginn und wer die CHL gewinnen kann, der sollte doch auch Meister werden können.
Der Saisonverlauf:
Trotz eines ansprechenden Starts, mit sechs Siegen aus den ersten sieben Partien, wurde den Fans ziemlich schnell klar, dass die Erwartungen und die Realität nicht miteinander korrespondieren. Auch wenn im September 2009 mit dem Sieg über die Blackhawwks noch ein weiterer Meilenstein zur Zürcher Clubgeschichte hinzukam, war nicht alles im Lot. Positive Lichtblicke in dieser Saison waren Bärtschi und Flüeler, die ihre Leistungen abrufen konnten. Mit Platz 6 nach der Qualifikation wartete der EV Zug als Gegner in der ersten Runde. Auch wenn Zug mit Platz 3 eigentlich Favorit gewesen wäre, so sah man dem Gegner aus der Innerschweiz doch eher gelassen entgegen. Das Ergebnis sprach aber eine andere Sprache, nach sieben Partien war Schluss und der ZSC bereits zum zweiten Mal frühzeitig in die Ferien verbannt.

Saison 2010/11 – Qualifkation: 7. Platz / Playoff: Viertelfinal-Out gegen den EHC Kloten
Vor der Saison:
Ganz so klar, wie noch in den Jahren zuvor, waren die Zielsetzungen im folgenden Jahr nicht mehr. Auch wenn die Ansprüche natürlich immer hoch sind, so wurde diesmal wenigstens etwas dezenter kommuniziert. Mit Gustafsson war zudem ein neuer, prominenter Trainer an die Bande gekommen, welche die Mannschaft einen Schritt nach Vorne bringen sollte.
Der Saisonverlauf:
Doch mit ihm und trotz Zuzügen von Murphy, Westcott und Nolan blieb der Erfolg auch in der dritten aufeinanderfolgenden Saison aus. Mit Platz sieben war das Abschneiden noch etwas schlechter, als bereits ein Jahr zuvor. Und wer in den Playoffs auf Besserung hoffte, der tat dies vergebens. Mit dem EHC Kloten war der Gegner zwar lukrativ, aber ebenfalls noch eine Hürde zu gross. Mit 4:1 schickten die Klotener den ZSC in die Ferien.

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